Botswana schafft Jagd auf wilde Tiere ab

von Marco Penzel

In Botswana soll es ab 2014 keine kommerzielle Jagd mehr geben. "Das Erschießen von wilden Tieren wegen der Trophäen ist nicht mehr länger zu vereinbaren mit unserer Verpflichtung, die heimische Natur zu bewahren." So wird der Umweltminister des Landes vom britischen Fernsehsender BBC zitiert. Bereits jetzt stehen große Teile Botswanas unter Naturschutz. Foto-Safaris, für die relativ strenge Auflagen gelten, sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Einige Gebiete, etwa im nördlichen Okavango-Delta, sind bislang für Jagd-Safaris reserviert. Einer der berühmtesten Gäste in jüngster Zeit war Spaniens König Juan Carlos, der sich wegen seines teuren Jagd-Urlaubs zu Hause heftige Kritik anhören musste. Die bisherigen Jagdgebiete sollen nach den Plänen der Regierung künftig ebenfalls für Safaris genutzt werden, bei denen die Gäste nur noch mit dem Auslöser der Kamera abdrücken. In Nachbarländern wie Namibia oder Südafrika gibt es eine ganze Reihe von kommerziellen Jagd-Farmen. Deren Befürworter argumentieren, dass die Jagd - jedenfalls wenn sie behutsam betrieben wird - durchaus zum Naturschutz beitragen kann. Ein viel größeres Problem ist vielerorts im südlichen und östlichen Afrika die Wilderei. Dagegen geht Botswana ebenfalls vor. So wird in den Grenzgebieten, etwa am Chobe, auch das Militär eingesetzt um Wilderer zu verfolgen

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