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Lodges in Karatu - Reisebericht Tansania (5)
05.06.2009Heute ist unser letzter Tag in Tansania, und wir haben uns noch viel vorgenommen. Im Hochland am äußeren Rand des Kraters in der Nähe der Stadt Karatu gibt es eine Reihe hübscher Lodges, die wir uns anschauen wollen. Sie sind gute Alternativen zu den Hotels oben am Kraterrand, vor allem wenn die Top-Lage kein Muß ist und eine längere Anfahrt in den Krater kein Problem. Dafür sind sie kleiner, ruhiger und persönlicher. Zuerst steuern wir die Plantation Lodge an. Sie liegt am Hang mit Blick auf eine Kaffeeplantage. Der große Garten mit dem kurzgeschnittenen Rasen und den Blumenbeeten wirkt sehr gepflegt, so wie auch die ganze Anlage einen feinen, gediegenen Eindruck macht. Das Haupthaus und die einzelnen Gästehäuser liegen verstreut zwischen Rasenflächen und Kaffeesträuchern. Jedes dieser Häuser und jedes Zimmer ist anders. Die Einrichtung ist von schlichter Eleganz, doch man erkennt die Liebe zum Detail bei vielen Deko-Elementen. Es gibt ca. 50 Betten, die sich auf klassische Doppelzimmer, größere Suiten mit Wohnzimmer und Kamin und Familien-Chalets verteilen. Mehrere Frühstücks- und Speiseräume ermöglichen es kleineren Reisegruppen oder Familien, ungestört zusammenzusitzen. Eins der Häuser ist für zwei Familien konzipiert und hat auch zwei Doppel-Kinderzimmer sowie einen großen gemeinsamen Aufenthaltsraum mit Kamin, der auf zwei Ebenen gebaut ist. Herrlich. Hier kann man es übrigens auch an einem Regentag wie heute wunderbar aushalten. Die Lodge ist unter deutscher Leitung, was man irgendwie auch auf positive Weise spürt. Wir sind alle begeistert.
Als nächstens schauen wir uns The Manor at Ngorongoro an. Diese erst vor wenigen Monaten eröffnete Luxuslodge der Elewana-Gruppe liegt noch etwas weiter weg von der Hauptstraße - man fährt zunächst zehn Minuten durch große Kaffeeplantangen. Die Anlage liegt auf der Farm Shangri-La und ist im kapholländischen Stil mit schönen weißen großen Häusern erbaut. Alles ist vom Feinsten. An den großzügigen Empfangsbereich schließt sich ein Saal mit zwei angrenzenden Aufenthalts- und Speiseräumen an. Überall stehen riesige frische Blumensträuße. Es gibt einen Weinkeller eine Treppe tiefer, daneben einen Billard-Raum und eine TV-Lounge mit Projektion auf Großleinwand. Die 40 Betten sind auf mehrere verschieden große Häuser verteilt. Einige haben „nur“ zwei Doppelzimmer, jedes sehr groß und schick mit weichem Teppich, tollem Bad, kleiner privater Terrasse mit Liegestühlen und Blick ins dicht bewachsene grüne Tal, eigenem Kamin drinnen und draußen und einer Innen- und einer Außendusche. Andere Häuser sind für Familien oder Freundesgruppen und haben bis zu acht Betten mit gemeinsamem Aufenthaltsraum. Angeboten werden Pferdereiten (die Ankunft dreier Reitpferde steht kurz bevor), Wanderungen, Mountain Bike etc. Von hier aus braucht man etwa zwei Stunden bis zum Kraterboden. Auch diese Lodge ist also durchaus als Basisstation für Pirschfahrten im Krater und im nahem Lake Manyara Nationalpark geeignet. Der nette Manager, der uns hier herumführt, empfiehlt uns dringend, unseren Kunden hier einen Entspannungstag zu gönnen. Der Wellness-Bereich ist fast fertig, ein Pool soll bis Jahresende noch gebaut werden. Also hier könnte man es sicherlich auch eine Woche lang aushalten. Die Zeit der Kaffee-Ernte und -verarbeitung von September bis Ende Dezember ist eine besonders interessante Zeit, weil die Gäste dabei zusehen können. Die Kaffee-Sträucher wachsen auch überall zwischen den Häusern. Mein Fazit: sehr schick und edel, fast ein wenig protzig, mit viel Platz und Privatsphäre, in herrlicher Lage.
Dann geht es weiter zur Gibb’s Farm. Von Karatu aus fährt man etwa zehn Minuten durch Farmland. Schon am Parkplatz ist man inmitten eines üppigen blühenden Gartens. Eigentlich ist die ganze Anlage ein einziger blühender Garten, dabei recht naturbelassen und nicht so manikürt. Alles wirkt natürlich eingewachsen, was einigen aus unserer Gruppe weniger gefällt, mir aber umso mehr. Ich komme bei der Führung kaum hinterher, da ich ständig Blumen fotografiere. Die Rezeption mit Souvenirshop, der Speisesaal und der Aufenthaltsraum wirken eher klein und etwas alt, sind aber gemütlich. Überall bietet sich ein schöner Blick ins Grüne, in den Garten oder über das Farmland. Die Zimmer, oder eher Häuschen, liegen verstreut im Garten. Es gibt insgesamt 19, jedes mit eigenem Stil und eigener Thematik. Wir schauen uns das „Safari“-Haus an. Es ist größer als erwartet, mit Außenterrasse, verglastem Wintergarten, einem breiten Doppelbett, im hinteren Teil einem genialen, blitzblanken und modernen Badezimmer mit Wanne, Innen- und Außendusche und sogar einem Kamin vor der Badewanne, der auf der anderen Seite auch das Schlaf- und Wohnzimmer mit beheizt. Schön finde ich auch, daß es sich um eine „Working Farm“ handelt. Was im Garten an Obst und Gemüse angebaut wird, gibt es abends im Restaurant – „organic food“. Angeboten werden Wanderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen, Mountain Bike und der Besuch einer nahen Schule. Mein Fazit: schön, gemütlich, authentisch, zum Seele baumeln lassen und auf jeden Fall einen Relax-Tag wert!
Vor unserem Abflug schauen wir uns als letztes noch die Arusha Coffee Lodge an. Sie gehört auch zu Elewana und liegt direkt neben dem Flughafen Arusha, den man in wenigen Minuten erreicht, an der Hauptstraße zwischen ausgedehnten Kaffeeplantagen. Sicher ein guter Start- oder Endpunkt einer Safari und ideal für alle, die frühe oder späte Flüge haben. Die Anlage ist recht groß. In 30 Häuschen können 60 Gäste wohnen. Die Häuser stehen relativ eng aneinander, dazwischen wachsen Kaffeesträucher. Im Empfangsbereich ist ein schön angelegtes Atrium mit großem Wasserbecken und Mosaik auf dem Boden des Beckens. Dahinter liegt das Restaurant. Bei gutem Wetter kann man die Mahlzeiten auch im Garten an einem der Tische unter Sonnenschirmen einnehmen. Alles ist schick, die Toiletten tiptop, der Service gut und das Essen ausgezeichnet. Auch die Zimmer überzeugen: aufwendig eingerichtet und sehr großzügig auf zwei Ebenen verteilt mit allem Komfort. Dazu ein sehr schönes Bad. Demnächst auch noch ein Fernseher (als einziges Haus der Elewana Collection, wegen der Nähe zur Stadt und zur Zivilisation…). Schade ist, daß die Lodge so nah am Flughafen und an der großen Straße liegt. Man hört ständig die Lkw vorbeirauschen. Es fehlt die Atmosphäre, der Charme einer schönen Landschaft, man hat keinen besonderen Ausblick, und die kleine Ecke mit Liegestühlen draußen, die zu jedem Haus gehört, ist von einem blickdichten Lattenzaun umgeben und wirkt wenig einladend. Doch für einen Stopover am Anfang oder Ende einer Safari hat man hier allen Komfort und gutes Essen, ich selbst würde jedoch lieber etwas weiter vom Flughafen entfernt und mit mehr Atmosphäre und weniger Lärm wohnen. Vom Flughafen Arusha fliegen wir nach dem Mittagessen nach Dar, wo wir uns den langen Nachmittag mit mehr oder weniger sinnvollen Souvenirkäufen um die Ohren schlagen, bevor am Abend unser Flug mit Swiss nach Zürich startet. Der ist diesmal fast voll. Früh am nächsten Morgen landen wir in Zürich und haben nach ein paar Stunden Anschluß nach Nürnberg. Die Wartezeit verbringen wir diesmal ganz entspannt, denn Klaus, unser Betreuer von der Swiss, hat uns Zugang zur Business Lounge verschafft, wo ein kostenloses Frühstück, ein umfangreiches Zeitschriften-Angebot und herrliche Massagesessel die Zeit kurz werden lassen. Wir verabschieden uns von den lieb gewonnenen Mitreisenden und nehmen uns vor, im Juni 2010 den Süden Tansanias gemeinsam zu erkunden. Übersicht aller Teile des Reiseberichtes Tansania:- Flug nach Dar es Salaam – Reisebericht Tansania (1)
- Tarangire Nationalpark – Reisebericht Tansania (2)
- Serengeti Nationalpark – Reisebericht Tansania (3)
- Ngorongoro-Krater – Reisebericht Tansania (4)
- Lodges in Karatu – Reisebericht Tansania (5)


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