Wolwedans Village Tour (14/16)

von Jens Döring

30.11.2012Am Morgen erwartet uns eine Tour der ganz besonderen Art. Der Eigentümer Stefan Brückner, dessen Vater das Naturreservat einst gründete, führt uns durch das kleine Dorf. Die Village-Tour ist dafür gedacht, die Gäste hinter die Kulissen des auf Öko-Tourismus spezialisierten Reservates schauen zu lassen. Es gibt ja mittlerweile viele Unterkünfte, die sich mit einem der unzähligen Öko-Siegeln schmücken, hinter denen jedoch oftmals nichts wirklich Nachhaltiges steckt und vielmehr dem Marketing dienen. Hier ist es aber tatsächlich anders. Wolwedans ist eines der ersten Mitglieder im Verbund der „Global Ecosphere Retreats“. Nachhaltigkeit und Naturschutz werden hier groß geschrieben. Auch die lokale Community soll mit einbezogen und die Kultur geschützt und an die nächsten Generationen weitergegeben werden.

Wolwedans Village © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Stefan Brückner, Manager des Namib Rand Naturreservats © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Infotafel der NRCF © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Grüner Garten für die Versorgung der Lodges  © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Gewächshaus in Wolwedans © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Kräuter für die Lodgeküchen © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Wasseraufbereitungsanlage © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Generator © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Batterien zur Speicherung der Sonnenenergie © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Ausbildung für die lokale Bevölkerung © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Kochschule in Wolwedans © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Vorratshaltung für die Lodgeversorgung © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Brauchwassertanks zur Bewässerung des Gartens  © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Solarstrompaneele © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Fuhrpark der Wolwedans Lodges  © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Es ist sehr eindrucksvoll zu sehen, wie Wolwedans organisiert ist und woher es seine Energie bezieht. Das Wasser, das aus Brunnen gefördert wird, wird mithilfe von Solarenergie aufgeheizt und mit Pumpen, die mit Solarstrom betrieben werden, in die einzelnen Camps befördert. Das Abwasser wird ebenfalls im Dorf gesammelt und gefiltert und zur Bewässerung wiederverwendet. Bioabfälle werden an die eigenen Schweine verfüttert, die dann an die Einheimischen gehen und geschlachtet werden. Auch die Ausbildung der verschiedenen Fachkräfte erfolgt in Wolwedans selbst. Durch die vier verschiedenen Camps erhalten die Auszubildenden vielfältige Erfahrungen, die sehr nützlich für das spätere Berufsleben sind. Auch gibt es einen eigenen Kräuter- und Gemüsegarten. Die Erde dafür entsteht durch einen Komposter, der wiederum durch Grünabfälle gespeist wird. Der gewonnene und überschüssige Solarstrom wird in Batterien gespeichert, die dann die Energie abends und nachts an das Dorf abgegeben. Der Strom und das Warmwasser werden jeweils dezentral in den einzelnen Unterkünften generiert, ja sogar direkt am Zelt. Langfristig möchte man von den dieselbetriebenen Stromgeneratoren, die das System derzeit noch unterstützen, durch die Installation weiterer Solar-Panels und Energieeinsparungen ganz weg kommen. Das sind aber nur einige Beispiele, wie das Öko-Siegel hier angewendet wird. Weitere Maßnahmen sind in Planung, müssen aber erst noch finanziert werden. Alles in allem war die Tour äußerst interessant. Im Moment bleibt sie aber nur uns Reiseveranstaltern vorbehalten, die Gäste sollen wohl ab nächstem Jahr in den Genuss dieser Aktivität kommen, nachdem ein paar weitere Guides dafür ausgebildet worden sind.

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