Soweto: Nelson Mandelas Häuschen wird renoviert

von Marco Penzel

Nelson Mandelas früheres Wohnhaus in Soweto wird renoviert. Das Museum ist deshalb bis voraussichtlich Oktober 2008 geschlossen. Das kleine Häuschen im einstigen Homeland Soweto (South West Township), in dem die Familie Mandelas mehr als 30 Jahre lebte, wurde 1999 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt und ist seither Ziel Tausender Touristen. Das Haus wird vom Soweto Heritage Trust verwaltet. Dessen Vertreter Marius van Blerck kündigt umfassende Reparaturen an. Außerdem sollen die Einrichtungen für die Besucher ausgebaut werden. Eine neu gestaltete Ausstellung soll künftig die Geschichte des Hauses und der Menschen, die damit verbunden sind, zeigen. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es noch nicht.

Nelson Mandelas einstiges Wohnhaus in SowetoDas ehemalige Wohnhaus der Familie Mandela im Johannesburger Vorort Soweto ist heute eine nationale Gedenkstätte.  © Foto: Marco Penzel

Der Anwalt Nelson Mandela lebte in dem kleinen Häuschen bevor er 1964 wegen Planung eines bewaffneten Kampfes gegen das Apardheidsregime zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Erst 1990 kam Mandela frei. 1993 erhielt er zusammen mit dem letzten weißen Präsidenten Südafrikas, Frederik de Klerk, den Friedensnobelpreis. 1994 wurde Mandela schließlich zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Längst ist er in eine bessere Wohngegend gezogen. Seine frühere Ehefrau Winnie hat heute noch ein Haus in Soweto – eine streng bewachte, großzügige Villa.

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