Sabi Sand Wildreservat

von Jens Döring

Das berühmte Sabi Sand Wildreservat zählt mit seinen 65000 Hektar Land zu den größten und ältesten privaten Wildreservaten in Südafrika. Das, was wir heute als Sabi Sand Game Reserve kennen, wurde 1950 gegründet und besteht aus vielen verschiedenen privaten Safari-Lodges. Zunächst bestand das Gebiet allerdings aus unterschiedlichen privaten Jagd-Farmen. Erst später widmete man sich dann den Fotosafaris. Die Nachkommen der einstigen Safari-Pioniere führen noch heute einige Lodges in der dritten und vierten Generation. Sabi Sand gehört zum Greater Kruger National Park und es gibt keine Zäune zum öffentlichen Krüger Nationalpark. So kann sich das Wild frei zwischen dem Nationalpark und Sabi Sand in diesem riesigen Schutzgebiet bewegen. Damit gehört Sabi Sand zu den wertvollsten Reservaten des Landes. Namhafte Lodge-Gruppen wie Sabi Sabi, Singita, MalaMala oder &Beyond betreiben hier prestigeträchtige Camps und Lodges, die in Sachen Exklusivität und Safari-Erlebnisse ihresgleichen suchen. Nashorn im Sabi Sand Wildreservat © Foto: Jens Döring | Outback Africa ErlebnisreisenDoch die Gründung des Schutzgebietes geht bis in das späte 19. Jahrhundert zurück, als Sabi noch zum Gebiet des heutigen Krüger Nationalparks gehörte. Als 1926 im Rahmen des National Parks Act of South Africa einige Landeigentümer aus dem öffentlichen Schutzgebiet ausgeschlossen wurden, formte man das Sabi Private Game Reserve, den Vorläufer für das spätere Sabi Sand Private Game Reserve. Im selben Jahr wurden auch zum ersten Mal Touristen im öffentlichen Krüger Nationalpark zugelassen. Der Grundstein für einen nachhaltigen Safari-Tourismus war gelegt.Als Folge der Maul- und Klauenseuche und anhaltenden Jagdaktivitäten auf dem angrenzenden Privatland, wurde beschlossen, einen Zaun zwischen dem Krügerpark und dem privaten Sabi Sand Game Reserve zu errichten. Gleichzeitig zäunte auch Sabi Sand sein Gebiet im Westen ein um zu verhindern, dass das Wild sich in dieser Richtung zerstreut und damit das Schutzgebiet verlässt. Erst 1993 gelang es nach langen und intensiven Diskussionen, den Zaun zwischen Sabi Sand und Krügerpark wieder abzubauen. Seitdem kann sich das Wild wieder fei bewegen und Sabi Sand gehört wieder offiziell zum Greater Kruger National Park. Das aktuell laufende „Peace Park Concept“ sieht als weitere Schritte vor, einige Wildschutzgebiete in Südafrika, Mosambik und eventuell sogar Simbabwe zu einem riesigen Park zu vereinigen. Sabi Sand hat sich zum Vorreiter des modernen Safari-Tourismus entwickelt und konzentriert sich auf die Überwachung und Erhaltung des Lebensraumes und der Tierdichte. Dazu zählt auch die Lebensader des Reservates, der Sand River. Die zunehmende Wilderei stellt dabei das größte Problem dar.Die von mir besuchten Camps und Lodges:

Sabi Sabi Lodges:

Singita Lodges:

&Beyond Lodges:

 

Selati Railway Line

Als im späten 19. Jahrhundert der Goldrausch in den nahen nördlichen Drakensbergen rund um Pilgrim’s Rest ausbrach, musste ein Transportmittel geschaffen werden, dass das wertvolle Gold aus den Bergen an die Küste transportiert. Das war die Geburtsstunde der Selati Railway Line. Überbleibsel wie Bahndämme und sogar einen Schienenabschnitte sind heute noch im Sabi Sand Wildreservat zu finden. Denn in den 1920er Jahren war es sehr populär, Wildbeobachtungen vom Eisenbahnwaggon aus zu erleben. Gleichzeitig wurde den Reisenden bewusst, wie kostbar und schön diese Region und ihre Tiere sind. Die Savanna Lodge zum Beispiel ist stolzer Eigentümer eines solchen Waggons, der zu einem Speiseraum umgebaut wurde und für manche Überraschung sorgt, wenn die Gäste der Lodge nach Ihrer Nachmittagspirschfahrt plötzlich vor dem hell erleuchteten Speisewaggon mitten im afrikanischen Busch stehen. Diese Attraktion wird in unregelmäßigen Abständen während der Wintermonate veranstaltet. Das Selati Camp der Sabi Sabi Gruppe hat sich hingegen voll und ganz dem Thema Eisenbahn verschrieben und dekoriert das Camp mit verschiedenen Artefakten rund um die historische Selati-Linie.

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