Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Gegen 15 Uhr begrüßen wir unsere Guides Rashidi und Julius und steigen in die zwei Safari-Fahrzeuge von Kearsley Travel, die uns am Flughafen Arusha erwarten. Nach zwei Stunden haben wir die Einfahrt zum Tarangire Nationalpark erreicht. Es folgt eine wunderbare Pirschfahrt im weichen Abendlicht durch den hügeligen, mit vielen uralten Baobabs bewachsenen und von Flüssen durchzogenen Park, bei der wir erstaunlich viele Tiere sehen. Immer wieder Elefanten, dazu Büffelherden, Giraffen, Zebras, Impalas, Tsessebes, Geier und Marabus. Auch während der Fahrt dürfen wir aufstehen und den Blick durch das Hubdach genießen. Wir strahlen uns an, müssen uns fast kneifen. Nun sind wir wirklich auf Safari in Tansania, und es ist viel besser als erwartet. Erst im Dunkeln erreichen wir die Tarangire Sopa Lodge, die mitten im Nationalpark liegt. Beim Abendessen sitzen wir in fröhlicher Runde und wechseln anschließend noch auf ein paar Getränke an die Bar.

Pfingstsonntag, 31.05.2009
Nach einem frühen Frühstück sind wir schon bald wieder auf Pirschfahrt. Unser heutiges Ziel ist Tarangire Treetops, ein Luxuscamp am Rande des Parks. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch das Silale-Tal, eine weite grasbewachsene Senke mit Wasserstellen, die viele Elefanten anziehen. Wir sehen sie wieder in großer Zahl, wie sie langsam durch das Tal wandern und in den Wasserlöchern baden. Heute entdecken wir auch Löwen, drei Weibchen am Rande der Senke unter hohem Bäumen. Für gute Fotos aus der Nähe fahren unsere Guides sogar von der Piste ab. Zum Mittagessen erreichen wir Tarangire Treetops. Das ist wirklich genial. Das Empfangsgebäude ist um einen riesigen Baobab herum gebaut. Die „Zimmer“ sind in einem weiten Bereich um das Hauptgebäude herum verstreut und alle oben in den Bäumen, lauter Baobabs, schön weit voneinander entfernt. Man muß eine schmale Treppe zu einer Plattform hinaufklettern, auf der unter Zeltdach und von Zeltwänden mit Moskitoschutz umgeben ein Doppelbett, ein Bad mit Doppeldusche, ein kleiner Schreibtisch und ein bequemer Schaukelstuhl stehen. Die Zeltwände kann man hochrollen und tritt dann auf einen Balkon, von dem man ins weite Tal blickt. Diesen Blick hätte man also bei offenen Zeltwänden auch vom Bett aus. Herrlich frei, herrlich einsam! Hier gibt es 20 solcher „Wohn-Bäume“, also Platz für bis zu 40 Gäste. Die Lodge liegt 21 Kilometer außerhalb des Parks. Ich bin begeistert und würde hier gern übernachten, aber wir müssen nach dieser „Site Inspection“ zurück zur Sopa Lodge.

Auf der Rückfahrt rotieren wir die Plätze in unserem Fahrzeug, so daß ich nun vorn stehe, Kopf und Arme aus der Luke des Hubdach heraus in der Sonne, der Fahrtwind streicht mir um die Nase. Ein cooler Platz, eine gute Sicht, Glücksmomente am Sonntagnachmittag.
Bei der Rückkehr schauen wir uns die Tarangire Sopa Lodge auf einer Führung genauer an. Das große Hotel (150 Betten, erbaut 1995) ist schon etwas heruntergekommen, eine Renovierung täte dringend Not. Die Zimmer wirken alt und sind recht dunkel. Das Bad müßte neu gefliest werden – überall sind kleine Risse. Am Pool gehen die Fliesen der Einfassung ab. Die kleinen Rundhütten, in denen die Zimmer dicht an dicht neben- und übereinander liegen (oben und unten je zwei Wohneinheiten), zeigen viel nackten Beton und haben vom Balkon keinen besonderen Ausblick. Wir springen nach der Besichtigung in den Pool und machen es uns dann auf den Liegen bequem. Die Sonne geht gegen 18:45 unter. Das Wetter heute war durchwachsen. Morgens recht frisch, den ganzen Vormittag bedeckt, nachmittags sonnig und sehr warm, zum Abend hin wieder bewölkt. Ich merke aber, daß ich trotz Juni (Winterzeit) nicht mehr als meine Fleece-Jacke brauche. So kalt ist es nun auch wieder nicht! Kein Vergleich zum Winter im südlichen Afrika.

Übersicht aller Teile des Reiseberichtes Tansania:
Meine zweite Afrika-Reise in diesem Jahr führte mich zusammen mit meinem Kollegen Jens nach Tansania.
29.05.2009
Drei Stunden Schlaf. Das ist verdammt wenig. Als mein Wecker um 2:30 klingelt, bin ich aber hellwach und gespannt wie ein Flitzebogen. Um drei sitze ich im Auto, um halb vier treffe ich mich mit Jens unter der Brücke. Ja, tatsächlich. Unter der Autobahnbrücke an der A72, Abfahrt Plauen-Süd. Und dort bleibt mein alter Corsa, wegen seiner Aufkleber liebevoll „Giraffenauto“ genannt, die nächste Woche stehen. Jens nimmt mich mit nach Nürnberg. Dort startet am frühen Morgen unser Zubringerflug nach Zürich. Ein großer, sehr übersichtlicher, aber auch sehr nüchterner Flughafen. Viel Beton. Wir suchen ein Café und schlucken unsere erste Malarone-Tablette mit einem teuren Glas Milch von Schweizer Kühen. Als wir in der U-Bahn zum Terminal E sitzen, huscht ein Lächeln über unsere müden Gesichter, denn zu unserem Erstaunen werden wir mit Alphornblasen und Kuhglocken beschallt. Später erfahren wir, daß auf der Gegenstrecke der originale Heidi-Song gespielt wird.
Am Gate erwarten uns schon die weiteren Teilnehmer unserer Info-Reise. Wir werden herangewunken und begrüßt. Nur noch eine junge Frau fehlt, und da keiner weiß, wie sie aussieht, wird einfach jede angesprochen, die suchend herumläuft. Eine, offenbar nicht die gesuchte, entgegnet schelmisch: „Am I missing something?“.
So fröhlich, wie es anfängt, bleibt es auch. Unsere drei deutschen „Betreuer“ von Swiss, von Mövenpick und von Kearsley Travel spielen sich nicht als solche auf und sind eigentlich eher Reisegäste genau wie wir. Unsere kleine Truppe von insgesamt nur neun Mitreisenden empfinde ich als ideale Größe.

Das Flugzeug, das uns nach Dar es Salaam bringt, ist nur schwach besetzt. Man könnte sich im Mittelblock hinlegen. Jens hatte uns bei der 24-Stunden-Online-Reservierung Plätze am Notausgang gebucht. Die Beinfreiheit ist genial. Beim Start sitzt uns eine gesprächige, nette Schweizer Stewardess gegenüber. Jens belauscht später, wie ein Kollege sie darüber aufklärt, was der Kilimanjaro ist.
Der Flug dauert den ganzen Tag. Als wir nach kurzem Stop in Nairobi in Dar es Salaam landen, ist es schon dunkel draußen. Der Flughafen von Dar, den ich schon von einer früheren Reise nach Sansibar kenne, ist immer noch genauso chaotisch und häßlich. Es ist schwülwarm. Wir stehen Schlange am Schalter für die Visa. Zum Glück haben wir Annette aus der Oberpfalz dabei. Sie hat einen tansanischen Mann und spricht Kisuaheli. Sie sammelt ganz resolut unsere Pässe und unser Geld ein und regelt alles in kurzer Zeit.
Der Transfer in die Stadt dauert etwa eine halbe Stunde, die typischen langen Staus an Ampeln mitgerechnet. In Flughafennähe gibt es keine Hotels. Wir sind im schicken und großen Mövenpick-Hotel Royal Palm einquartiert. Allein die Eingangshalle ist riesig. Nachdem wir unsere mit allem Komfort ausgestatteten Zimmer bezogen haben, treffen wir uns zu Drinks und Häppchen im Garten des Hotels an Stehtischen. Noch um 21 Uhr haben wir sicher 28°C, allmählich wird es angenehm. Im Hintergrund singt und tanzt eine afrikanische Band. Die Gespräche mit den Mitreisenden und dem Gastgeber-Ehepaar, das das Hotel leitet, sind noch etwas aufgesetzt, und wir sind alle hundemüde. Bald verkriechen wir uns in unsere schönen Betten, die wir nach dem langen Flug besonders genießen.

30.05.2009
Good Morning Dar es Salaam! Der Wecker klingelt angenehm spät (07:45). Erst beim Aufschieben der Vorhänge sehe ich den herrlichen Sonnenschein draußen. Ich hatte tief und fest geschlafen und freue mich nun auf eine Dusche und ein gutes Frühstück. Im Anschluß besichtigen wir das Hotel. Es hat 230 Betten in verschiedenen Zimmerkategorien (wir sehen auch die edlen Suiten) und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Auch der Außenbereich mit großem Garten, Pool und offenem Restaurant ist schön angelegt. Das Hotel ist durchaus eine gute Wahl für eine Nacht in Dar es Salaam. Wobei Dar selbst eigentlich keine Reise wert ist. Das sehe ich wieder einmal bei der Fahrt durch die Stadt. Eine afrikanische Großstadt ohne besonderen Charme. Überall wird gebaut, die Bauzäune und Baugerüste sehen zum Teil abenteuerlich aus. Auf den Bürgersteigen ein emsiges Treiben.
Wir fahren zum Büro von Kearsley Travel. Diese Firma hat unsere Rundreise vor Ort organisiert. Sehr gut und zuverlässig, wie wir im Verlauf der Reise immer wieder merken.
Das Büro ist relativ klein, voll besetzt, bis unters Dach mit Aktenordnern vollgestellt und es herrscht eine emsige Arbeitsatmosphäre. Der Umzug in ein neues, größeres Büro steht kurz bevor. Vinay, der General Manager, begrüßt uns und erzählt uns einiges über die Firma. Sie buchen in Tansania und den Nachbarländern alles von der Camping-Safari bis zu edlen 5-Sterne-Unterkünften, unabhängig von den Lodge-Ketten und ganz nach Kundenwunsch. Dabei setzen sie eigene Fahrzeuge und geschulte Guides ein.
In Kearsley-Autos fahren wir zurück zum Flughafen, wo Vinay uns noch zu einem leckeren, sehr indisch geprägten Mittagessen einlädt. Wie so oft läuft auch hier eine Klimaanlage, die viel zu kalt eingestellt ist. Dann ist Einchecken auf afrikanisch für den Inlandsflug nach Arusha angesagt. Fließbänder für das Gepäck gibt es nicht. Alles ist Handarbeit. Interessanterweise startet Precision Air vom Internationalen Flughafen Dar und nicht vom zwei Kilometer entfernten Domestic Terminal. Wir fliegen fast voll besetzt nach Arusha. Der knapp anderthalbstündige Flug startet pünktlich, verläuft ruhig und alles wirkt sehr solide. Im Bordmagazin der Precision Air lese ich, daß diese Airline ab 2010 die modernste Flotte Afrikas haben wird.
Übersicht aller Teile des Reiseberichtes Tansania:
- Flug nach Dar es Salaam – Reisebericht Tansania (1)
- Tarangire Nationalpark – Reisebericht Tansania (2)
- Serengeti Nationalpark – Reisebericht Tansania (3)
- Ngorongoro-Krater – Reisebericht Tansania (4)
- Lodges in Karatu – Reisebericht Tansania (5)
New Look, Facelift, Relaunch – es gibt viele Fremdwörter für unser Vorhaben. Auf deutsch: Wir wollen besser aussehen. Das Logo von Outback Africa Erlebnisreisen wurde zwar nicht neu erfunden, aber doch weiterentwickelt. Die Pläne gehen noch weiter. Mit dem nächsten Katalog im Oktober werden wir eine ganz neu gestaltete Website mit umfangreichen Suchfunktionen und besserer Nutzerführung präsentieren. Und raten sie mal, wie die Agentur heißt, die sich das ausgedacht hat: Zebra, das paßt doch, oder?

Wir sind schon gespannt, ob Ihnen das neue Logo gefällt. Schreiben Sie uns Ihre Meinung hier ins Kommentarfeld des Outback Afrika Blogs. Wir antworten dort auch gern auf Fragen und Vorschläge.
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