Nach Windhoek - Reisebericht Vom Kap nach Namibia (15/20)

von Susanne Schlesinger

15.Oktober 2012Wir hätten es nicht geglaubt, aber wir sehen die Gästefarm tatsächlich noch einmal im Tageslicht. Die Sonne geht gerade auf taucht alles in goldenes Licht. Schnell mache ich ein paar Fotos. Nach dem Frühstück brechen wir auf und fahren über Okahandja auf dem Highway nach Windhoek. Es ist schon merkwürdig, dass dies schon der letzte Tag der Reise ist. Unterwegs sinnieren wir, was wir alles gesehen haben und stellen fest, dass es eine solch ungeheure Menge war, die man mit einem Mietwagen in der Zeit nie hätte besuchen können. Der Truck ist ein ideales Reisegefährt und wir werden ihn vermissen.

Ein weiterer herrlicher Sonnenaufgang  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Das Nebengebäude der Farm mit den Gästezimmern  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Auf dem Gelände der Gästefarm  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Das Hauptgebäude mit einer offenen Veranda  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Eine gemütliche Sitzecke - leider hatten wir keine Zeit dafür.  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Das Zebrazimmer  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Klein Windhoek-Guesthouse in Windhoek  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen Auf dem Weg nach WindhoekMax hätte an einem der zahlreichen Warzenschweine, die am Straßenrand standen, oder am Bergpanorama kurz vor Windhoek anhalten können - hat er aber leider nicht. Nun gut, wir behelfen uns mit Fotos aus dem Fenster bei voller Fahrt, zumindest bei den Bergpanoramen. Während der Reise hat sich eine Art Fotosolidarität zwischen uns entwickelt. Wer im Truck einen ungünstigen Sitzplatz hat, reicht seine Kamera einfach rüber und bekommt seine Fotos von denen gemacht, die einen besseren Blick haben. Mittlerweile sind wir auch mit den verschiedenen Kameratypen gut vertraut.Wir erreichen Windhoek. Zuerst sieht man große Industrieanlagen, dann gelangen wir direkt in die Innenstadt. Die Straßennamen sind merkwürdig, es gibt eine Robert-Mugabe-Avenue und eine Fidel-Castro-Street gleich neben der Nelson-Mandela-Street. Was wohl die Politiker dazu sagen würden? Wie in Swakopmund gibt es auch hier eine Bahnhofssraße und einige andere deutsche Straßennamen. Unser Guesthouse liegt etwas außerhalb in Klein Windhoek und heißt auch so. Es ist ein nettes Guesthouse mit sauberen Zimmern, einer Hightech-Fernsehanlage und einer Küchenzeile.

Klein Windhoek-Guesthouse, Rezeption © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Klein Windhoek-Guesthouse, Garten© Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nach der Einsamkeit der Wüste ist es in der Innenstadt heiß, laut, voll und hektisch. Wir spazieren durch einige Läden und bleiben in einem klimatisierten Souvenirladen hängen, wo es hübschen Schmuck in allen Farben und einen Coffeeshop gibt. Pia und Daniel kommen etwas später dazu und wir sitzen zwei Stunden gemütlich beim Kaffeeklatsch. Wir treffen die anderen wieder und machen uns auf die Suche nach einem Taxi.Max hatte uns gesagt, dass die Taxis hier eine große Nummer auf der Heckscheibe und ein kleines Taxischild auf dem Dach haben. Leider kann man von vorn die Nummer nicht sehen und viele Taxis haben auch kein Schild, deshalb sehen wir erstmal keins. Wir fragen schließlich einen Polizisten. Er zeigt auf ein Taxi, das im Stau auf der Kreuzung steht, und wir springen im fließenden Verkehr hinein. Nachdem wir unser Ziel mittels eines Prospekts vom Guesthouse erklärt haben, dreht der Taxifahrer seine Musikanlage auf und wir grooven uns nach Hause.Für den letzten gemeinsamen Abend haben wir einen Tisch im Joe's Beerhouse reserviert, wo es neben der urigen Dekoration auch Unmengen Jägermeister-Flaschen gibt, die mit Widmungen der Gäste versehen auf den Wandborden aufgereiht stehen und von lustigen Abenden erzählen. Gemsbok- und Zebra-Steaks, Bushman-Platter... hier kommt jeder auf seine Kosten. Für die nächsten Wochen habe ich genug Huftiere verspeist.Wir schmeißen zum Abschied noch eine Runde Getränke für alle und sammeln die E-Mail-Adressen ein, dann gibt es noch einen letzten Absacker an der Bar unseres Gästehauses.

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