Auf Pirschfahrt - Gerenuk, Netzgiraffe und Grevyzebra

von Marco Penzel

Gerenuks oder Giraffengazellen, links: in Samburu (Foto: Frederic Salein via Wikimedia Commons), rechts im Shaba Nationalreservat (Foto: Cheli&Peacock)Hinzu kommt eine besondere Gazelle, Gerenuk oder auch Giraffenantilope (Litocranius walleri) genannt. Mit Giraffen sind diese Gazellen nicht verwandt, aber ihr Hals ist schon außergewöhnlich lang. Die Tiere leben in den trockenen Savannen Somalias, Äthiopiens und Kenias und seltener im Norden Tansanias. Auf Safari im Samburu und im Shaba Nationalreservat hat man die besten Chancen, sie zu sehen. Am liebsten fressen Gerenuks die Blätter von Sträuchern. Weil die leckersten Bissen offenbar an den höheren Zweigen wachsen, stellen sich die Tiere auf die Hinterbeine und strecken sich mit akrobatischem Geschick in die Höhe. Dabei bilden Beine, Rücken und Kopf beinahe eine senkrechte Linie.Netzgiraffen in Loisaba (links) und Massaigiraffen in der Massai Mara (rechts). Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen Netzgiraffen in Loisaba (links) und Massaigiraffen in der Massai Mara (rechts). Fotos: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBei den Giraffen (Giraffa camelopardalis) unterscheiden Zoologen bis zu neun verschiedene Unterarten. Auf Safari sieht man am häufigsten die Angola-Giraffe im Norden Botswanas und Namibias, im Westen Simbabwes und im Süden Sambias. In Tansania und in den südlichen Parks Kenias, etwa in der Massai Mara und in Amboseli sind die Massaigiraffen verbreitet. In Uganda und im Westen Kenias gibt es noch Rothschild-Giraffen. Und wer die Netzgiraffen mit ihrer markanten Fellzeichnung sehen möchte, fährt entweder in den Leipziger Zoo oder in Kenias Reservate nördlich des Äquators, wie den Meru Nationalpark oder nach Lewa.Grevyzebra im Lewa Wildschutzgebiet (links) und Steppenzebras in der Massai Mara (rechts). Fotos: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen Grevyzebra im Lewa Wildschutzgebiet (links) und Steppenzebras in der Massai Mara (rechts). Fotos: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenDort, in den Schutzgebieten am Fuße des Mt. Kenya, kann man auch einer besonderen Zebraart begegnen, dem Grevyzebra (Equus grevyi). Während das viel weiter verbreitete Steppenzebra (Equus quagga) breitere und manchmal ungregelmäßige Streifen hat, ist das Grevyzebra filigraner gezeichnet. Die Streifen sind schmaler, und sie hören oberhalb des Bauches auf. Benannt ist die Art nach dem französischen Präsidenten Jules Grévy, dem der Kaiser von Abessinien im 19. Jahrhundert ein solches Tier geschenkt hat. Grevys sind die größte Zebraart. Im Gegensatz zu den Steppenzebras, die oft Herden bilden, sind Grevyzebras eher als Einzelgänger unterwegs. Es leben nicht mehr viele dieser Tiere in freier Wildbahn. Der Bestand der Art gilt als gefährdet.

noch keine Kommentare