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Unterwegs im Savutigebiet (16/22)
Weiter geht es zur Brücke am Khwai, die aber nichts mit dem gleichnamigen Roman und dem darauf basierten Spielfilm zu tun hat. Die Roman/Film-Brücke überquert den Fluss Khwae Yai in Thailand. Unsere Brücke überquert nur einen kleinen Fluss auf dem Weg zum nächsten Camp.Wir befinden uns nun im Savutigebiet, dem westlichsten Rand des Chobe Nationalparks. Der Savuti Channel, der das Gebiet durchzieht, war in den letzten 30 Jahren ausgetrocknet. Erst seit 2010 strömt wieder Wasser durch den Kanal und bildet die Lebensgrundlage für Pflanzen und Tiere. Es wird vermutet, dass tektonische Plattenverschiebungen dazu geführt haben, dass wieder aus Angola kommendes Wasser vom Linyantifluss in den Kanal einfließen kann. Savuti gilt, wie auch der angrenzende Chobe Nationalpark und das ebenfalls angrenzende Moremi Game Reserve Reservat, als eins der besten Wildbeobachtungsgebiete im südlichen Afrika.Das wollen wir natürlich selbst erkunden und fahren durch das Mababe Tor hinein in die verschiedenen Landschaften und Herbstwälder des Parks. In der Nähe der Savutiberge, die in der flachen Parklandschaft von weitem zu erblicken sind, liegt unser Zeltplatz. Auch hier sind wir wieder die einzige Gruppe, die diesen ausgeschriebenen Campingplatz nutzt. Es ist Mittagszeit.Wir errichten unsere Zelte und Lawrence ruft zum Mittagessen. Während wir noch von den tollen Tierbeobachtungen in Moremi am Morgen schwärmen, stapft auf leisen Sohlen ein Elefant mitten durch unser Lager. Elefanten auf Pirschfahrt zu sehen ist schon toll, aber so nahe vor einem im Camp ist gigantisch. Zum Glück ist der Elefant nicht auf Krawall gebürstet (und ich habe auch kein rotes T-Shirt an). So zieht er friedlich seiner Wege und wir bleiben staunend zurück. Auf unserer Nachmittagspirsch sehen wir weitere Elefanten, eine Herde mit Babys, eins niedlicher als das andere.Wahre Wildnis erkennt man aber auch an den Kadavern, die von anderen Tieren gefressen werden. Auch auf unserer Pirschfahrt erblicken wir eine Herde Wildhunde, die sich über einen toten Elefanten hermacht. Kein schöner Anblick, aber so ist der Kreislauf der Natur. Die Momente, in denen wir auf Pirschfahrt sind und Elefanten mit ihren Kälbern begegnen, zählen für mich zu den schönsten. Nicht ohne Grund heißt die Reise „Straße der Elefanten“. In jedem der Parkabschnitte begegnen wir ihnen, den großen und imposanten Dickhäutern.

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