Gedenken an Grzimek: Die Serengeti darf nicht sterben

von Marco Penzel

Frankfurt, 2. Februar 2007

Aus Anlaß des 20. Todestages von Professor Bernhard Grzimek findet vom 2. bis 4. März 2007 in der Akademie Biggesee (Sauerland) eine große Tagung zum Thema Die Serengeti darf nicht sterben statt. An der Tagung nehmen zahlreiche prominente Experten teil, von denen mehrere für diese Veranstaltung aus Tansania anreisen werden. Unter ihnen auch Dr. Markus Borner, der Nachfolger von Prof. Grzimek in der Serengeti. Veranstalter ist die Volkshochschule Ahlen in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der Deutsch-Tansanischen Freundschaftsgesellschaft und sechs weiteren Kooperationspartnern.

Ngorongoro-Krater
Gnus im Ngorongoro-Krater, fotografiert auf der Reise "Von der Serengeti nach Sansibar"

Die Serengeti stellt ein weltweit einmaliges Ökosystem dar. Hier beeindruckt nicht nur eine schier endlose Savanne oder die Vulkanwelt des Ngorongoro-Wildschutzgebietes, hier findet auch eine der letzten großen Tierwanderungen statt. Alljährlich unternehmen Hunderttausende von Gnus, Zebras und Antilopen ihren kreisförmigen Zug zwischen der Serengeti in Tansania und der Massai Mara in Kenia. Hier leben Löwen, Leoparden, Geparden, Giraffen, Elefanten, Büffel, Wildhunde, Hyänen und viele andere Tiere.Durch Überbevölkerung, Wilderei und andere menschliche Einflüsse ist dieses Paradies erneut akut gefährdet. Fachkundige Referenten, die überwiegend in Tansania leben und arbeiten, berichten in einer bunten Mischung aus Vorträgen, Diskussionen, Talkrunden und Filmbeispielen über die aktuelle Situation in den Nationalparks Nordtansanias und von den Anstrengungen, unter aktiver Einbindung der ansässigen Bevölkerung (Community Conservation) das Unesco-Weltnaturerbe auch für die kommenden Generationen zu sichern.

Serengeti darf nicht sterben ist der Titel des 1959 gedrehten Films, für den der populäre deutsche Zoologe und Filmemacher Bernhard Grzimek 1960 mit dem Oscar für den besten Dokuentarfilm ausgezeichnet wurde.

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