Asanja Camp, zentrale Serengeti

von Judith Nasse

Das Asanja Camp befindet sich im Bereich Moru und eignet sich daher ebenfalls gut als Ausgangspunkt für ausgedehnte Tierbeobachtungen in der zentralen Serengeti. Die Lage dieser Unterkunft gefällt mir sehr gut, denn vom Hauptbereich aus hat man einen schönen Weitblick über die Savanne bis zu den Hügeln im Hintergrund. Ich male mir aus, hier nach dem Sonnenuntergang am knisternden Feuer zu sitzen. Es ist bestimmt herrlich, mit einem Glas Amarula oder Martini in der Hand einfach nur den nächtlichen Tiergeräuschen zu lauschen und in den wunderschönen afrikanischen Sternenhimmel zu blicken.

Die beiden hübsch eingerichteten Messezelte sind gleichzeitig Restaurant, Bar und Aufenthaltsraum. W-LAN gibt es hier nicht, aber vielleicht ist es in dieser schnelllebigen Zeit auch mal angenehm, nicht auf das Smartphone zu schauen. Mit nur sieben Gästezelten, von denen jedes eine Massai-Zeremonie repräsentiert, bietet Asanja dieselbe Exklusivität wie so manches Luxuscamp.

Die mittelgroßen Hauszelte wurden mit hellen Möbeln ausgestattet und mit Accessoires liebevoll dekoriert. Außer den Betten gibt es auch ein Regal sowie einen Schreibtisch. Eine Sitzgelegenheit auf der hölzernen Veranda lädt zwischen den Pirschfahrten oder nach einem ereignisreichen Tag zum Verweilen ein. Das Bad im hinteren Teil des Zeltes ist mit Buschdusche und kleinem Waschbecken zwar recht einfach ausgestattet, aber trotzdem völlig ausreichend. Ein hübsches Tented Camp, das weder ganz rustikal noch besonders elegant ist. Es befindet sich irgendwo im Mittelfeld und ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiss für Safarigäste, die ein gewisses Maß an Komfort wünschen, denen aber die Luxuscamps zu teuer sind.

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