Wo in Afrika Safari machen?

von Susanne Schlesinger

Safari und Afrika – diese zwei Begriffe sind untrennbar miteinander verbunden. Schon das Wort „Safari“ kommt aus der afrikanischen Sprache Suaheli und bedeutet „Reise“. Diese besondere Form einer Entdeckungsreise ist auf keinem anderen Kontinent so populär, denn nirgendwo auf der Welt kommt man Großwild so nahe wie in der afrikanischen Savanne. Und nirgendwo ist diese Art der Reise so wichtig für die Menschen und auch für die Umwelt.

Unser Artikel erläutert, was es für eine gelungene Afrika-Safari zu beachten gilt.

Afrika ist kein Land, sondern ein Kontinent

Auch wenn Ägypten, Tunesien oder Marokko ebenfalls zum afrikanischen Kontinent gehören, wird man dort keine klassischen Afrika-Safaris finden. Die nordafrikanischen Länder werden eher mit Mittelmeer- oder Badeurlaub assoziiert, aber nicht mit Großwildbeobachtung und Pirschfahrten.

Die beliebtesten Ziele für einen Safariurlaub sind Südafrika, Namibia, Botswana, Tansania und Kenia. Hier findet man die typischen Savannen und weiten Landschaften mit Akazien und Herden von Elefanten, Gnus und Zebras – und damit beste Tierbeobachtungsmöglichkeiten für Safari-Liebhaber.

Aber auch die Nachbarländer Sambia, Simbabwe, Malawi und Mosambik entwickeln sich und bieten vielfältige Safari-Möglichkeiten. Uganda und Ruanda sind sehr grün. Viele Touristen reisen dorthin, weil sie Gorillas und Schimpansen in freier Natur sehen wollen. Beide Länder haben aber viel mehr zu bieten, denn auch hier gibt es wildreiche Nationalparks und vielfältige Landschaften.

Für Tierbeobachtungen lohnen sich die Savannen in Südafrika, Namibia, Botswana, Tansania oder Kenia.

Südafrika bietet zusätzlich auch noch die Möglichkeit, Safari mit Kultur zu kombinieren. Städtereisen nach Kapstadt oder der Besuch von Weingütern sind gute Beispiele. Eine weitere, gerade für Jahresurlaube sehr beliebte Kombination ist Safari und Badeurlaub. Zum Beispiel als Safari in Tansania mit Baden auf Sansibar. Oder Safari im Krügerpark und Baden an der südafrikanischen Ostküste. Geografisch und kulturell hat jedes Land seinen eigenen Reiz. Die Entwicklung der Länder ist historisch und politisch unterschiedlich. Dies beeinflusst den Lebensstandard und damit auch die Infrastruktur für den Tourismus.

Häufig werden wir auch gefragt, ob die Lebensumstände der einheimischen Bevölkerung Einfluss auf die Reise haben. In jedem afrikanischen Land gibt es gesellschaftliche große Unterschiede (in Europa übrigens auch, aber wir nehmen diese nicht so wahr). Armen Menschen wird man überall begegnen, ob in Köln oder Kapstadt – wobei die Menschen in Afrika vermutlich zufriedener und fröhlicher sind. Niemand sollte sich deshalb von einer Reise abschrecken lassen. Tourismus ist eine wichtige Einkommensquelle, gerade in ländlichen Gegenden. Falls Sie sich unsicher sind, fragen Sie unsere Reiseberater.

In Südafrika lässt sich eine Safari gut mit Kultur kombinieren. Kapstadt ist als ergänzende Städtereise zur Safari immer einen Besuch wert.

Welche Safariarten gibt es?

Das Spektrum reicht von Campingsafaris bis zu Luxusreisen. Eine kurze Safari kann nur drei Tage dauern, eine lange drei Wochen und mehr. Man kann sich für eine Safari einer kleinen Reisegruppe anschließen, dann hat man einen festen Reisetermin und ein festgelegtes Programm. Oder man plant eine Privatreise, dann ist der Verlauf der Safari maßgeschneidert. Anders als bei einem Pauschalurlaub in einer Ferienanlage, wo man Sonnencreme und ein Strandlaken im Laden kaufen kann, will eine Safari gut vorbereitet werden. Sie reisen auf die Südhalbkugel und in andere Klimazonen. Entfernungen werden hier ganz anders bemessen, große Städte sind seltener, Einkaufsmöglichkeiten unterwegs meist eingeschränkt. Aber gerade das macht eine Afrika-Reise auch besonders. Wir haben hilfreiche Tipps und ausführliche Informationen.

Wo sehe ich die meisten Tiere?

Die afrikanische Savanne ist kein Zoo oder Wildpark mit Sichtungsgarantie. Genau das ist aber auch der Reiz einer Safari. Man weiß nie, was einem vor die Kameralinse läuft. Die Wahrscheinlichkeit, viel Großwild zu sehen, steigt natürlich, wenn man sich für seine Safari besonders tierreiche Wildschutzgebiete und Nationalparks aussucht. Einige Parks sind dafür bekannt, große Elefantenherden oder Löwenrudel zu haben. Hier zum Beispiel die 5 Top-Destinationen für Elefanten. Trotzdem gibt es nie eine Garantie. Auch die Jahreszeit und die Regenfälle spielen eine Rolle. Vor allem kleine und scheue Tierarten oder Vögel sind oft Glückssache. Oftmals fragen die Guides ihre Gäste, was sie gern sehen möchten, und versuchen ihr Bestes, die Wünsche zu erfüllen. Für „Birder“ (Vogelkundler) gibt es spezielle Safari-Angebote, ebenso für Botanikfreunde oder ambitionierte Fotografen. Gern machen wir Ihnen entsprechende Angebote.

Keine Seltenheit, aber auch keine Garantie: Zu den Highlights einer Safari gehört es, Großwild aus nächster Nähe in freier Natur zu sehen.

Wann ist die beste Zeit für eine Safari?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht einfach mit einem Zeitraum beantworten. Wann die beste Zeit für eine Safari ist, hängt davon ab,

  • was Sie erleben wollen
  • ob Sie sich für das südliche oder das östliche Afrika entscheiden
  • wie die klimatischen Voraussetzungen in der jeweiligen Zielregion sind (zur Erinnerung: Afrika ist ein ganzer Kontinent, d.h. in Südafrika kann auch mal Schnee fallen, während es in Äquatornähe keine typischen Jahreszeiten gibt, wie wir sie aus Europa kennen)
  • was Sie ausgeben wollen. Ferientermine sind meist auch in Afrika teurer als Termine außerhalb der Feriensaison.

Generell gelten folgende Tipps:

  • Für Tierbeobachtungen empfiehlt sich eher eine Reise außerhalb der Regenzeiten. In Kenia und Tansania sind die Regenperioden im November-Dezember (kleine Regenzeit) und Mitte März bis Anfang Juni (große Regenzeit). In Südafrikas Osten, in Botswana und Namibia regnet es zwischen November und April. Wenn Bäume und Büsche durch den Regen sehr grün sind und das Gras hoch steht, kann das die Tiersichtungen erschweren.
     
  • Für Flugpreise gilt Angebot und Nachfrage. Während der deutschen Sommerferien ziehen fast alle Airlines ihre Preise an, noch hochpreisiger ist die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel. Buchen Sie insbesondere die Flüge möglichst weit im Voraus. Auf Last-Minute-Schnäppchen bei den Langstreckenflügen zu spekulieren macht keinen Sinn. Wer mit wenig Vorlauf eine Safari für die Hochsaison plant, könnte enttäuscht werden. Kleingruppensafaris sind dann oft schon ausgebucht. Auch eine kurzfristige individuelle Reiseplanung ist schwierig, denn die Safari-Lodges sind meist klein und haben dann keine freien Zimmer mehr. Wir empfehlen für die Hochsaison eine Vorlaufzeit von einem halben Jahr und mehr.
     
  • Nicht alle Tiere sind in allen Regionen ansässig  – Schimpansen zum Beispiel bevorzugen Urwälder, während Giraffen, Elefanten, Zebras, Löwen oder Gnus eher in der offenen Savanne zu finden sind. Manche Herdentiere wandern auch. Bekannt ist die große Tierwanderung der Gnus, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten anzutreffen sind. Unsere Seite www.gnu-finder.de bietet einen guten Überblick, wann man sie wo am ehesten antrifft.

Wieviel kostet eine Safari in Afrika?

Generell ist eine Safari kein günstiger Pauschalurlaub mit Last-Minute-Angeboten. Auch vor Ort ist das Preisniveau nicht unbedingt günstiger als in Deutschland.

Viele Produkte werden in afrikanischen Ländern nicht produziert und müssen eingeführt werden. Hinzu kommt, dass Safaris personalintensiv sind, auch wenn die Unterkünfte oder Reisegruppen klein sind. Die einzelnen Mitarbeiter verdienen zwar nicht viel, die ganze Logistik dieser Art zu reisen ist jedoch teuer. Hinzu kommen die Flüge. Es gibt zwar in der Nebensaison oft günstige Angebote, aber diese sind meist nur auf Metropolen wie Johannesburg, Kapstadt oder Nairobi begrenzt. Andere Destinationen haben eine geringere Flugfrequenz oder erfordern zusätzliche Inlandsflüge, was die Tickets deutlich teurer macht. 

Als Faustregel gilt: Je exklusiver das Erlebnis sein soll, desto tiefer muss man in die Tasche greifen. Mit „exklusiv“ ist dabei nicht unbedingt Luxus gemeint. Es gibt zum Beispiel sehr weit abgelegene Lodges, die man nur mit dem Flugzeug erreichen kann. Sie werden mit allen Lebensmitteln und Ausrüstung über den Luftweg versorgt. Diese Logistik schlägt sich natürlich im Preis nieder. Das exklusive Erlebnis sind dann Pirschfahrten, ohne anderen Fahrzeugen zu begegnen. Exklusiv können auch die Aktivitäten sein, z.B. Pirschwanderungen oder Gorilla-Tracking. Hierfür werden speziell ausgebildete Ranger benötigt. Für Gorilla-Wanderungen braucht man außerdem eine spezielle kostenpflichtige Genehmigung.

Gehört zum Erlebnis Safari unbedingt dazu: Ein Sundowner zu den wunderbaren Sonnenuntergängen der Savanne.

Wie plane ich meine Traum-Safari?

Tatsächlich am besten mit einem Experten, der sich vor Ort auskennt – die Größe und Vielfalt des Kontinents macht es gerade für Anfänger schwer, sich in Eigenarbeit alles zusammenzustellen. Wer Interesse an einer Safari nach Afrika hat, kann sich gern unverbindlich bei unseren Safari-Beratern melden und sich passende Reisen zusammenstellen lassen.

Unter Kontakt und Team sehen Sie unsere Spezialisten, die seit Jahren regelmäßig auf Safari gehen und Afrika im Herzen tragen. Unter Telefon 037437 5388-0 sind wir von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

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