Auf Pirschfahrt - Afrikanische Wildhunde

von Susanne Schlesinger

Wildhunde im Kwando Reservat © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Afrikanischer Wildhund (Painted Dog) beim Chitabe Camp © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Wildhunde in der Nähe des Savuti Camps © Dana Allen für Wilderness Safaris

Wildhund im Luangwagebiet, Sambia © Foto: Norman Carr Safaris

Afrikanischer Wildhund im Okavangodelta in der Nähe der Duma Tau Lodge © Foto: David Kneale für Wilderness Safaris

Afrikanischer Wildhund (Painted Dog) am Chitabe Camp © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Wildhunde sehen Schakalen, Wölfen und entfernt auch Hyänen ähnlich, was ihnen dem Beinamen „Hyänenhund“ eingebracht hat. Biologisch sind sie am nächsten mit den Schakalen verwandt, obwohl diese erheblich kleiner sind. Wie alle Vertreter der Gattung ist auch der Afrikanische Wildhund ein Rudeltier und die soziale Bindung an die Familie ist so stark ausgeprägt, dass Jungtiere im Rudel von allen Mitgliedern aufgezogen und durch Hervorwürgen von Futterbrei gefüttert werden. Ebenso gehen alle dazu fähigen Mitglieder eines Rudels gemeinsam mehrmals täglich auf die Jagd und versorgen kranke oder ältere Hunde mit. Die Hunde sind sehr geschickte Jäger, allerdings wird ihnen die Beute häufig durch Hyänen oder Löwen streitig gemacht, gegen die sie körperlich unterlegen sind.Gejagt wird tagsüber auf Sicht, die Beute wird durch Reißen erlegt. Anders als Raubkatzen können die Hunde ihre Beute mit den Pfoten nicht erfassen. Die langen Beine machen sie schnell, die großen Ohren hören herannahende Beute besonders gut. Feste Reviere haben die Hunde nicht, sie wandern dorthin, wo es Wasser und Futter gibt. Die Welpen werden gern in einer Erdhöhle versteckt, die vom Rudel bewacht wird. Sind sie alt genug, um jagen zu gehen (nach etwas sechs Monaten), ziehen die Wildhunde wieder umher.

Wildhunde in der Nähe des Liuwa Plains Camp © Robin Pope Safaris

Wildhund am Kwando Lagoon Camp, Botswana © Foto: Marco Penzel | Outback Africa

Afrikanischer Wildhund in der Nähe des Banoka Bush Camps, Botswana © Dana Allen für Wilderness Safaris

Chitabe Camp, Afrikanischer Wildhund (Painted Dog) © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Wildhunde im Luangwagebiet © Foto: Robin Pope Safaris

Afrikanische Wildhunde in Moremi © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Rudelführer ist ein männlicher Wildhund. Nur er und seine Leithündin paaren sich und bekommen Nachwuchs. Alle anderen erwachsenen Mitglieder sind hormonell so „gesteuert“, dass sie keinen Paarungstrieb haben. Dies ändert sich erst, wenn die Alphatiere keinen Nachwuchs mehr haben können. Aggressionen und Rangkämpfe gibt es jedoch kaum. Diese Eigenart ist sicher einer der Gründe, warum die Hunde vom Aussterben bedroht sind. Es gibt einfach nicht genug Nachwuchs, außerdem werden viele der Hunde durch andere Raubtiere getötet, so dass die Population immer geringer wird. Hinzu kommen Krankheiten, Unfälle und der immer kleiner werdende Lebensraum.

Verspielte Wildhunde, Moremi Wildreservat © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Wildhund im Linyanti Gebiet nahe des Kings Pool Camps © Foto: Russel Friedman für Wilderness Safaris

Afrikanischer Wildhund in Moremi © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

In Simbabwe wurde deshalb im Hwange Nationalpark ein Schutzprojekt ins Leben gerufen. Unser Kollege René hat vor einiger Zeit darüber berichtet. Weitere Chancen, die seltenen Wildhunde zu sehen, bieten sich in Botswana im Moremi Wildreservat und im Okavangogebiet (hier hatten Doreen und Ulrike unabhängig voneinander das Glück). Marco erlebte ebenfalls in Botswana und in Sambia im Luangwatal unvergessliche Wildhundsichtungen. Svenja sah die Hunde im Selous Wildreservat in Südtansania. Auch in privaten Reservaten rund um den Krüger Nationalpark kann man Wildhunde antreffen.Aber Glück gehört eben immer dazu...Hier gehts zu den Berichten zum Weiterlesen:Zum Schutz der Afrikanischen Wildhunde: Erfolgreiches Projekt in HwangeReisebericht von Doreen Botswana 2012 - Auf Pirsch im Moremi WildreservatReisebericht von Marco Botswana 2012 - Kwando Lagoon CampReisebericht von Ulrike Botswana 2013 - Chitabe Camp In unserer Serie auf Pirschfahrt sind bisher folgende Beiträge erschienen:Auf Pirschfahrt-ZebrasAuf Pirschfahrt-GiraffenAuf Pirschfahrt-ElefantenAuf Pirschfahrt-NashörnerAuf Pirschfahrt-FlusspferdeAuf Pirschfahrt-KuhantilopenAuf Pirschfahrt - Kleinere AntilopenartenAuf Pirschfahrt - LöwenAuf Pirschfahrt-Leoparden und GepardenAuf Pirschfahrt - Gerenuk, Netzgiraffe und Grevyzebra

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