Svenja gründete 2001 Outback Africa Erlebnisreisen, nachdem sie mehrere Jahre in Südafrika gelebt, ein Safariunternehmen mit aufgebaut und Campingtouren durch die Länder des südlichen Afrika begleitet hatte. Svenja ist Geschäftsführerin und Safari-Beraterin insbesondere für Privatreisen und Flugsafaris. Zu ihren Lieblingszielen gehören Malawi, Kenia und Tansania.
28. Oktober 2011Die lange Heimreise beginnt. Wir schlafen heute zum ersten und einzigen Mal aus. Es hat aufgehört zu regnen, vielleicht reißt die Bewölkung ja noch auf, es wird sicherlich ein schönerer Tag. Nach dem Frühstück fahren wir die kurze und sehr matschige Strecke zum Kogatende Airstrip. Dort stehen schon zwei Maschinen bereit. Eine davon, Regional Air, nimmt die drei Damen aus unserer Gruppe mit, die weiter nach Sansibar fliegen. Eine neu eintreffende Maschine von TFC (Tanganyika Flying Company) ist für uns übrigen. Der Abschied von Louise, Kimi und Fi fällt schwer. Irgendwie haben wir auf dieser intensiven und lehrreichen Tour doch gut zueinander gefunden. Kimi mit ihrer fröhlichen Art wird mir fehlen. Sie hat zwar das Laute und Überschwängliche einer jungen Amerikanerin, aber auch einen umwerfenden Humor und eine Herzlichkeit, die alle mitreißt. Ohne sie hätte dieser Tour etwas gefehlt.
Der junge Pilot sieht ziemlich japanisch aus und begrüßt uns freundlich. Jeder bekommt noch eine kleine Flasche Mineralwasser. E-Tickets sind für diese "Scheduled Charters" nicht erforderlich, der Pilot hakt unsere Namen einfach auf seiner Liste ab. Nachdem unsere Taschen in den Ladeluken verstaut sind, klettern wir in die Maschine hinein. Es ist eine Grand Caravan, der übliche auf diesen Strecken genutzte Flugzeugtyp. Die 12 Sitze sind fast alle belegt, mit uns fliegen Gäste von Nomad, Lemala und &Beyond. Letztere betreiben das mobile Zeltcamp "Serengeti under Canvas". Auf dem Weg zum Kilimanjaro Airport hat unser Flug noch zwei Zwischenlandungen, eine am Manyara Airstrip und eine in Arusha, wo jeweils Passagiere aussteigen und neue zusteigen. Ein großer und sehr dicker Amerikaner mit seiner fast ebenso dicken Frau will partout vorne sitzen und quetscht sich mühsam an allen anderen vorbei. Stehen kann man in dieser Maschine nicht. Insgesamt sind wir gut zwei Stunden unterwegs. Beeindruckend ist vor allem der Flug in niedriger Höhe über die Serengeti, bei dem man sogar die Gnu-Herden ausmachen kann, lauter kleine Punkte, die sich in eine Richtung bewegen - immer nach Süden. Die endlose Weite dieses Nationalparks kann man aus der Luft erst richtig ermessen, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie unglaublich lang der Weg noch ist, den die Gnus in den nächsten Wochen auf dem Weg nach Ndutu zurücklegen. Als wir den Ngorongoro-Krater überfliegen, ist es ziemlich wolkig, dennoch sind der Kraterrand und der weiße Fleck am Grund des Kraters, der Lake Magadi, gut auszumachen. Zwischen Karatu und Arusha ist die Landschaft noch genauso trocken und staubig wie bei unserem Start, große Flächen sind erodiert, hier wächst fast nichts - wovon die Massai und ihre Herden leben, weiß ich nicht. Arusha zeigt sich sehr grün, die Jakarandas blühen immer noch und bilden lauter lila Tupfer. Der letzte Abschnitt zum Kilimanjaro Airport dauert gerade einmal 12 Minuten. Hier verabschiede ich mich auch von George und Elisabeth, die nun nach Hause fliegen.Als meine Maschine der Ethiopian Airlines sich vier Stunden später in die Luft erhebt, scheint die Spätnachmittagssonne durch die Wolken. Kurz bevor wir die Flughöhe erreichen, schaut der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaro in wunderbarem Licht aus den Wolken heraus und zieht langsam an uns vorbei. Ein schöner Abschied von Tansania.Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.
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