Finanzen während des Afrika-Trips: Alternativen zur Kreditkarte?

von Gast-Autor

Eine Reise nach Afrika ist ein besonderes Abenteuer - in vielerlei Hinsicht: Abgesehen von der uns fremden Kultur ergeben sich auf dem schwarzen Kontinent auch hinsichtlich der Zahlungsmodalitäten spezielle Herausforderungen. Dabei sollte Angaben in Reiseführern eine gewisse Skepsis entgegengebracht werden, nicht immer sind die Informationen aktuell. Wie wird in Afrika am besten gezahlt?

V-Pay-Karten fallen als Zahlungsmittel aus

Vor einigen Jahren noch war es vergleichsweise unproblematisch, zumindest in Ballungsräumen per EC-Karte Geld abzuheben. Seit 2011 setzen europäische Banken aber vermehrt auf die sogenannten V-Pay-Karten. Die neue Sicherheitstechnik ist außerhalb der geographischen Grenzen Europas nicht lesbar, was den Einsatz auch auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verhindert. Unproblematisch ist hingegen die Akzeptanz von Kreditkarten, wenngleich eine Zahlung in Supermärkten und selbst in Hotels nicht immer möglich ist. Weiterhin sollten Afrika-Reisende beachten, dass die Entwicklung der Infrastruktur sich innerhalb des Kontinents stark unterscheidet: In Kenia und Südafrika sorgt eine gute Vernetzung der Banken bereits dafür, dass das Abheben von Bargeld vergleichsweise unproblematisch ist. In ärmeren Regionen kann davon keine Rede sein. Hier ist es zumeist nur in großen Städten überhaupt möglich, durch die Kreditkarte an Geld zu kommen. Dabei sollte sich im Vorfeld unbedingt darüber informiert werden, welche Gebühren durch die Bank erhoben werden - zum Teil sind die Aufschläge sehr hoch.

Reisechecks als Sicherheit, aber mühsam

Reiseschecks machen die Geldversorgung auf Reisen sicherer, aber gerade in Afrika auch umständlich. Anders als beispielsweise in den USA lässt sich hiermit nämlich nicht direkt bezahlen - Schecks müssen zunächst in die Landeswährung umgetauscht werden. Dieses Procedere kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Die Gebühren sind zumeist höher als bei der Bargeldabhebung per Kreditkarte.

Bargeld bleibt wichtiges Zahlungsmittel

In vielen Regionen gilt noch immer: Bargeld lacht. Weil selbst Mietwagen oder Tankstellen nicht zwangsläufig eine Zahlung per Kreditkarte akzeptieren, muss nicht selten auf die Bargeldreserve zurückgegriffen werden. Neben der Landeswährung wird dabei teilweise auch Euro oder US-Dollar akzeptiert. Ersterer ist vor allem in Westafrika von Bedeutung; der Dollar ist hingegen insbesondere in den Ländern Ostafrikas gefragt. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die verwendeten Dollar-Noten neu und unbeschädigt sind; zudem werden 1 Dollar-Scheine häufig nicht akzeptiert, und bei 100 Dollar-Scheinen ist die Skepsis aufgrund von möglichen Fälschungen hoch.

Vor der Reise sorgsam informieren

Wichtig ist in Verbindung mit den Finanzen während einer Afrikareise die ordentliche Vorbereitung. Eine Kreditkarte ist Pflicht, je nach Region kann auch Bargeld in US-Dollar oder Euro nützlich sein. Reisechecks können als Absicherung bei Kreditkartenverlust dienen. Bei längeren Aufenthalten lohnt die Eröffnung eines Kontos, in Verbindung mit einem Zahlungsdienstleister wie Azimo lassen sich die Transaktionsgebühren auf ein Minimum reduzieren.

Kontoeröffnung bei Afrika-Aufenthalt

Möglich ist es durchaus, auch direkt im Urlaub ein Konto zu eröffnen, was insbesondere bei längeren Aufenthalten die Höhe der zu zahlenden Gebühren verringert. Möglich macht dies unter anderem die Bank of Africa; benötigt werden neben einer Kopie des Reisepasses nur die Einkommensnachweise der letzten drei Monate. Ein solches Bankkonto kann auch der Absicherung dienen, beispielsweise bei einem Verlust der Kreditkarte. Daheimgebliebene können dann Geld auf das Konto überweisen, was wegen der hohen Gebühren aber keinesfalls über das herkömmliche Bankkonto erfolgen sollte. Zahlungsdienstleister wie Azimo sind hier die bessere Wahl; die Überweisung ist besonders einfach, schnell und vor allem günstig. Transaktionen sind auf diese Weise in 50 afrikanische Länder möglich, in einigen Staaten wird nicht einmal ein Bankkonto vorausgesetzt - die Auszahlung kann als mobile Wallet, Handyguthaben oder sogar bar erfolgen.

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