Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: Juni 2009

Mumbo Island, Lake Malawi © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

27.04.2009
Heute heißt es früh aufstehen. Sehr früh. 4.50 Uhr klingelt der Wecker. Um 6 Uhr soll die Abfahrt sein, es geht endlich an den Malawi-See. Nach einem schnellen Frühstück kommt auch bald Everlasting und lädt unsere Taschen in den Toyota Landcruiser, den wir schon von gestern kennen und der so schöne hohe Sitze hat, daß auch Elise eine gute Sicht hat. Fast vier Stunden dauert die Fahrt von Lilongwe nach Cape Maclear am Südende des Malawi-Sees. Nach einer knappen Stunde Fahrt ruft Elise entsetzt “Mein Hasi!” Der liegt noch auf dem Frühstückstisch der Heuglin’s Lodge und nun ist es zu spät zum Umkehren. Da fließen ein paar Tränen. Ich nehme mir vor, Wilderness Bescheid zu sagen. Vielleicht können sie uns den Hasen beim Rückflug an den Flughafen bringen.

Straße bei Dedza, Malawi © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Malawi ist dicht besiedelt. Am Straßenrand – hier bei Dedza – ist immer etwas los.

Bis Dedza steigt der Weg an, es geht in die Berge im Westen Malawis und über viele Kilometer entlang der Grenze zu Mosambik. Danach windet sich die Straße in spektakulären Serpentinen wieder hinunter in das Tal des großen afrikanischen Grabenbruchs. Schon von oben haben wir immer wieder Ausblicke auf den See, der in der Ferne glitzert. Bis auf die letzte halbe Stunde fahren wir überwiegend auf guter Teerpiste, die nur hier und dort ein Schlagloch hat. Das letzte Stück hat es dann aber in sich. Eine üble Erdpiste mit tiefen Auswaschungen und Sandbrett-Abschnitten. Endlich erreichen wir das Seeufer und steigen an der Rezeption von Kayak Africa aus. Eine englische junge Mitarbeiterin begrüßt uns und serviert kalte Getränke. Am Steg liegt schon unser Boot bereit, die Crew verlädt noch Waren, die mit auf die Insel sollen. Schon bald geht es los. Elise muß eine Schwimmweste anziehen. Die Fahrt nach Mumbo Island dauert etwa eine Stunde. Der See ist ruhig, es geht kaum Wind und wir sind froh, daß das Boot ein Schattendach hat. Es ist hier doch bedeutend wärmer als in Lilongwe.

Mumbo Island, Malawi © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Das Motorboot bringt uns zur Insel. Schon bald sehen wir die Chalets in den Felsen.

Mumbo Island taucht auf, und wir können die Anlegestelle und die Hütten erkennen. Es sieht klasse aus und die Vorfreude wird immer größer. Wir klettern aus dem Boot und werden herzlich von einer lebhaften schwarzen Angestellten begrüßt, die uns durch die ganze Anlage führt und alles erklärt. Unser Zelt (No. 1) ist wie die meisten anderen zwischen die Felsen und die großen Bäume auf einer Halbinsel von Mumbo gebaut, die durch einen langen Holzsteg mit der Hauptinsel und dem dortigen Restaurant, Lounge-Bereich, Souvenirshop, Strand und Kanuverleih verbunden ist. Alles auf der Insel ist absolut „eco“. Die Toiletten haben keine Wasserspülung, sondern sind Plumpsklos. Daneben steht ein Strohkorb voller Holzspäne. Diese wirft man seinem Papier hinterher. Die Duschen sind „bucket showers“. Jederzeit zwischen Frühstück und Abendbrot braucht man nur Bescheid zu sagen und bekommt warmes Duschwasser gebracht. Seife und Shampoo sind biologisch abbaubar. Strom gibt es nicht. Abends wird eine Petroleumlampe ins Badezimmer gestellt, und wer in seinem Zelt noch Licht braucht, dreht an seiner Dymano-Taschenlampe. Im Restaurant leuchten Kerzen, entlang des Steges zu den Zelten stehen Solarlampen. Handy oder Kamera aufladen ist nicht!
Unser Hauszelt hat zwei schöne große Betten, eine Matratze für Elise, einen Nachttisch, einen Hänge-Kleiderschrank aus Stoff, einen Beistelltisch mit Gratis-Trinkwasser (das gibt es jederzeit und unbegrenzt), und das Schönste: eine Terrasse mit Hängematte, zwei gemütlichen Korbsesseln und ganz wunderbarem Ausblick. Nur etwa fünf Meter unter uns liegt der Malawi-See. Ich kann aus dem Sessel die Fische zwischen den Felsen herumschwimmen sehen. Vögel zwitschern, und immer wieder ertönt der markante Ruf des Schreiseeadlers. Weit in der Ferne erkennt man im Dunst das Festland. Ich könnte ewig einfach so dasitzen.

Mumbo Island, Malawi-See © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Das originelle Badezimmer. Die Terrasse ist mein Lieblingsort.

Es wird früh dunkel. Gegen 18 Uhr ist es stockfinster. Am Himmel erscheint, erst noch blaß, das Kreuz des Südens. Bald ist es umgeben von Tausenden von Sternen. So hell, so nah, wie ich es sonst nur aus Namibia kenne. Dann quakt der Frosch, ein großes Exemplar aus Holz mit Zacken auf dem Rücken, über die mit einem Stock gestrichen wird, was tatsächlich wie ein rauhes Quaken klingt. Es ist der Ruf zum Abendessen, der in dieser stillen Umgebung sehr weit schallt. Die Gäste des Mumbo Camps finden sich im Restaurant ein. Vom Buffet gibt es Fisch, Reis, Tomatensauce, weiße Bohnen und Salat. Das Kerzenlicht zieht Myriaden winziger Insekten an, die sich durch unser Insektenschutzmittel nicht stören lassen. Auch später im Zelt im Schein der Dynamo-Taschenlampe sehen wir sie. Doch sobald das Licht aus ist, merken wir nichts mehr von ihnen. Wir schlafen gut in dieser Nacht. Das Wasser schwappt sanft an die Felsen unter uns, eine leichte Brise weht ins Zelt. Die Vögel sind nun still. Im der lauen Nacht brauchen wir keine Bettdecke.

Mumbo Island, Malawi © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Strand und See laden zur Erholung ein.

28.04.2009
Als ich aufwache, ist es schon hell. Die Natur ist erwacht, es plätschert auf dem See. Verwundert stelle ich beim Blick auf meine Uhr fest, daß es erst halb sechs ist. Elise kann auch nicht mehr schlafen und krabbelt zu uns ins Bett. Gegen halb sieben bringt ein Camp-Angestellter ein Tablett mit Tee, Kaffee, Milch und Keksen auf unsere Terrasse. Marco und ich setzen uns noch im Schlafanzug in die Morgensonne und genießen die erste Tasse, während Elise die Plätzchen knabbert. Hier sieht uns ja keiner. Oder doch? Auf dem See unter uns zieht ein Kajak vorbei. Zwei sportlich ambitionierte Südafrikaner sind tatsächlich schon vor dem Frühstück aufgebrochen.
Nach dem Frühstück tun wir es ihnen nach. Elise darf vorn in Marcos Boot, ich kriege ein eigenes. Nach kurzer Einweisung sind wir auch schon unterwegs, es ist ja gar nicht so schwer. Wir wollen einmal um die Insel herumpaddeln, was schneller geht als gedacht. Mumbo ist abgesehen vom Camp unbewohnt, die dichte tropische Vegetation ist von der Regenzeit noch sehr grün. An den Felsen sehen wir auch ohne Taucherbrille viele Fische. Marco bildet sich ein, am Ufer einen Fischotter gesehen zu haben. Es dauert nur eine gute halbe Stunde, und unsere genialen Zelt-Chalets tauchen wieder auf.

Wir verbringen den Rest des Vormittags am Strand mit Burgenbauen und tiefe Löcher graben und hüpfen dazwischen ins Wasser, das sicherlich 26 Grad oder mehr hat. Elise ist glücklich. Ohne den Frosch, der uns zum Mittagessen ruft, würde man glatt die Zeit vergessen. Am Nachmittag dösen wir in unserem Zelt, bis die heißeste Zeit vorbei ist. Gegen halb fünf besteigen wir ein kleines Motorboot zu einem Sunset Cruise. Unser Guide fährt uns auf die andere Seite der Insel, erklärt uns unterwegs viele Vögel und Pflanzen und macht dann den Motor aus. Wir beobachten bei einem Gin&Tonic den Sonnenuntergang. Im Nu ist die Sonne verschwunden, doch der Himmel ist noch lange rot, und wir bleiben still sitzen, bis sich die zerfaserten Wolken schwarz färben. Als wir wieder anlegen, ist es schon finster. Schon vom Boot aus haben wir per Funk eine warme Eimerdusche bestellt, die wir dann im originellen Badezimmer genießen. So erfrischt erscheinen wir um 19 Uhr zum Abendessen. Diesmal gibt es gut gewürztes Rindfleisch, geröstete Kartoffeln und Salat. Wie gut, daß es auch Ketchup gibt, so ißt Elise wenigstens die Kartoffeln. Nachdem uns die kleinen Fliegen im Restaurant wieder ziemlich genervt haben, lassen wir im Bett die Leserunde ausfallen und schlafen früh ein.

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Alle Teile des Reiseberichtes Malawi in der Übersicht:

 

“Oh!” Elise faßt sich an die Ohren. Das Flugzeug steigt noch, das Gummibärchen ist aufgelutscht und kein neues in Reichweite. Jetzt muß ich es geschickt anfangen. “Halt Dir mal die Nase zu und blas rein, wie wenn Du Dir die Nase putzen möchtest”. Sie bläst mit aller Kraft, schaut mich an, strahlt. Der Druckausgleich hat funktioniert. Wir sehen die Wolken, durch die wir auf dem Weg von Hof nach Frankfurt gerade fliegen. Elise möchte sie anfassen. Sie wundert sich, daß das Flugzeug in den Wolken hoppelt – die sehen doch so weich aus.

Outlook Lodge, Johannesburg, Südafrika © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Die Outlook Lodge in Johannesburg – Elise am internationalen Flughafen OR Tambo

Marco und ich sind am Beginn einer neuen aufregenden Afrika-Reise. Aufregend auch deswegen, weil wir zum ersten Mal unsere Tochter mitnehmen, die erst drei Jahre alt ist. Die erste Hürde ist also genommen. Sanft landen wir in Frankfurt. Erst spät am Abend geht unser Weiterflug nach Johannesburg mit Lufthansa. Am Boarding Gate ist eine lange Schlange, wir werden mit der müden Elise im Arm vorgelassen und kurz darauf zur Seite gewunken. Aufgrund eines Mißverständnisses haben wir keine zusammenhängenden Sitzplätze, obwohl sie ursprünglich so gebucht waren. Wir warten und warten, während ein Verantwortlicher versucht, die Sache zu klären. Endlich kommt er wieder. Da es in der Economy Class keine Möglichkeit mehr gibt, uns zusammenzusetzen, würde er uns Plätze in der Business Class anbieten, wenn wir einverstanden sind. Einverstanden? Wir sind begeistert.

So erlebe ich also meinen ersten unverhofften Business Class Flug. Doch da ich müde bin, probiere ich nur einen Bruchteil der vielen Funktionen, Sitzpositionen, Bildschirm-Optionen, Schalter und Knöpfchen aus. Es ist ja schon nach elf Uhr. Gegen halb zwölf wird Elise gefragt, ob sie nun ihr Kinderessen möchte. Sie nickt müde. Aber als es dann um Mitternacht gebracht wird, ist sie mit ihrem weißen Stoffhasen im Arm eingeschlafen. Ich decke sie zu und warte auf mein Essen, das gegen halb eins kommt. So richtig will es mir um diese Zeit nicht schmecken. Endlich wird das Kabinenlicht ausgemacht und ich suche eine bequeme Schlafposition. Trotz der vielen Verstell-Möglichkeiten des breiten Sitzes finde ich keine. Am ehesten noch die ganz ausgestreckte Variante, wobei die den gravierenden Nachteil hat, daß man nicht ganz horizontal, sondern leicht schräg liegt, man rutscht also immer wieder nach unten. Ich habe mich im Laufe der Nacht x-mal hochgeschoben. Als das Licht zum Frühstück angeht, muß ich grinsen, denn ich bin nicht die einzige mit diesem Problem. Neben mir liegt Elise zusammengekauert am unteren Ende ihres Sitzes. Naja, jedenfalls hat sie geschlafen und ist nicht einmal quengelig.

Und nun kommt die nächste Hürde: die Malariaprophylaxe. Darum hatte ich mir schon etwas Sorgen gemacht, denn wir konnten ja nicht üben, und sie hat noch nie eine Tablette geschluckt. Und nun ist die erste ausgerechnet an Bord eines Flugzeugs fällig. Ich krame die Malarone-Tabletten hervor. Wir nennen sie nun „Afrika-Tabletten“. Marco und ich nehmen jeweils eine große, die kleine ist für sie. Also Tablette in den Mund, ein Schluck Milch hinterher, weg ist sie. Elise ist stolz und ich habe wieder eine Sorge weniger.

25.04.2009
Den Johannesburger Flughafen hatte ich lange nicht gesehen. Nach jahrelangen Umbaumaßnahmen ist er nun so gut wie fertig. Er hat sich sehr gemausert. Richtig schick, übersichtlich, sehr gut beschildert, mit viel Platz und vielen neuen Läden und Restaurants. Die Abfertigung bei der Einreise ist effizient und freundlich. Unser Gepäck kommt prompt vom Band. Und kaum sind wir in der Ankunftshalle, sehen wir auch schon unseren Abholer, der mit einem Schild auf uns wartet und uns zur Outlook Lodge bringt. Dort wollen wir übernachten, bevor wir am nächsten Tag weiter nach Malawi fliegen. Die Lodge liegt knapp 15 Fahrminuten östlich vom Flughafen in einer ruhigen Wohngegend mit vielen hohen Bäumen direkt neben einem Golfplatz. Es ist ein zweistöckiges Gebäude mit nur fünf großen Zimmern mit Bad. François, der junge Manager, begrüßt uns herzlich und teilt uns mit, daß schon um 11 Uhr die Tour zum Lion Park startet. Das läßt uns nur noch eine halbe Stunde zum Frischmachen. Ich genieße die Dusche.

Wir hatten lange überlegt, was wir an diesem Tag in Johannesburg so unternehmen sollen. Zur Auswahl standen unter anderem noch Gold Reef City, Lesedi und Sun City, in letzteren beiden hätten wir übernachten müssen. Das wäre aber weit außerhalb gewesen. Letztlich war der Lion Park wohl die richtige Entscheidung. So konnten wir in der Nähe des Flughafens übernachten und hatten nicht soviel Fahrerei.

Lionpark, Johannesburg, Südafrika © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Im Lion Park bei Johannesburg

Elise kniet neben einem der jungen weißen Löwen, die in der Mittagswärme dösen. Erst zögerlich, dann mutiger streichelt sie das Tier am Bauch. Der Löwen-Streichelzoo ist die größte Attraktion im Lion Park, einem großen Tierpark ganz im Westen von Johannesburg. Nur wenige Besucher dürfen gleichzeitig für kurze Zeit zu den Baby-Löwen, bevor sie von einer Aufseherin wieder hinausgeschickt werden. Elise wäre gern länger geblieben. Gleich nebenan steht eine zahme Giraffe hinter einem Zaun und beugt sich herunter, läßt sich streicheln. Jemand drückt mir ein paar Giraffen-Leckerlis in die Hand. Ich halte sie vorsichtig der Giraffe hin, die sich sofort zu mir beugt und mir die Brocken aus der Hand frißt, wobei sie diese mit ihrer langen Zunge geradezu umwickelt. Ich kriege eine Gänsehaut – und bin erstaunt, wie groß so ein Giraffenkopf aus der Nähe ist. Elise wird jedoch etwas mulmig, die Löwen waren ihr sympathischer. Nach dem Mittagessen fahren wir noch eine Runde durch die großen Außengehege, in denen mehrere Löwenrudel (nicht zum Anfassen), Zebras, Gnus, Blesböcke, Springböcke, Impalas, Oryx-Antilopen, Hyänen und Geparden leben. Das Gras steht so hoch, daß wir von den Antilopen zum Teil nur die Hörner sehen.

Als wir zurück in der Outlook Lodge sind, steht die Sonne schon tief. Elise spielt mit den beiden Hunden und mit den vielen heruntergefallenen Blättern. Sie kann nicht ganz begreifen, daß hier Herbst ist, während bei uns die Bäume gerade erst grün werden. Wir bestellen uns ein Abendessen in die Lodge. Gut, daß wir ein deftiges Steak wählen, denn so etwas haben wir im Rest der Tour nicht mehr bekommen. Schon bald liegen wir in den bequemen Betten und finden, daß diese Zwischenübernachtung in Johannesburg eine gute Sache ist.

26.04.2009
Am Vormittag sind wir wieder am Flughafen. Elise ist entsetzt, daß ihr weißer Stoffhase in einen Plastikkorb und durch einen Scanner muß. Die Maschine der SAA nach Lilongwe ist recht groß und voll besetzt. Etwa zwei Drittel der Passagiere sind Schwarze. Elises Luftikid, ein knallgelber flugzeugtauglicher Kindersitz bzw. Airbag, der auf dem deutschen Zubringerflug noch für viel Erstaunen und Rückfragen gesorgt hatte, interessiert hier niemanden. Auf dem gut zweistündigen Flug langweilt sie sich enorm. Auch Malblock und Stifte helfen kaum weiter.
In Lilongwe fährt uns sinnloserweise ein Bus höchstens 50 Meter vom Flugzeug bis zur Ankunftshalle. Schon vor der Einreisekontrolle erwartet uns ein Mitarbeiter von Wilderness Safaris, unserer Partnerfirma, diei unser Reiseprogramm zusammengestellt hat. Wilderness hat am Flughafen Lilongwe ein kleines Büro und hilft jedem Kunden durch die Einreise-Formalitäten. Anschließend erhalten wir ein feuchtkaltes Tuch zum Erfrischen und eine umfangreiche Reisemappe. Draußen wartet auch gleich unser Fahrzeug mit unserem Fahrer Everlasting, einem freundlichen älteren Schwarzen, der uns zunächst auf einer anderthalbstündigen Stadtrundfahrt die alte und die neue Stadt Lilongwe zeigt. Es ist Sonntag, daher sind die Straßen recht leer. Nur am Minibustaxi-Terminal ist ein Gewimmel an Menschen und Fahrzeugen. „Hier ist morgen früh kein Durchkommen mehr“ sagt Everlasting.

Heuglin's Lodge, Lilongwe, Malawi © Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Heuglin’s Lodge in Lilongwe

Unsere Unterkunft, die Heuglin’s Lodge, liegt im schicken und grünen Botschaftsviertel. Ein großzügiges Haus, riesige Zimmer, Elise hat ein eigenes Kinderzimmer mit großem Bett, dazu ein Badezimmer mit Dusche und Badewanne und draußen im Garten ein großer umzäunter Pool. Da will Elise sofort hinein. Und sie darf. Wir hinterher. Chris und Pam Badger begrüßen uns. Sie leiten Wilderness in Malawi, leben mit ihren drei Kindern in Lilongwe und betreuen auch die Heuglin’s Lodge. Auch ihre Kinder planschen im Pool und spielen im Garten. Beim Abendessen kommt Robyn, eine Mitarbeiterin aus dem Wilderness-Büro Lilongwe, in die Lodge und geht mit uns unsere Tour durch. Alles sehr informativ und professionell, dabei nett und persönlich. Wir fühlen uns richtig gut betreut.

Alle Teile des Reiseberichtes Malawi in der Übersicht:

 

Im Nyika Nationalpark im Norden Malawis wird es bald wieder eine Unterkunft für Besucher geben. Wilderness Safaris gewann die Ausschreibung für den langfristigen Betrieb von Chelinda Camp und Lodge. Das berichtet Malawi Waves, ein Informationsdienst der wichtigsten Safariunternehmen in Malawi. Camp und Lodge waren seit einiger Zeit geschlossen, nachdem die Behörden dem bisherigen Pächter gekündigt hatten. Damit war Nyika vorübergehend quasi von der touristischen Landkarte verschwunden.

Pferdeantilope auf dem Nyika-PLateau. © Foto: Dana Allen, Wilderness Safaris

Das Nyika Plateau in einer Höhenlage zwischen 1000 und 2700 Metern über dem Meer ist eine bemerkenswerte Wildnislandschaft mit einer Mischung aus Miombo-Wald, Bergwäldern und Gebirgswiesen. Durch die Höhenlage ist es hier angenehm kühl, selbst im afrikanischen Hochsommer. Der Park ist Heimat für eine große Vielfalt von Vogelarten, Säugetieren und Pflanzen. Wissenschaftler bezeichnen die Pflanzenwelt von Nyika als eines der größten Zentren der biologischen Vielfalt (Biodiversität) in Afrika.

Die Pflanzenwelt von Nyika ist so vielfältig wie an wenigen anderen Orten in Afrika. © Foto: Dana Allen, Wilderness Safaris

Wilderness Safaris plant den Betrieb des alten Chelinda Camps im September 2009 aufzunehmen – nach einer gründlichen Renovierung. Im Anschluß soll die Lodge wieder aufgebaut werden, um sie im Juli 2010 eröffnen zu können.

Outback Africa Erlebnisreisen wird sobald wie möglich Chelinda anbieten – als spannende nördliche Ergänzung zu Safari-Paketen wie „Malawis Süden privat“.

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