Von Nata zum Chobe

von Susanne Schlesinger

01.03.2016
Frühstück gibt es heute wie gewohnt am Truck, den Jeffyas strategisch günstig in der Nähe unserer Zeltchalets geparkt hat. So können wir gleich unser Gepäck einladen und nach dem Frühstück starten. Die Straße führt nach Norden nach Kasane, der zweiten Touristenhauptstadt Botswanas nahe der Grenze zu Simbabwe, Sambia und Namibia. Es geht fast schnurgerade in Richtung Norden durch den Kasane National Forest. An der Straße gibt es zwei Arten von Warnschildern: „Achtung, Kurve“ und „Elephants crossing“. Offenbar vergessen viele Fahrer, dass die Fahrtroute nicht immer nur geradeaus verläuft, und landen regelmäßig im Gebüsch.

Und auch die Warnung vor Elefanten ist auch durchaus ernst gemeint. Wir sehen etliche Dickhäuter am Straßenrand und auch auf der Straße. Ein Elefantenbulle schubbert sich genüsslich an einem abgebrochenen Baum. Der Autoverkehr vor seinem Rüssel stört ihn dabei kaum.

Wir erreichen Kasane und machen einen Stopp in der Stadt, um uns nochmals mit Getränken zu versorgen, dann checken wir in der Thebe River Lodge ein. Die Lodge ist eine schöne Anlage mit Zimmern rund um einen Innenhof sowie Stellplätzen für Selbstfahrer und Camper. Der Innenhof hat Sitzgelegenheiten und auch einen kleinen Springbrunnen. Die Zimmer in den riedgedeckten Gebäuden sind schön eingerichtet und haben eine ordentliche Dusche. Es gibt sogar einen Fernseher. Sie sind nicht sonderlich groß, aber wir halten uns sowieso nicht viel darin auf. Die Lodge hat auch ein Restaurant und eigentlich eine Bar und einen Pool. Die Bar ist allerdings wenige Tage vor unserer Ankunft abgebrannt, und das Feuer hat auch den Pool in Mitleidenschaft gezogen.

Geplant ist, im Restaurant zu essen, aber wir überreden Jeffyas und Prince, für uns zu kochen und geben das Geld lieber dafür aus. Jeffyas ist einverstanden und organisiert Fleisch, Würstchen und sogar einen Kuchen für den heutigen Abend.

Von der Lodge, die einer Safarifirma gehört, wird eine Pirschfahrt im nahen Chobe Nationalpark am Nachmittag als optionale Aktivität angeboten. Felix und ich entscheiden uns dafür und erleben einen unvergesslichen Nachmittag. (Nachmittagspirschfahrt im Chobe Nationalpark)

Nach unserer Rückkehr gibt es einen Grillabend und wir sind satt und vollgefressen wie die Löwen, als wir ins Bett gehen. Der Springbrunnen im Innenhof ist die Residenz eines kleinen, aber sehr nervigen Frosches, dessen Gequake in der ganzen Anlage zu hören ist. Irgendwann gibt aber er dann schließlich Ruhe.

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