Sabi Sand Wildreservat - Notten’s Bush Camp und Savanna Private Game Lodge

von Jens Döring

Notten’s Bush CampDas familiengeführte Notten’s Bush Camp liegt im südwestlichen Teil des Sabi Sand Wildreservates. In meinen Augen gelingt es der Familie Notten, den Crossover zwischen gehobenem Komfort und dem Charakter eines klassischen Buschcamps zu erschaffen. In einem klassischen Buschcamp gibt es keinen Strom. Licht wird vor allem durch Kerzen und Laternen produziert, was abends für eine natürliche und romantische Stimmung sorgt. Ein Buschcamp ist zudem meist rustikal ausgestattet. In Notten’s legt man ebenfalls Wert darauf, so wenig wie möglich künstliches Licht einzusetzen. Allerdings verbindet man diese Atmosphäre gelungen mit einer hochwertigen und eleganten Ausstattung. So sind die acht großen Suiten zwar mit einem schlichten Beton- und teilweise Fliesenfußboden samt Teppichen versehen, darauf stehen aber wiederum hochwertige Möbel. Auch die komplett ausgestatten Bäder mit Badewanne, separater Dusche (einige Suiten haben auch eine Außendusche) und Doppelwaschbecken lassen keine Wünsche offen. Zwei größere Familienzimmer verfügen zudem über zwei getrennte Schlaf- und Badezimmer. Da es in den Zimmern keine „anzapfbare“ Elektrizität gibt, können Akkus für Kameras und Handys an der Rezeption geladen werden. Zum Hauptbereich zählen eine Lounge, eine Bar, eine Terrasse mit Blick auf ein Wasserloch, eine Boma, ein Swimmingpool und eine Aussichtsplattform, von der aus sich eine große, offene Grasfläche samt dem Wasserloch überblicken lassen. Es werden auch Massagen im hauseigenen Spa angeboten. Das Abendessen wird entweder am Lagerfeuer unter freiem Himmel in der Boma serviert oder bei schlechterem Wetter im Speisezimmer. Ein gut sortierter Weinkeller lässt zudem keine Wünsche offen und rundet die schmackhaften Mahlzeiten gelungen ab. Zu den angebotenen Aktivitäten gehören täglich zwei Pirschfahrten und eine Buschwanderung. Die hohe Wiederholungsbucher-Rate spricht dafür, dass die Gäste sich hier besonders gut aufgehoben fühlen und den Charakter und Service der Lodge zu schätzen wissen.

Notten's Bush Camp, Außengelände © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Poolbereich © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, offene Lounge © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Lounge © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Chalet © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Zimmer © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Aussicht © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Badezimmer © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Notten's Bush Camp, Badewanne mit Aussicht © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Was mir am Notten’s Bush Camp besonders gefällt:Das von der Eigentümerfamilie seit 25 Jahren geführte Camp versprüht ein sehr persönliches Flair, in dem an sich auf Anhieb wohl fühlt. Das Erleuchten des Camps nur mit Kerzen- und Laternenlicht sorgt für ein authentisches Out-of-Africa-Gefühl. Was mir nicht so gefällt:Die fehlende Elektrizität in den Suiten könnte nicht jedem Gast gefallen. Sie trägt aber wesentlich dazu bei, dass das Gefühl, sich inmitten des afrikanischen Busches zu befinden, eindrucksvoll kreiert wird.

Savanna Private Game Lodge

Vom Newington Gate des westlichen Sabi Sand Wildreservates kommend, befindet sich die Zufahrt zur 5 Sterne Savanna Private Game Lodge nach nur wenigen Minuten auf der linken Seite. Schon auf der Fahrt hierher stelle ich fest, dass die Landschaft im westlichen Teil des Sabi Sand Wildresevates deutlich offener ist und der afrikanische Busch nicht ganz so dominant ist. In der Savanna Lodge angekommen, bin ich vom ersten Eindruck, den ich von der familiengeführten Unterkunft gewinne, sehr sehr positiv überrascht. Im offen gestalteten und gemütlichen Hauptbereich befinden sich Souvenirladen, Bar, Speisebereich, Lounge mit Kamin, Bibliothek und ein Aussichtsdeck. Von hier aus hat man einen guten Blick auf das beleuchtete Wasserloch. Aus dem wohl sortierten Weinkeller wird zum Abendessen zu jedem Gang ein anderer Wein gereicht. Im Fitnessraum kann man sich dann die angegessenen Pfunde schnell wieder abtrainieren. Insgesamt stehen vier Luxury Suiten, drei Executive Suiten und eine Savanna Suite zur Verfügung. Alle sind ruhig und äußerst privat gelegen. Die soliden Mauern werden durch einen Stoffbaldachin überspannt. Das ermöglicht es, zwar in einer festen Unterkunft zu wohnen aber dennoch die Geräusche des Buschs hören zu können. Fast kommt man sich vor wie in einem Beduinenzelt. Bereits die klimatisierten Luxury Suiten sind voll ausgestattet und sehr ansprechend eingerichtet. Das Badezimmer glänzt mit freistehender Wanne, Doppelwaschbecken, Innen- und Außendusche sowie eine große Terrasse mit davorliegendem, kleinem Garten. Die drei Executive-Suiten sind etwas größer und verfügen jeweils über einen privaten Pool und ein eigenes Wasserloch. So lassen sich auf der Terrasse bereits Tiere aus nächster Nähe beobachten. Vor allem in der Trockenzeit kommen auch auf Grund der Lage zum unweiten Sand River etliche Elefanten ganz nah an das Camp heran. Die mit einem Strohdach eingedeckte Savanna Suite als private Villa verfügt zudem über ein zweites Schlafzimmer und dient als etwas abgelegene Familien-Suite. Hier werden auch ein spezielles Kinder-Programm, private Mahlzeiten und ein eigenes Pirschfahrzeug samt Ranger angeboten. Zu den Aktivitäten der Savanna Lodge gehören Morgen- und Nachmittagspirschfahrten, Buschwanderungen sowie kulturelle Ausflüge zu einem nahen Einheimischen-Dorf. Für spezielle Anlässe werden die Mahlzeiten auch im Garten oder im Zimmer serviert. Das Abendessen findet so oft es geht in der Boma mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch statt. Wenn 5-Sterne-Luxus gewünscht wird, dann würde ich interessierte Kunden hier in der Savanna Lodge einbuchen, anstatt beispielsweise in den oft großen Lodges der Sabi Sabi Gruppe. Zum Abschied erhalte ich von der Eigentümerin ein „Game Drive Pack“ mit Dachmütze, Insektenschutzmittel, Sonnencreme, Feuchtigkeitsspray, Desinfektionsmittel und einen hausgemachten Fudge (karamellähnliche Süßigkeit aus Butter, Zucker und Milch).

Savanne Private Game Lodge, Außenansicht © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, offene Lounge © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Speiseraum © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Poolbereich © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Suite von außen © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge,Luxury Suite © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Badezimmer © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Executive Suite © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Savanne Private Game Lodge, Lounge © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Was mir besonders an der Savanna Lodge gefällt:Die Zimmer sind sehr schön gestaltet mit festen Mauern und von einem Stoffbaldachin überspannt. Das gibt einem das Gefühl, zwar in einer festen Unterkunft zu sein aber dennoch die Geräusche des Buschs hören zu können.Was mir nicht so gefällt:Da das eigene Konzessionsgebiet zu klein ist, finden die Pirschfahrten auch auf anderen Gebieten der umliegenden Safari-Lodges statt (Ulusaba, Inyati, Idube, &Beyond Exeter River & Leadwood Lodge sowie Dulini). Daher könnte es etwas mehr Verkehr geben. Eine Abmachung regelt aber, dass sich nie mehr als drei Fahrzeuge an einer Tiersichtung aufhalten dürfen. Damit ist man dann wieder auf dem Niveau, wie es allgemein im Sabi Sand Wildreservat üblich ist.

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