Familienzuwachs bei Outback Africa: Yannik Maxime ist da!

von Jens Döring

Etwa vier Wochen zu zeitig, aber dennoch wohlauf kam er nach einer schwierigen und langwierigen Geburt mit 2.650 g und 48 cm Körperlänge zur Welt. Vom ersten Moment bis zur letzten Sekunde dabei gewesen, weiß ich nun sehr zu schätzen, was die Frauen bei diesem "Naturereignis Geburt" tatsächlich auszustehen haben. Respekt, ich hätte nicht mit meiner Freundin tauschen wollen. Zumindest aber haben meine Hände und Finger gelitten. Wenn ich mich anstrenge, kann ich heute noch ein paar Abdrücke von Katjas Fingernägeln sehen.Nachdem wir einige Tage zusammen in einem Familienzimmer im Vogtlandklinikum Plauen verbrachten, durften wir am 6. Juli endlich unser kleines Familiennest in unserer Wohnung beziehen.Nach anfänglichen Stillschwierigkeiten, die sich bis heute noch nicht ganz gelegt haben, hält uns der kleine Yannik ganz schön auf Trab. Trotzdem kann man ihm die ständig vollen Windeln und das mehrfache allnächtliche Wecken irgendwie nicht übel nehmen. Genau so wenig, dass er uns recht regelmäßig beim Wickeln demonstriert, dass sein Apparat rund ums Wasserlassen ausgezeichnet funktioniert. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass er damit schon recht gut zielen kann. Warum müssen Babys ausgerechnet dann pinkeln, wenn die Windel unten ist??? Aber spätestens wenn er einen mit seinen großen Augen ganz verständnislos und treuherzig anschaut, ist aller Ärger und Frust vergessen. Ich muss mich schon oft zusammenreißen, ihn nicht zu doll zu knuddeln… Trotzdem bekommt er allabendlich seine Kuscheleinheit auf Papas Bauch.Allerdings führt der Schlafentzug auch zu gereizter Stimmung zwischen Mama und Papa. Die Nerven liegen hin und wieder blank. Das sind dann, passend zum Wetter in den letzten Wochen, kurze und heftige Gewitterschauer, nach denen sich der Himmel aber recht schnell wieder aufhellt. Aber das macht wohl jedes frisch gebackene Elternpaar durch. Spätestens nach der ersten durchgeschlafenen Nacht wird sich das wohl ändern, glaubt man einschlägigen Internet-Foren und Erfahrungsberichten anderer Eltern. Foren und Erfahrungsaustausch sind im Moment ganz beliebt, nehmen sie einem doch ein wenig die Angst, mit seinen Problemen allein da zu stehen.Ich hatte das Privileg, mir spontan 2 ½ Wochen Urlaub nehmen zu dürfen, um bei meinen Lieben Zuhause sein zu können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön nochmal für die Flexibilität und das Entgegenkommen meiner Kollegen Svenja, Ulrike, Angelika, Marco und René.Seit 20. Juli bin ich also wieder im Dienst. Und genau seit dieser Woche hat Yannik einen Wachstumsschub, der ihn in der Nacht nun nicht alle drei sondern alle zwei Stunden nach frischer Muttermilch schreien lässt. Selbst Ohrstöpsel helfen dann in diesem Fall nicht mehr. Seither gehe ich also mit Augenschmuck, auch Augenringe genannt, ins Büro. Aber was soll’s, es werden bessere Zeiten kommen. Jetzt werden die Mütter wieder verständnislos und arglistig denken: 'Ach der arme Mann, der hat ja sooo viel auszustehen!'. Okay, okay. Ich muß ja nicht die Brust geben und kann liegen bleiben und habe auch sonst keine körperlichen Beschwerden. Aber auf Dauer nervt es schon irgendwie, dass einen jeder fragt, wie es Frau und Kind geht, aber nie nach mir… Dafür sagen dann aber auch alle, dass der Spross wie ein „kleiner Döring“ ausschaut, was Katja wiederum sehr ärgert. So bekommt also letzten Endes jeder ein Stück vom Aufmerksamkeits-Kuchen ab.Unseren Malteser-Bologneser-Hund Bacardi haben wir derzeit bei der Oma deponiert, bis wir uns ein wenig besser eingespielt haben. Das wird auch noch einmal spannend zu sehen, wie er mit seinem neuen kleinen Brüderchen umgeht.Sollte es also weitere Neuigkeiten rund ums neue Familienglück geben, werde ich mich an dieser Stelle wieder melden.Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und erholsame Nächte!Liebe GrüßeJens Döring

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