Neues vom David Sheldrick Wildlife Trust - Juni 2013

von Susanne Schlesinger

Wie Sie ja wissen, sind wir Paten eines kleinen Elefanten und eines Nashorns im Elefantenwaisenhaus in Nairobi. Alle ein bis zwei Monate bekommen wir deshalb einen Newsletter mit aktuellen Informationen zu unseren und den anderen Schützlingen des DSWT. Dieser wird von Dame Daphne Sheldrick, der Frau des verstorbenen Trustgründers David Sheldrick verfasst. Begleitet wird der Newsletter jedesmal von einem wunderschönen Aquarell von Angela Sheldrick, der Tochter der beiden.Bedauerlicherweise sind nicht immer nur schöne Nachrichten zu vermelden - in dem aktuellen Newsletter wird berichtet, dass die vierjährige Elefantenkuh Tano, die im Waisenhaus in Nairobi lebte, an einer unheilbaren Knochenkrankheit verstorben ist. Das hat alle sehr traurig gemacht, die sich um sie gekümmert haben, seit sie im Alter von zwei Monaten mutterlos aufgefunden wurde. Nur eine Knochenmarkspende hätte Tano retten können, aber die gibt es bei Elefanten leider nicht.Auch die Eingewöhnung der kleinen Elefanten an das neue Leben mit Waisenhaus verläuft nicht immer reibungslos. Arruba, ein acht Monate altes Elefantenbaby, dass in einem neu umzäunten Gebiet im Tsavogebiet gefunden wurde, verweigerte fünf Tage lang die Milchflasche und ließ die Pfleger nicht an sich heran. Erst dann fasste sie Vertrauen. Maxwell, Mai 2013 © Foto: David Sheldrick Wildlife TrustAbsolutes Vertrauen in die Pfleger und die gute Futterversorgung hat dagegen unser Patenkind Maxwell. Der blinde Nashornbulle, der in einem Gehege im Waisenhaus untergebracht ist, genießt die Vorzüge eines Luxushotels in vollen Zügen und lässt sich von den Pflegern die Leckerlis, Obst und Zuckerrüben, direkt ins Maul legen. Solio, die Rhinodame, wird immer unabhängiger und verlässt das Gehege des Waisenhauses jetzt bereits für mehrere Tage. Bald wird sie nicht mehr zurückkommen, sondern ein Leben in der Freiheit des Nairobi Nationalparks genießen. Maxwell, der ihre Gesellschaft sucht, vermisst sie sehr.Unser anderes Patenkind, der kleine Elefant Lima Lima, hat sich gut entwickelt und ordentlich an Gewicht zugelegt, wie man gut auf den aktuellen Fotos erkennen kann. Sie hat sich gut eingelebt und mit den anderen angefreundet. Gern spielt sie Fußball und frisst Grünfutter mit großer Begeisterung.

Prominente Besucher im Waisenhaus

Gleich zwei hochrangige Besuche gab es im vergangenen Monat im Waisenhaus in Nairobi.Der US-Botschafter Robert Godec schaute am 5. Juni vorbei und ließ sich von den kleinen Elefanten verzaubern. Er fütterte und spielte mit ihnen und sprach mit den Pflegern. Anschließend diskutierte er mit Dame Daphne Sheldrick lange über verschärfte Bestrafungen und Maßnahmen zur Eindämmung des illegalen Handels mit Elfenbein und Rhinohorn in die asiatischen Länder.Am 18.Juni besuchte die neue First Lady Kenias, Margaret Kenyatta, das Waisenhaus in Nairobi und versprach, sich als Schirmherrin der Kampagne "Hands off our Elephants" der Organisation "Wildlife direct" noch stärker gegen Wilderei und Elfenbeinschmuggel einzusetzen.Sowohl der amerikanische Botschafter als auch Kenias First Lady übernahmen die Patenschaft für einen Elefanten - und zwar beide für Tundani, einen einjährigen kleinen Elefantenbullen, der im Tsavo Nationalpark gefunden wurde. Er darf sich jetzt "First Elephant" mit amerikanischem Patenonkel nennen! Tundani © Foto: DWSTPatenschaften können auch ganz einfach über die Internetseite des David Sheldrick Wildlife Trusts abgeschlossen werden und sind auch ein originelles Geschenk für Afrika- und Elefantenfreunde. Das Waisenhaus ist offiziell täglich für eine Stunde vormittags für alle Besucher geöffnet, als Pate dürfen Sie nachmittags eine "Privataudienz" mit ihrem Patenkind gegen Voranmeldung erhalten.

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