27.07.2026 um 15:19
Liebe Frau Penzel!
ich danke Ihnen für die Kostprobe, die ich von Ihnen bekommen habe.
Ich bedauere es auch, an dem Jubiläumsfest nicht teilgenommen zu haben. Ein paar Tage vor dem Fest habe ich mit einer Ihrer Kolleginnen telefoniert, um zu erfahren, ob eine online Teilnahme am Fest möglich wäre. Da es dafür aber keine Möglichkeit gab, möchte ich Ihnen hier meine herzlichsten Glückwünsche übermitteln. Möge Outback Africa noch lange aktiv sein und weiter gedeihen, um vielen Menschen so schöne, tiefe, lebenslange Erlebnisse zu bieten, wie es bei mir war.
Ich danke Ihnen und den Kolleg(inn)en für meine wunderschönen Reisen, für die Erlebnisse, die ich in meinem Leben nie vergessen werde. Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass sie mich sogar in meinen Seniorenjahren noch geprägt haben und mir einen neuen Blickwinkel eröffneten, durch den ich die Welt aus vielfältigeren Perspektiven betrachten kann: Naturschutz, Tierliebe, soziale Probleme, Respekt, tiefes Verständnis, Demut vor den Einheimischen. Die grossen, globalen und drohenden Probleme sowie die Herausforderungen der Menscheit nahmen vor meinen Augen Gestalt an. Themen wie Überbevölkerung, die Folgen des Klimawandels, Artensterben, Armut oder Ausweglosigkeit wurden von abstrakten Begriffen zur Realität.
Die Reisen mit Outback Africa waren gleichzeitig eine Reise zu mir selbst. Ich bin eine sehr unruhige, ständig beschäftigte Person, aber in Afrika habe ich gelernt, was ruhig bleiben und relaxen bedeutet. Auf meiner ersten Safari in Sambia sagte mir der Guide nach 5 Minuten Bekannschaft: „hakuna matata, relax, we are in Africa!” Und tatsächlich, Afrika - und nur Afrika - kann mir das Gefühl der absoluten Gelassenheit geben. Einen Seelenzustand, ein unerklärbares Gefühl der inneren Ruhe und Besinnung. Ich kann es nicht erklären, vielleicht soll ich es auch nicht, aber Afrika-Liebhaber kennen diese Gefühl.
Meine Safaris waren nicht nur Studienreisen, innere Reisen zu mir selbst, sondern auch Herausforderungen, Abenteuer und Nervenkitzel: wie lebt man ohne Zivilisation in der Wildnis, wie ist es in einem Buschbadezimmer zu duschen, indem man das „Zimmer” mit mindenstens 50 durstigen Wespen teilt? Wie fühlt sich ein nächtlicher Elefantenbesuch an, wenn zwischen dem hinteren linken Bein des Elefanten und meinem Kopf nur die Zeltplane is? Wie ist es, wenn ein Silberrücken mich gründlich betrachtet? (Er fand mich Gott seid Dank sympatisch!)
Ich muss natürlich auch die Menschen erwähnen (eigentlich hätte ich damit beginnen sollen), die mir all dies durch ihre Arbeit ermöglicht haben. Vor allem möchte ich mein erstes Opfer nennen, Herrn Schmidt, der all meine Ängste und Zweifel ertragen musste und noch dazu öfters mehr dumme Fragen von mir bekam. Ehrlich gesagt, ich wäre nicht immer gerne an seiner Stelle gewesen!
Der arme Herr Schmidt musste sich mit solchen E-Mails herumschlagen.
Zitat aus meiner e-mail vom 04.05.2016
Was das Einzelzelt anbelangt habe ich ambivalente Gefühle: es ist natürlich schön, in einem Einzelzelt zu sein, aber dann muss ich es alleine auf- und abbauen, und es ist schöner zu zweit von einem Krokodil angegriffen und aufgefressen zu werden, als alleine.
Trozt aller Vorkehrungen kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Nacht auf einer Insel auf dem Sambesi sicher sein könnte. Was passiert denn, wenn ein Nilpferd aus dem Wasser eben dann auftaucht, wenn wir an ihm vorbeipaddeln? Gibt es schon Reisende, die von dieser Safari mit heiler Haut zurückkehrten?
Und dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass ich nicht einmal in der Lage war, die Reise selbst online zu buchen. Ich habe ihn mit meinen zahlreichen Fragen zum Visum und zu den Flugtickets regelrecht genervt, und er hat all das mit der Geduld eines Heiligen ertragen.
Liebe Frau Penzel, ich werde nie vergessen, wie Sie wie eine Löwin um den letzten Platz für die Botswana-Reise gekämpft haben. Damals war ich in einer schwierigen Situation, und es hat mir sehr viel bedeutet, dass ich diese Reise machen konnte.
Dank der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen liefen alle meiner Safaris reibungslos ab, meine Vorbereitung für die Reise war immer und ohne Ausnahme die beste in den Gruppen. Ich hatte immer alles, was zu einer Zeltsafari nötig war. Die von Outback Africa empfohlene Packliste war immer perfekt zusammengstellt, bis ins kleinste Detail durchdacht: Mütze und Schal für die Morgenfahrten, Handschuhe für das Gorilla Trekking im Dschungel etc. Doch am wichtigsten war das Gefühl der Sicherheit, das mir durch die gute Organisation gegeben wurde.
DANKE! DANKE! DANKE!
Nicht nur Outback Africa hat dieses Jahr ein Jubiläum, sondern auch ich. In diesen Tagen ist es 10 Jahre her, dass ich meine erste Safari, „Entlang der Handelsroute” durch Sambia, Malawi und Mosambik gemacht habe. Es war der Sündenfall, und danach gab es kein Halt mehr! Insgesamt 5 Safaris habe ich mit Outback Africa gemacht. Eine war schöner als die andere!
Jetzt, wo ich 10 Jahre älter bin, plane ich keine Safaris mehr, obwohl mir dabei das Herz blutet. Und, um ganz ehrlich zu sein, ich habe schon die (für mich) besten Reisen von Outback Africa gemacht. Auf meiner geheimen Wunschliste stehen zwar noch Tansania und Kenia, aber das Angebot ist hier vielleicht zu touristisch für mich. Weniger Tiere, weniger Nationalparks und eine Woche Fußwaschen im Luxushotel am Ozean. Ich vermute, man kann es gerade noch ertragen, aber nicht anstelle von Tierbeobachtungen.
Mein seligster, nie in Erfüllung gehender Wunsch ist es, eine Safari mit meinen Enkelkindern zu machen, aber sie sind noch zu jung. 8-4-1 Jahr alt. So…. es bleiben mir die Erinnerungen….
Und nur noch ein letzter Gedanke. Liebe Frau Penzel, Sie haben ein Wunder bewirkt. Ich habe einen Kaffeevollautomaten, der ungefähr seit anderthalb Jahren kaputt ist. Seitdem trinke ich Kaffee aus einer Mokkakanne, denn es ist umständlich, die große, schwere Maschine zum Service zu bringen. Aber Ihre herzerwärmende Geste mit der Kaffeesendung hat mich so sehr berührt, dass ich letzte Woche die Kaffeemaschine zum Service geschleppt habe! Bald werde ich das Jubiläumsgeschenk ausprobieren!
Und, ich verspreche es, das ist mein wirklich, aber ehrlich wirklich! letzter Gedanke:
VIELEN HERZLICHEN DANK
Márta Jusztin











2 Kommentare