Rund um Kapstadt

von Susanne Schlesinger

03. Oktober 2012

Unser erster Safari-Tag in Südafrika beginnt  und das Wetter ist nicht gerade einladend. Dicke Wolken treiben vom Meer an die Küste. Trotzdem ist es natürlich herrlich, nun endlich angekommen zu sein und auf der Küstenstraße nach Hout Bay die Ausblicke und die Hänge mit den Proteen-Büschen zu bestaunen.

In Hout Bay, wo wir eine Bootstour machen könnten, wenn gerade ein Boot fahren würde, ist es noch ganz angenehm. Wir gehen spazieren, gucken uns die Souvenirstände an und trinken einen Milchkaffee. Die Seehunde, die sich im Hafenbecken tummeln, machen sich ebenfalls rar. Weit entfernt sieht man einige auf einer Plattform liegen. Bei schönerem Wetter ist es sicher ein romantischer Ort zum Bummeln.

Zum Kap der Guten Hoffnung

Je weiter wir zum Kap der Guten Hoffnung kommen, desto schlechter wird das Wetter. Es fängt an zu nieseln und die Wolken hängen tief.  Unser Guide Maxwell beginnt mit seinem Bildungsauftrag und erklärt uns, dass es 120 endemische Arten in dem Kap-Nationalpark gibt, unter anderem die Königsprotea, Südafrikas Nationalgewächs. Der Star des Vormittags ist eine rasant die Straße überquerende Schildkröte, für die unser Truck mindestens fünf Minuten steht – andere Autofahrer sind nicht so rücksichtsvoll.

Am Leuchtturm machen wir einen Spaziergang und das obligatorische „Wir waren da“-Foto mit dem Schild und Sturmfrisur – der Himmel reißt kurz auf, dann zieht es wieder zu. Nach dem Mittagessen in einen Restaurant fängt es wieder an zu nieseln. Auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung sehen wir eine Pavianfamilie, die ganz apathisch im Regen hockt. Am Kap angekommen, regnet und stürmt es dann endgültig so stark, dass wir nach dem Foto schnell wieder in den Truck flüchten und auf den Spaziergang zur Klippe verzichten müssen. In Simonstown in der Pinguinkolonie werden wir trotz wetterfester Jacke richtig gebadet. Nass und durchgefroren geht es zurück zum Guesthouse. Kein optimaler Start, aber es kann ja nur besser werden. Ich würde gern mal bei richtig schönem Wetter hierher zurückkommen und auf den Klippen wandern. Windstill wird es hier wohl nie sein – es gibt kein Foto, ob von Kollegen, Kunden oder irgendwo im Internet, ohne Sturmfrisur.

Zum Abendessen gehen wir ins „Marco's Place“, ein nettes Restaurant mit einheimischen Spezialitäten. Es spielt eine Band, später tanzen drei junge Frauen mit bemerkenswerter Körperbeherrschung. Gegen 22.30 Uhr geht’s mit dem Taxi heim, und wir hören die Freudenschreie unserer Mitreisenden Pia und Daniel, deren Koffer nun auch endlich angekommen sind.

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