Luxus der Weite in Namibia: Flugsafari an der Skelettküste

von Marco Penzel

Der Anwalt Louw Schoeman lernte die einsame Skelettküste vor Jahrzehnten kennen, weil Mandanten hier mit den Erkundungsarbeiten für den Bau eines Hafens zu tun hatten. Dieses Projekt erwies sich zum Glück als nicht realisierbar. Doch Louw hatte die Skelettküste lieben gelernt. Er überlegte, wie diese einmalige, sensible Landschaft bewahrt werden kann und war maßgeblich an der Gründung des Skelettküsten-Parks 1971 beteiligt. Die Schoeman-Kinder spielten zwischen alten Schiffswracks und entdeckten die Naturwunder der Gegend. Als ihr Vater 1977 mit dem Unternehmen Skeleton Coast Safaris begann, begleiteten sie häufig seine Safarigruppen. Sie lernten, die Allrad-Fahrzeuge durch den tiefen Dünensand zu steuern und übten sich darin, Besuchern die Wunder der Wüste nahezubringen. Inzwischen sind die Schoemann-Kinder in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und haben die Leitung von Skeleton Coast Safaris übernommen. Sie ermöglichen ihren Gästen, eine der entlegensten Regionen des südlichen Afrikas auf bequeme Weise mit dem Flugzeug zu erreichen und die wilden Landschaften zwischen Skelettküste und Kaokoveld aus der Luft, per Allradwagen und zu Fuß zu erkunden.Im Land Rover durch das Dünenmeer an der SkelettküsteHöchstens acht Personen können an einer Safari teilnehmen. Das verspricht ein exklusives Reiseerlebnis, zumal kaum andere Besucher in diese Gegend vorstoßen. Die Gäste wohnen in privaten, voll eingerichteten Zeltlagern. Jede Nacht verbringen sie in einem anderen schön gelegenen Camp. Zu den bequemen Iglu-Zelten gehört eine Buschdusche und eine chemische Toilette, so daß man nachts das Zelt nicht verlassen muß. In einem extra Gebäude stehen auch Spültoiletten zur Verfügung. Bettwäsche, Lampen, Taschenlampen, Spiegel, Handtücher und Seife werden bereitgestellt. Zu den schmackhaften Mahlzeiten gibt es frisches Obst und Salate sowie Wasser, Fruchtsäfte, Bier, Wein und eine große Auswahl anderer alkoholischer Getränke.Diese Exklusivität hat ihren Preis: Eine viertägige Tour im Kleinflugzeug ab/bis Windhoek oder Swakopmund entlang der Skelettküste ins Kaokoveld und zu den Ovahimba-Nomaden am Kunene kostet ab 3290 Euro pro Person. Dafür verwirklicht sich ein Traum für Menschen, die unberührte Natur, Einsamkeit und den Luxus der Weite zu schätzen wissen.

ein Kommentar

Afrika-Fan

31.01.2007 um 12:50

Geniales Bild, klasse! Ein Abstecher ins Diamanten-Sperrgebiet zu selbst Schürfen wäre auch mal ne Maßnahme

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