Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Botswana

Ulrike, 07.05.2011| Die Nacht war wieder kurz und vom Löwengebrüll unterbrochen. Und nun heißt es schon wieder Abschied nehmen von der Kalahari. Es ist wie immer recht frisch, als wir zum Airstrip fahren. Gegen 8 Uhr treten wir unseren ersten Flug von dreien an diesem Tag an. In den Morgenstunden gibt es noch nicht so viele Turbulenzen, und so kann ich den Flug in vollen Zügen ohne „Schlaglöcher“ genießen. In Maun treffen wir Andrea. Sie arbeitet für einen unserer Partner und wir freuen uns sehr, dass wir zu den vielen netten E-Mails auch einmal ein Gesicht zuordnen können. Leider bleibt nicht viel Zeit zum Reden, denn unser nächster Flug mit der Air Botswana startet schon in wenigen Minuten.

Air Botswana © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Flug nach Durban in einer kleinen Propellermaschine

Ich freue mich schon auf das Menü, werde aber herb enttäuscht. Es gibt nur ein Tütchen Studentenfutter, ein Tütchen Biltong und ein Tütchen Trockenfrüchte. Wirklich satt macht das nicht. In Johannesburg können wir entspannt umsteigen, denn heute landet die Air Botswana ausnahmsweise einmal pünktlich. Uns bleiben fast drei volle Stunden zum Essen, Shoppen und neu Einchecken für unseren dritten Flug. Erschöpft und ein bisschen ausgeleiert kommen wir am späten Nachmittag in Durban an. Gleich am Flughafen kann man sich als Besucher der INDABA, der größten Reisemesse in Afrika, registrieren lassen. Danach wartet schon der Shuttlebus auf uns. Wir nächtigen standesgemäß im Hilton direkt neben der Messe. Ich bin schon sehr auf morgen gespannt.

Indaba Logo


Svenja, 08.05.-09.05.2011 | Diese beiden Tage sind nicht wirklich erzählenswert. Sie sind aber eigentlich der Dreh- und Angelpunkt dieser Tour, denn um die Messetage herum planen wir ja alljährlich eine Reise. Wir treffen also zwischen 9 und 18 Uhr in halbstündlichem Rhythmus unsere afrikanischen Partner, die an ihren Ständen in drei verschiedenen Hallen ausstellen. Mit den Wegen zwischen den Ständen und den üblichen Verzögerungen sind es netto meist nur 20 Minuten pro Gespräch. Das ist kurz und heftig, aber man hat sich mal wieder gesehen (beziehungsweise sieht sich endlich mal in Fleisch und Blut) und auf den neusten Stand gebracht. Am Abend ist man heiser, erschöpft und kann nicht mehr stehen. Und dann geht es noch weiter: Einladung hier, Häppchen dort, Lesotho gibt Bier aus, Simbabwe Wein, Südafrika bittet geladene Gäste (auch uns) zu einem Empfang, vor lauter Lärm kann man aber kaum reden und eng ist es auch. Smalltalk ist eh nicht so mein Ding. Irgendwann liegt man komatös im Bett. Das Hilton Durban ist jedenfalls eine gute Wahl für die Messe. Komfortables Zimmer, schönes Bad, super Frühstück, toller Service, ideale Lage. Wir blicken aufs Meer und auf das neue Stadion.

Alle Teile des Reiseberichtes in der Übersicht:

Unser Flug dauert diesmal nur 15 Minuten. Wir fliegen über den nördlichen Teil der Zentralkalahari hinweg zum Tau Pan Camp, das zu Kwando Safaris gehört und erst vor zwei Jahren eröffnet wurde. Es war damals die erste feste Lodge innerhalb des Reservats. Wir werden gleich mit zwei Wagen abgeholt, da mit uns weitere Gäste des Camps eingeflogen sind, und die Kwando-Fahrzeuge sind nur für maximal sechs Gäste ausgelegt. Anders als in den anderen Kwando-Camps weiter nördlich in Botswana haben die Wagen hier Schattendächer. Das ist bei der sengenden Sonne, vor allem in der heißen Zeit von Oktober bis April, durchaus sinnvoll. Wir merken auch gleich den Unterschied der Landschaft im Vergleich zur Deception Valley Lodge: Hier wachsen deutlich weniger Büsche und Bäume, es gibt viel mehr offene Graslandschaften. Jetzt steht das hellgelbe, weiche Buschmanngras noch hoch und die Akazien sind dunkelgrün, aber mit fortschreitender Trockenzeit wird die Landschaft immer wüstenhafter. Der Transfer zum Camp ist kurz, es geht über holperige Wege eine Anhöhe hinauf. Oben auf der Kuppe stehen die gemauerten, strohgedeckten Häuser – Welcome to Tau Pan Camp!


Tau Pan Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisrei

Chalet

Tau Pan Camp  © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Schlafzimmer

Tau Pan Camp  © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Ausblick von der Terrasse in die Kalahari


Das Tau Pan Camp innerhalb des Kalahari Game Reserves

Man betritt die Hütte von der Rückseite, und das „Wow!“ kommt erst, wenn man zur anderen Seite gelangt. Dort öffnet sich der Blick zur Tau Pan hin – einer riesigen grasbewachsenen Senke, umgeben von der typischen Kalaharilandschaft mit vereinzelten Büschen und Bäumen. Das alles von oben zu sehen und in die Weite zu schauen, ist grandios. Die Lage des Camps ist herrlich, und durch große Holzterrassen sowohl am Hauptgebäude als auch an den einzelnen Zimmern kann auch jeder Gast diesen Blick voll auskosten. Es gibt insgesamt acht gemauerte Häuser mit Strohdach für bis zu 16 Gäste. Heute sind es 13, also ist das Camp gut gebucht. Die Häuser stehen hier relativ nahe beieinander. Sie sind sehr geräumig, haben auf der Rückseite viele mit Moskitonetz versehene kleine Fenster und zur Terrasse hin große Schiebetüren. Da es keine Malaria und keine gefährlichen Mücken gibt, benötigt man hier kein Moskitonetz über dem Bett.
Um 15.30 Uhr treffen sich alle Gäste zum „High Tea“ auf der Terrasse des Hauptgebäudes. Hier steht sogar ein Teleskop zur kostenlosen Benutzung. Es gibt Bobotie in Blätterteig und Möhrentorte, dazu Tee und Kaffee. Um 16 Uhr startet dann die Pirschfahrt. Außer dem Guide, der am Steuer sitzt, fährt noch ein Buschmann-Tracker mit. Anders als in der Deception Valley Lodge sind hier aufgrund der strengen Regeln der Nationalparkbehörde keine Nachtfahrten gestattet, man darf nicht offroad fahren und auch nicht durch den Busch wandern, außer in einem engen Radius um die Lodge herum. Wir müssen spätestens um halb sieben wieder in der Lodge sein. Wir fahren an diesem Nachmittag einmal um die riesige Tau Pan herum. „Tau“ bedeutet in Setswana „Löwe“, und tatsächlich leben hier mehrere Löwen, die die anderen Gäste auch schon gesehen haben, sogar mit Jungtieren. Uns zeigen sie sich heute Nachmittag nicht, dafür sehen wir die typischen Kalahari-Bewohner wie Springböcke und Oryx-Antilopen in großen Herden, Gnus, Strauße, Schakale und wunderschöne Vögel wie die Gabelracke (Lilac-breasted Roller) und den Rotbauchwürger (Crimson-breasted Shrike).

Als die Sonne schon tief steht, findet unser Guide eine schöne Stelle am Rand der Pfanne, stellt den Motor ab, deckt einen kleinen Tisch mit Snacks und Getränken, und so zelebrieren wir unseren letzten Sonnenuntergang in Botswana. Vor der Kulisse der weiten Pfanne ein schöner Moment, doch noch schöner wird die Stimmung erst später, als der Himmel nur noch rot leuchtet und sich die Bäume davor schwarz abzeichnen. Darüber erscheint ein schmaler Mond.

Tau Pan Camp  © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Sundowner am Rand der Tau Pan

Ulrike | Viel zu schnell verschwindet die Sonne an unserem letzten wirklich afrikanischen Abend. Wir fahren zurück zur Lodge und haben dort ein paar Minuten Zeit zum Verschnaufen. Dann werden wir vom Zimmer abgeholt mit dem Hinweis, unseren Fotoapparat nicht zu vergessen, falls es eine Überraschung gibt. Mit Überraschung meinte unser Escort-Mann die Gesangs- und Tanzeinlage des gesamten Personals. Vier Lieder werden gesungen und getanzt, und ich singe leise „Beautiful Africa…“ vor mich hin. Das müssen die Sänger wohl gehört haben, denn tatsächlich stimmen sie auch dieses Lied an, das ich schon vor einiger Zeit im Pom Pom Camp gehört habe und auch im Lebala Camp. Beim letzten Lied nimmt sich jeder der Angestellten einen Gast an die Hand. Beschwingt werden wir zum Tisch „gesungen“.
Das Abendessen kann sich auch hier sehen lassen, das Kudu-Steak von der Deception Valley Lodge wird aber nicht übertroffen. Als wir ins Zimmer kommen, finden wir endlich zwei getrennte Bettdecken vor. Ursprünglich gab es nämlich nur eine riesengroße. Ich hätte ja gern ein wenig mit Svenja gekuschelt, aber am Ende war es doch angenehmer, dass wir uns separat bedecken können.

Alle Teile des Reiseberichtes in der Übersicht:

Unser Flug von Khwai zur Deception Valley Lodge startet um 12 Uhr. Ohne Steckenbleiben erreichen wir den Khwai-Airstrip, und pünktlich heben wir mit einer sehr kleinen Maschine von Mack Air ab. Diesmal passen unsere Taschen fast nicht in die Ladeluke, so dass unser Pilot es vorzieht, sie auf den hintersten Sitz im Flugzeug zu verfrachten. Neben mir sitzt ein SEHR dicker Schwarzer, der den ganzen Flug verschläft und sich hinterher beim Piloten für den ruhigen Flug bedankt. Zu sehen gibt es diesmal nicht so viel aus der Luft, denn wir fliegen größtenteils über endlose offene Steppe. Wie weit, flach und dünn besiedelt Botswana ist, wird einem dabei so richtig bewusst. Nach einer guten Flugstunde landen wir sicher auf dem Airstrip der Deception Valley Lodge. Sie liegt direkt nördlich des Zentralkalahari-Wildschutzgebiets, jenseits des langen Zaunes, der das Reservat nach Norden begrenzt. Hier gibt es viel, viel Platz. Der Weg vom Airstrip zur Lodge ist kurz, die sandigen Wege sind eben. Wir erfahren, dass es bis vor wenigen Wochen sogar hier noch geregnet hat. Wir sind am Ende einer außergewöhnlich langen und starken Regenzeit. Auch hier steht das Gras hoch, wo sonst Wüstensand ist, und die Bäume tragen grüne Blätter. Viele Tiere werden wir nicht zu sehen bekommen. Mich stört das alles wenig, denn ich bin von Anfang an begeistert von dieser Gegend, nicht zuletzt, weil ich sehr gute Erinnerungen daran habe, war ich doch hier 2002 auf meiner ersten gemeinsamen Reise mit Marco.
Wir werden herzlich von Gerald und seinem Sohn Jaco begrüßt. Die beiden sind ursprünglich aus Südafrika, leiten aber schon seit zehn Jahren die Lodge, und Gerald hat seit seiner Kindheit viel mit den Buschleuten zu tun gehabt, hat unter ihnen viele Freunde und versteht sogar deren Sprache. Die Traditionen und Kenntnisse der San-Buschmänner kennen zu lernen ist einer der Schwerpunkte bei einem Aufenthalt hier.


Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Chalet

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Interior

Deception Valley Lodge

Lounge


Deception Valley Lodge

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Svenja, wie immer bei der Arbeit

Die Deception Valley Lodge ist das ganze Gegenteil von Sango. Sie erstreckt sich auf einem Kilometer (tatsächlich ist das die Distanz zwischen dem ersten und dem letzten Chalet) und ist in jeder Hinsicht großzügig. Die acht Chalets sind durch lange Holzstege miteinander verbunden, so dass man nicht durch den Sand laufen muss. Jedes einzelne Chalet ist ein richtiges Haus auf einer Holzplattform mit gemauerten Wänden und Strohdach. Es gibt ein Wohnzimmer, ein Badezimmer mit freistehender Badewanne und Außendusche und ein Schlafzimmer, dazu eine große Terrasse mit Blick in die Weite. Das nächste Chalet ist fast 100 Meter entfernt, so dass man von seinen Nachbarn nichts sieht und hört. Wie schon in Linyanti haben Ulrike und ich hier jeder sein eigenes Chalet. Als ich auf der schattigen Terrasse sitze und diese Zeilen schreibe, singt im Baum über mir ein Webervogel so laut und schön er nur kann, und da ist sie wieder, die Erinnerung an 2002 und unsere Campingreise zum Deception Valley, dem „Tal der Täuschungen“. Ich werde immer ein Fan dieser einsamen Wüsten und Halbwüsten sein, auch ohne Großwild.

Ulrike |Ach, was haben wir es schön! Immer wieder kommt uns dieser Spruch über die Lippen. Wir haben ein bisschen Zeit zum Ausruhen, die ich für ein intensives Mittagsschläfchen nutze. Als mich mein Wecker unsanft aus den Träumen reißt, bin ich noch eine ganze Zeit ganz benommen. Zur Tea-Time treffen wir die anderen Gäste des Camps – etliche betagte (und damit meine ich wirklich betagte) Damen aus Amerika und zwei Deutsche. Die Gruppe harmoniert wunderbar und ich fühle mich gleich von Anfang an richtig wohl. Wir plaudern bei Tee, Kaffe, einer Möhrentorte und kleinen Pizzen. Dann machen wir uns auf, den Buschmännern über die Schulter zu schauen.

Zwei dieser zierlichen und immer lächelnden Menschen begleiten uns einige hundert Meter im Pirschfahrzeug. Dann halten wir an. Gerald, der Eigentümer der Lodge, erklärt uns einiges über die Geschichte und das Leben der Buschleute, und auf einmal stehen die beiden im Lendenschurz ein bisschen beschämt lächelnd vor uns. Ich lächele zurück und freue mich, als die beiden merklich entspannt ihre Erklärungen in ihrer Muttersprache beginnen. Sie zeigen uns, welche Pflanzen man einnehmen muss, wenn man Magenschmerzen hat, wenn man von einer Schlange gebissen wurde oder wenn man zu viel Alkohol getrunken hat.

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa

Wir dürfen kurz am Leben der Buschleute teilhaben.

Wir laufen durch den Busch, und unsere einheimischen Freunde finden immer wieder interessante Details aus ihrem Leben, die sie gern mit uns teilen möchten. An einer Stelle graben sie eine fußballgroße Wurzel aus und pressen Wasser daraus hervor, an einer andren Stelle liegt ein Straußenei mit Wasser gefüllt unter der Erde. Sie zeigen uns auch, wie sie eine Vogelfalle bauen, die sehr präzise funktioniert (der Vogel ist nur eine Attrappe aus Holz). Am Ende dieser wirklich beeindruckenden Führung entfachen die Buschleute mit einfachsten Mitteln ein Feuer für uns und singen und tanzen. Zum ersten Mal fühle ich mich bei solch einer Veranstaltung wohl. Die Buschleute werden hier nicht vorgeführt, sondern haben selbst Spaß dabei. Gerald, der die Klicksprache versteht, übersetzt und vermittelt. Er ist etwas melancholisch, weil die Kenntnisse und Traditionen der Buschleute wohl schon in wenigen Jahren aussterben werden. Die meisten jungen Leute zieht es in die Städte. Schon jetzt läuft kein Buschmann mehr mit Lendenschurz und Pfeilköcher herum, niemand lebt mehr als Jäger und Sammler. Was wir gesehen haben, soll auch nur demonstrieren, wie es einmal war. Doch bis heute gelten die Buschmänner als die besten Spurenleser der Welt. Wir trinken am Buschmann-Feuer noch ein herrlich kühles Savanna. Wie ich anfangs schon sagte: Ach, was haben wir es schön!


Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Buschleute beim Feuermachen

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Erster Rauch

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa

Tanz ums Feuer


Im Dunkeln fahren wir zurück zur Lodge, und dort erwartet uns ein köstliches Abendessen, Kudusteak mit Couscous und Gemüse. Vorher tauchen aber wie aus dem Nichts zwei Stachelschweine auf. Wir erfahren, dass die beiden jeden Abend hier vorbeischauen, um sich etwas zu fressen abzuholen. Seit 10 Jahren schon sind die Stachelschweine regelmäßige Besucher in der Lodge. Anfangs sind sie in die Küche eingebrochen, um sich ein Leckerli zu holen. Notgedrungen gibt es nun allabendlich einen Eimer voll Gemüse und andere Essensreste. Wie wild wird fotografiert und wir erfahren außerdem, dass die beiden keine Bohnen mögen.

Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Stachelschweine - Was für imposante Tiere, sie erinnern ein wenig an Meerschweinchen, oder?

Bis auf wenige Meter nähern wir uns den Tieren. Das war nicht das letzte Highlight der Deception Valley Lodge. Am Abend unterhalten wir uns noch sehr nett mit den anderen Gästen. Ich falle wieder einmal müde und zufrieden ins Bett.

Ulrike, 06.05.2011 | Heute Morgen sind nur Svenja und ich zusammen mit Gerald unterwegs. Er will uns noch zwei andere Unterkunftsmöglichkeiten auf seinem Gelände zeigen. Zum einen ist es das „Kalahari Manor“, nur wenige Hundert Meter von der Deception Valley Lodge entfernt. Das im Kolonialstil erbautes Privathaus ist für maximal 4 Personen ausgelegt und hat zwei Schlaf- und zwei Badezimmer und einem großen Kamin im Wohnzimmer. Mit 270 Quadratmetern Wohnfläche ist es wirklich groß! Ich bin mir nicht sicher, ob ich dort wohnen möchte, Svenja gefällt die offene Innendusche. In der Hochsaison kann man das Haus für einige Tausend Dollar pro Nacht mieten, mitsamt eigenem Koch und Guide für private Pirschfahrten.


Manor House, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Eingang

Manor House, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Schlafzimmer

Manor House, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Terrasse


Das Manor House in der Nähe der Deception Valley Lodge

Der nächste Platz, den uns Gerald zeigt, gefällt mir eigentlich viel besser. Wir fahren mit dem großen Land Cruiser mitten durch den Busch, und auf einmal tauchen einige Buschmannhütten vor uns auf. In einer der Hütten steht ein Zelt mit einer Matratze und Bettzeug. Man kann also von der Lodge aus gegen einen geringen Aufpreis mitten im Busch zusammen mit den Buschleuten übernachten – nur ein bisschen bequemer. Svenja und ich entschließen uns, auf unserer nächsten Jubiläumsreise, also in zehn Jahren, mindestens zwei Nächte hier zu verbringen und mindestens eine davon in diesem Buschmanncamp.


Buschmann-Camp, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Hütte

Buschmannhütten, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Kaffeepause

Buschmannhütten, Deception Valley Lodge © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Badezimmer


Buschmann-Camp

Nur schwer können wir uns trennen, aber Jaco, der im zweiten Fahrzeug mit den anderen Gästen unterwegs ist, ruft uns per Funk. Sie haben eine Gruppe Löwen aufgespürt. Als wir nach anstrengender Querfeldein-Fahrt dort ankommen, grinsen uns alle breit an. Die Freude über diese Tiersichtung steht allen ins Gesicht geschrieben. Auch bin sehr froh, dass wir hier noch einmal Gelegenheit haben, Löwen zu beobachten. Die Tiere sind ganz entspannt und lassen uns bis auf wenige Meter an sie heranfahren. Wir entdecken ein totes Kudu, das die Löwen wohl in der vergangenen Nacht gerissen haben. Bis zum Abend wird sicher nicht viel davon übrig sein. Leider müssen wir nun zurück zur Lodge, denn unser Frühstück wartet auf uns. Ich kann mich nur schwer von diesem romantischen Fleckchen Erde trennen, aber wir wollen ja noch ein weiteres Camp in der Zentralkalahari anschauen.


Löwen in der Kalahari © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Versteckt im Gras

Löwen in der Kalahari © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Aufgespürt!

Löwen in der Kalahari © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Satt gefressen


Svenja | Auch das späte Frühstück, eher ein Brunch, ist sehr lecker. Es gibt sogar Kalahari-Trüffeln, die gebraten und gewürzt ein Genuss sind. Kurz nach 13 Uhr kommt unser Flugzeug, diesmal von Moremi Air, pünktlich an. Wir verabschieden uns schweren Herzens von Gerald und Jaco, die beiden machen ihre Sache wirklich großartig. Eigentlich mag ich das Wort „authentisch“ nicht, aber hier passt es. Aus jedem Satz des weißhaarigen, etwas schwerhörigen und sicher schon ziemlich alten Gerald sprüht ehrliche Begeisterung für die Natur und Tierwelt der Kalahari und für seine Freunde, die Buschmänner, mit denen er so respektvoll umgeht. Jaco ist ein Level 3 Tourguide, der sein großes Wissen ebenso gern mit den Gästen teilt wie sein Vater. Ein tolles Team, eine schöne Lodge, ein wunderbares Erlebnis zum Wohlfühlen.

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Katogorien

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