Campingsafari-Checkliste: Was muss ich beachten?

von Sabrina Hofmann

Egal wo man zwischen Kapstadt und Kilimandscharo das Abenteuer sucht: ist die Entscheidung definitiv für eine Campingsafari gefallen, sollte man bei der Ausrüstung und bei der Vorbereitung einiges beachten.
An was muss ich denken und was brauche ich?

Für den naturaffinen und abenteuerhungrigen Reisenden, dem eine Expedition zu  spektakulären Pässen, Tälern, Stränden, Flüssen, Wasserfällen, Wäldern und Steppen Afrikas am Herzen liegt, bieten sich sogenannte Campingsafaris an. Bevor aber das Abenteuer beginnt, die Nationalparks erkundet, die vielfältige Tierwelt bestaunt, afrikanische Völker, Folklore und Traditionen kennen gelernt und Wildreservate entdeckt werden, muss jedoch erst eine Entscheidung getroffen werden. Welcher Campingsafari-Typ bin ich?
Zwei stehen zur Auswahl – der rustikale passive Crew-affine Typ und der individuelle aktive Chef-Campingsafari-Typ.

Der rustikale passive Crew-affine Typ

Für den passiven Typen bietet sich das professionell geführte Reisekonzept an. Die Routen und Touren sind fest geplant und auf die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen abgestimmt. Jeder Tag verspricht ein neues Abenteuer – Camping und einfache Lodges wechseln sich oftmals ab.

In dieser Variante ist Teamgeist gefragt, denn die Reiseteilnehmer sollten sich als Teil der Crew verstehen, bevor der Motor des Safari-Trucks startet. Denn so ganz passiv ist man hier gar nicht: im Team werden die anfallenden Arbeiten während der Campingsafari gemeinsam erledigt – Auf- und Abbau der Zelte, die Fahrzeugbeladung und Küchenarbeit.

Der positive Nebeneffekt: durch die Teamarbeit lernt man sich untereinander gut kennen. Das Motto ist hier: Jeder hilft mit!

Aber das wirklich Geniale ist, dass in diesem Konzept die gesamte Camping-Ausrüstung gestellt wird, außer ein Kissen und ein Schlafsack. Die Basics sind also schon vorhanden: Zelt, Moskitonetze, Schlafmatten.

Ebenso komfortabel: bei dieser Safari in Südafrika findet das Campen zum größten Teil auf ausgeschriebenen Campingplätzen statt.
Auf was ich alles achten muss und was ich mitbringen muss – von Kleidung, Pässen, Reiseapotheke  etc. – kann hier bei uns als Checkliste oder hier als Blog nachgelesen werden.

Empfehlung: dieser Typ eignet sich eher für naturliebende und abenteuerhungrige Entdecker mit einer starken Affinität zum Camping innerhalb einer Gemeinschaft, in der Teamgeist und soziale Kompetenz wichtig sind. Da die Routen geplant werden und das Camping-Equipment zur Verfügung gestellt wird, ist dieses Konzept besonders für Reisende, die zum ersten Afrika entdecken wollen, ansprechend. Das Konzept ist gut geeignet für Camping-Safari-Einsteiger.

Der individuelle aktive Chef-Camping-Safari-Typ

Dieser Typ muss konsequenterweise mehr auf dem Checklisten-Radar haben. Denn hier kümmere ich mich selbst um Routenplanung, Truck oder Jeep und vor allem um die Campingausrüstung. Da ist Logistik-, Organisations- und Planungstalent gefragt.

Aber das Wichtigste zuerst: ganz alleine sollte man ein solches Vorhaben nicht angehen, denn das ist viel zu gefährlich. Wesentlich besser ist es, zu zweit oder zu dritt unterwegs zu sein.   

Apropos Sicherheit, bevor die Reise losgeht: immer auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes achten – die Österreicher wenden sich an ihr Außenministerium,  die Schweizer an ihr Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten. Und für den Fall der Fälle ist es gut zu wissen, wo die jeweiligen Botschaften in den jeweiligen afrikanischen Ländern zu finden sind.

Die Routenplanung sollte akribisch und gewissenhaft gemacht werden. Unbedingt darauf achten, dass man die aktuellsten Land- und Straßenkarten im Gepäck hat.  Das Gleiche gilt für den Reiseführer. Dieser sollte aktuell sein und am besten in handlicher Buchform.

Achtung: es ist auf jeden Fall sinnvoll, rechtzeitig die offiziellen Campingplätze auszuloten und in die Route zu integrieren. Beim Wildcamping ist darauf zu achten, ob es im jeweiligen Land erlaubt ist.

Ebenso wichtig ist es, sich einen Zeitplan zu erstellen, wann man wo und wie lange verweilen möchte. Dieser Zeitplan kann natürlich flexibel sein, denn schließlich will man die Safari genießen und sein eigener Chef sein. Gleichzeitig sollt man hier zu sich selbst ehrlich sein – wie viel ist in welcher Zeit zu schaffen? Die Tagesetappen müssen also realistisch eingeschätzt werden. Hier brauche ich Zeitmanagement-Kompetenz.

Auch die Mietwagen muss ich mit viel Vorlauf planen und Zeit in die Angebotsrecherche stecken. Da ja eine Safari geplant ist, kommt außerhalb von Südafrika oftmals nur ein Allradwagen in Frage, da eher anspruchsvollere Pisten den Safari-Alltag bestimmen. Geiz ist hier nicht sinnvoll, denn ein bequemer und leistungsfähiger robuster Jeep ist wichtig, um auf der Safari keine böse Überraschung zu erleben. Außerdem, und das versteht sich von selbst, sollte ich ein erfahrener Autofahrer sein, der seine Grenzen einschätzen kann.

Die üblicherweise benötigte Camping-Ausstattung umfasst mindestens Zelt, Moskitonetz, Schlafsack, Matratze und Utensilien für Camping-Küche. Mein Essen koche ich selbst. Für die Safari-Expedition eignen sich Gaskocher. Der Vorteil: diese gibt es in verschiedenen Größen, sie sind handlich, leicht zu bedienen und können leicht auf- und abgebaut werden. Aber Vorsicht: bitte darauf achten, dass die Kocher sehr robust sind.

Beim Zelt lohnt sich zu überlegen, ein sogenanntes Auto-Dachzelt zu wählen. Dieses kann man bei vielen Autovermietungen mitbuchen.

Wer die Camping-Ausrüstung nicht beim Flug dabei haben möchte, kann sich natürlich das Ganze vor Ort leihen.

Ergänzend zur oben genannten Checkliste ist es sinnvoll, die Camping-Utensilien-Checkliste des ADAC-Camping-Führers gegenzulesen. Sicher ist sicher. Auch wenn die Entscheidung gefallen ist, die Camping-Ausrüstung zu mieten – es ist  auf jeden Fall von Vorteil, eine solche Checkliste bei sich zu haben.

Empfehlung: dieser Typ eignet sich eher für belastbare action- und abenteuerhungrige Chef-Entdecker, die selbstbestimmt die Zügel in die Hand nehmen wollen. Fitness und große Flexibilität sind Grundvoraussetzungen. Logistik-, Organisations- und Planungstalent ebenso. Da ich die Route individuell plane, die Ausrüstung selbst zusammenstelle und mich um das Fahrzeug-Modell kümmere, ist es von großem Vorteil, bereits in Afrika gewesen zu sein und Reiseerfahrung mitzubringen. Das Konzept ist also eher etwas für „absolute Profi-Camping-Safari-Alles-Könner“ mit einer ausgeprägten Afrika-Expertise.

 

noch keine Kommentare