Zu Besuch in einem Himbadorf (10/16)

von Jens Döring

28.11.2012Am Morgen besuchen wir ein Himba-Dorf ganz in der Nähe von Purros. Die Himbas sind ja eigentlich ein Nomadenvolk und gehören zu den wenigen Volksgruppen, die ihren Traditionen und Lebensweisen am ehesten treu geblieben sind. Nur wenige Autominuten außerhalb der Siedlung sieht man schon von weitem das kleine, mit einem Holzzaun eingefriedete Areal mit etwa zehn bis zwölf Hütten. Die Himbas blieben hoch im Norden Namibias weitestgehend von den Einflüssen der westlichen Zivilisation verschont. Trotzdem sind auch in diesem Dorf Zigaretten und Süßigkeiten keine Seltenheit. Auch an die Gegenwart von Touristen scheint man sich hier bereits gewöhnt zu haben. Dennoch handelt es sich nicht um ein touristisches Museumsdorf, in dem Himba-Szenen nachgestellt werden, sondern schon eher um eine authentische Siedlung. Wir finden nur einen Mann und eine Handvoll ältere Frauen vor. Auch ein paar Kinder spielen in der kreisförmigen Siedlung herum, dessen Mittelpunkt ein kleiner Stall bildet, in dem ein Esel in der prallen Sonne steht. Gleich daneben flackert das heilige Feuer, das nie erlöschen darf. Es gilt als Verbindung zu den Ahnen, die am Leben Ihrer Nachkommen teilhaben sollen.

Karge Landschaft © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Herstellung der roten Farbe © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Herstellung der roten Farbe © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbakind © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Habseligkeiten in der Hütte eines Himbadorfes © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbafrau © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Haartracht der Himbafrauen © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Kinder im Himbadorf © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbadorf © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Hütten, in denen gewohnt, geschlafen, gekocht und gegessen wird, stehen im Kreis um das Feuer und den Stall herum. Insgesamt zwölf Menschen wohnen hier. Waren die Himbas früher ein reines Nomadenvolk und zogen ständig weiter, sind zumindest die Frauen heute sesshaft geworden. Die Männer ziehen noch immer mit ihren Rinder- und Ziegenherden durchs Land auf der Suche nach Wasser und Weideplätzen.Die Frauen tragen neben ihrem üppigen Schmuck nur den Lendenschurz und natürlich die typische rote Farbe auf ihrer Haut. Sie stellen dafür eine eigene Creme her, die im Wesentlichen aus Roteisenstein, Fett und Kräutern besteht. Damit reiben Sie dann mehrmals täglich ihre Körper ein. Das Gemisch schützt vor der sengenden Sonne und vor zu viel Wasserverlust. In der Nacht hat es außerdem eine schützende Wirkung vor der Kälte. Waschen ist bei den Himbas auf Grund des chronischen Wassermangels tabu. Wasser wird nicht selten aus Wasserlöchern, die die Wüstenelefanten graben, mühsam herbei geschafft.Zum Abschied unseres Besuches tanzen uns die Frauen noch etwas vor, bevor wir dann die Gelegenheit bekommen, unser Geschenk (vier Packungen Maize Meal) zu übergeben. Die Frauen freuen sich sehr über unser Mitbringsel, mindestens genauso wie den Umsatz, den wir im Souvenir-Shop machen. Ja, ein kleines bisschen Tourismus-Business haben auch die Himba schon gelernt. Alles in allem war es aber eine tolle Erfahrung.

Himbadorf © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Esel im Himbadorf © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbafrau © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Paste besteht aus Roteisenstein, Fett und Kräutern © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbafrau © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Himbafrauen tragen die rote Farbe sorgfältig auf © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

In einer Hütte der Himba © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Maismehl - das Geschenk wird durch einen Ehrenplatz am Feuer gewürdigt © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Tanzende Himbafrauen © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Wir kehren gegen Mittag zur Okahirongo Elephant Lodge zurück. Es bleiben noch ein paar Minuten, um die Füße in den erfrischenden Pool zu halten, bevor das Mittagessen serviert wird.

2 Kommentare

Susanne

05.06.2013 um 09:14

Lieber Herr Korn, liebe Frau Korn,

wie von Herrn Penzel bereits per Email mitgeteilt haben wir den Blogbeitrag überprüft. Außer den Bilder- und Videolinks sind keine weiteren Werbelinks in dem Artikel enthalten. Bitte überprüfen Sie einmal Ihre Browsereinstellungen. Oft werden bei Aktualisierungen unbeabsichtigt sogenannte "Addons" mit heruntergeladen, die dann solche Effekte auslösen. Diese lassen sich relativ einfach wieder deaktivieren. Wie bereits Herr Penzel erwähnte verlinken wir ausschließlich relevante Internetseiten, Videos oder Informationen in unsere Artikel und keine Werbung.

Wir hoffen, dass sich das Problem schnell beheben lässt und wünschen Ihnen trotzdem weiterhin viel Spaß beim Lesen unserer Berichte und Schwelgen in Reiseerinnerungen.
Freundliche Grüße, Susanne Schlesinger

Rosi Korn

04.06.2013 um 19:19

Guten Abend, wir haben die Berichte erst zum Teil gelesen und uns an unseren Aufenthalt vor über 10 Jahren erinnert. Ist es eigentlich von Ihnen beabsichtigt, dass sich hinter den vereinzelt markierten Wörtern Werbung verbirgt? Beim ersten Anklicken hatten wir einen Kontext zum Bericht erwartet. Aber nein: Werbung z. B. für Computer-Spiele Autos usw. Das ist nicht sschön!

Liebe Grüße aus dem hohen Norden (NMS)

Hans und Rosi Korn