Zu viele Nullen: Kreditkarten in Simbabwe am Ende

von Marco Penzel

4 Kommentare

Marco

07.07.2008 um 13:50

Nachtrag zum Thema Banknoten: Giesecke & Devrient, München, hat hat am 1. Juli 2008 ankegkündigt, die Lieferung von Banknotenpapier an die Zentralbank von Simbabwe mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Das Unternehmen reagiere damit auf die entsprechende Forderung der Bundesregierung und internationale Sanktionsinitiativen seitens der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Unsere Entscheidung trägt der sich entgegen unserer Erwartung nicht verbessernden, sondern deutlich verschärfenden politischen Situation in Simbabwe Rechnung und berücksichtigt deren kritische Bewertung durch die internationale Staatengemeinschaft, die Bundesregierung und die allgemeine Öffentlichkeit“ erklärte Dr. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Giesecke & Devrient GmbH.

Marco

30.06.2008 um 07:54

Hallo Ulrich,

ja, es stimmt wirklich. Heute rechnet oanda.com folgenden Kurs aus:

Montag, 30. Juni, 2008

1 US Dollar = 10,965,000.000 Simbabwe-Dollar

1 Simbabwe-Dollar (ZWD) = 0.000 US Dollar (USD)

Interbank Kassakurs +/- 2%

This means:
Sie kaufen 1 US Dollar und bezahlen 10,965,000.000 Simbabwe-Dollar
Sie verkaufen 1 US Dollar und erhalten 10,231,200.000 Simbabwe-Dollar

Es sind also nun schon fast 11 Milliarden Zim-Dollar pro US-Dollar. Es ist nur noch ein theoretischer Wert für eine komplett wertlose Währung. Die Zim-Dollar-Scheine werden übrigens bei Giesecke & Devrient in Deutschland gedruckt.

Wir verfolgen gespannt die Entwicklung in Simbabwe. Hoffentlich zeigen die anderen afrikanischen Staatschefs heute in Ägypten Mugabe endlich mal die Grenzen auf. Gestern hat er sich ja nach seiner Ein-Mann-Stichwahl wieder als Präsident vereidigen lassen.

Ulrich Köhler

24.06.2008 um 11:23

Hallo miteinander,

stimmt das wirklich mit den Milliarden im Text? Als ich letztes Jahr im November in Simbabwe war, gab es noch eine MILLION Sim-Dollars für einen US-Dollar!

Marco Penzel

23.06.2008 um 19:28

Inzwischen haben einige Hotels in Victoria Falls eine Lösung des Problems gefunden. Gäste unterschreiben dort ein Formular zur Kreditkartenabbuchung, das dann nach Südafrika gefaxt wird. Dort wird dann die Zahlung wie gewohnt abgewickelt. Wir raten dennoch weiterhin zur Mitnahme von US-Dollar Bargeld in kleiner Stückelung.