Tarangire Safari Lodge, Tarangire Nationalpark

von Judith Nasse

18.06.2016
Von der besonderen Lage dieser Unterkunft hatte ich bereits gehört und mir auch einige Bilder angesehen. Nun bin ich sehr gespannt, die Tarangire Safari Lodge live zu erleben. Nach der Begrüßung durch Elefantenherde erreichen wir unser heutiges Ziel am späten Nachmittag. An der Rezeption herrscht gerade viel Betrieb, und so entscheiden wir uns, das Gepäck stehenzulassen und es uns auf der großen Terrasse bequem zu machen. Der Ausblick auf den Tarangire-Fluss und die Weite der Savanne mit ihren grünen Akazien und knorrigen, trockenen Baobabs ist einfach traumhaft schön. Direkt unterhalb der Aussichtsterrasse grasen friedlich Impalas und Wasserböcke. Ein Elefant wandert durch die Buschlandschaft.

Eine ganze Weile sitzen wir da  und genießen einfach nur die Stimmung und die Szenerie. Leider ist es ziemlich bewölkt, aber ich kann mir gut vorstellen, wie es aussieht, wenn die auf der Rückseite der Lodge untergehende Sonne die Landschaft in ein warmes Goldgelb taucht.

Es ist schon dunkel, als wir unsere Zelte beziehen. Diese sind zwar recht klein und rustikal ausgestattet, aber gerade die Kombination aus einfachem Komfort und großer Naturnähe gefällt mir gut. Es gibt außer den Betten ein Regal, eine Kofferablage sowie einen kleinen Schreibtisch. Im hinteren Teil des Zeltes befindet sich das Bad mit Dusche, Waschtisch und separater Spültoilette. Auch nach dem Abendessen sitzen wir noch eine ganze Weile draußen und genießen die besondere Abendstimmung. Zeitweise kann man das Mondlicht durch die Wolken scheinen sehen.

Ich male mir aus, wie ich später mein Stativ aufbaue, um Aufnahmen zu machen, bei denen sich das Licht des Vollmondes im Tarangire-Fluss spiegelt. Leider reißt die dichte Wolkendecke jedoch nicht auf und daher klappt es heute nicht mit den Fotos. Nun habe ich aber einen Grund mehr, noch einmal an diesen wunderschönen Ort zurückzukehren.

Als ich mich von einem Angestellten der Lodge zu meinem Zelt begleiten lasse, deutet er mit einer Taschenlampe auf mehrere Elefanten, die nur wenige Meter neben dem Weg nahe bei meinem Zelt stehen und sich ihr Nachtmahl schmecken lassen - Wahnsinn! Ich frage ihn, ob ich mich trotzdem noch eine Weile auf meiner Veranda aufhalten könne, was er bejaht. Also gesagt, getan. Etwas später kommt der Wächter wieder zurück zu meinem Zelt. Er sagt mir, ich solle vorsichtig sein, denn hinter meinem Zelt seien noch mehr Elefanten. Im Schein seiner Taschenlampe kann ich deutlich eine Elefantenkuh mit ihrem Jungen erkennen. So gehe ich lieber rein und höre noch eine Weile zu, wie die Elefanten lautstark Äste von den Bäumen reißen.

Am nächsten Morgen reißt die Wolkendecke langsam auf und ich sitze noch ein paar Minuten auf der Terrasse, um noch einmal das Panorama zu genießen. Dann geht es auch schon wieder weiter, denn schließlich steht heute eine lange Fahrt bis in die zentrale Serengeti auf dem Programm. Die Tarangire Safari Lodge - was für ein traumhaftes Fleckchen Erde!

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