Neues vom Sheldrick Wildlife Trust - August/September 2013

von Susanne Schlesinger

Sheldrick Wildlife Trust, der bereits im August und damit vor den Ereignissen der letzten Wochen erschienen ist, wird über die Eskalation von gewaltsamen Tötungen und Wilderei berichtet. Im Elefantenwaisenhaus in Nairobi gab es mehrere Neuzugänge. Größtenteils wurden die Mütter der kleinen Elefanten durch Wilderei getötet. Vier Elefantenbabies wurden bereits sehr schwach aufgefunden und konnten nicht mehr gerettet werden. Vier weitere wurden durch Infusionen stabilisiert und die Mitarbeiter des Elefantenwaisenhauses hoffen, sie retten zu können. Die Rettungsaktionen werden eindrucksvoll mit der Videokamera und vielen Fotos auf der Seite des Sheldrick-Trusts dokumentiert. Besonders tragisch war der Tod des vier Monate alten Ajabu. Das kleine Elefantenmädchen wurde noch mit der Nabelschnur im Tsavo Nationalpark aufgefunden. Die verabreichte Ersatzmilch kann die Elefantenmuttermilch nicht vollständig ersetzen. Wie auch bei menschlicher Muttermilch enthält sie Immunstoffe, die dem kleinen Elefanten einfach fehlten. Auch zwei weitere kleine Elefanten namens Kwale und Vuria bereiten den Pflegern Sorgen. Den spezialisierten Tierärzten sind bei den kleinen Patienten Grenzen gesetzt. Die Neuzugänge Mudanda, Nelion, Mashariki und Kamok wurden von der „Kindergartengruppe“ gut aufgenommen, unser Patenkind Lima-Lima hat besonders Mashariki gleich ins Herz geschlossen und kümmert sich sehr um das kleine Elefantenmädchen, das im August mutterlos in Tsavo East von einem Safariguide gefunden wurde. Lima-Lima sieht nach den Monaten der Fürsorge im Waisenhaus wesentlich runder und gesünder aus und liebt es, mit den anderen zu spielen. Maxwell genießt weiterhin seinen Sonderstatus und lässt sich verwöhnen. Im Moment bekommt er besonders viel Zuwendung, weil Solio, das andere Nashorn, immer unabhängiger wird und nun nur noch selten im Gehege des Waisenhauses eine Stippvisite macht – meist gibt es dann ein Festessen aus Topfpalmen und Gartengemüse. Und nach all den tragischen Ereignissen zum Schluss noch eine positive Nachricht: In den letzten Wochen haben wir für unsere Kenia-Kunden schon viele Patenschaften abgeschlossen – rund ein Drittel der kleinen Elefanten haben schon einen Outback-Paten, und die anderen werden sicher auch bald von unseren Kunden adoptiert und vielleicht auch persönlich auf der Reise besucht.Besuche lassen sich bei fast allen unseren Kenia- und Kenia-Tansania-Länderkombinationen arrangieren, teilweise ist eine Vorübernachtung in Nairobi erforderlich. Gern beraten wir Sie. Und natürlich dürfen Sie sich bei der Kenia-Reisebuchung "Ihr" Patenkind selbst aussuchen.  

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