Durch den Ngorongoro-Krater zur Ngorongoro Sopa Lodge - Reisebericht Tansania 2011 (12)

von Doreen Krausche

Die Piste, auf der wir in den Krater hinab fahren, ist so steil und holprig, dass man sie nur als Einbahnstraße abwärts befahren darf. Hinauf müssen wir einen anderen Weg nehmen. Der Durchmesser des Ngorongorokrater beträgt zwar nur 17-21 km, die Fläche ist 26.400 Hektar groß und doch leben auf diesem recht kleinen Raum fast alle Tiere der Serengeti. Professor Bernhard Grzimek bezeichnete ihn als "größten natürlichen Zoo der Welt". Bei unserer Hinreise haben wir von der Ngorongoro Serena Lodge aus schon den Panoramablick genießen können. Wer ihn nochmal sehen will: Hier ist der Beitrag zur Ngorongoro Serena Lodge.

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Im Südwesten des Kraters liegt der Lake Magadi, den man von Ferne als hellen Fleck erkennt. Er ist die einzige größere Wasserquelle im Kratergebiet.

Mir wird bewusst, dass wir den anstrengendsten Teil unserer Tour hinter uns lassen, aber auch eine der interessantesten Gegenden, die ich je bereisen durfte.

Ich nahm an, dass ich nun alle Serengeti-Tiere schon einmal gesehen habe – aber weit gefehlt! Die Conservation Area sowie das riesige Gebiet des Kraterbodens sind voll mit Tieren. Wir durchqueren den Krater, der schon vom Rand aus riesig aussieht. Doch von hier unten erscheint er unendlich weit. Ich sehe von weitem ein Nashornpaar, ein tanzendes Straußenpaar, Warzenschweine, Vögel – obwohl kein Baum weit und breit zu sehen ist. Sogar Löwen, die ich hier weniger vermutet hätte.

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Leider sind wir hier nicht die einzigen Touristen. Bisher hatten wir auf unserer Safari immer Glück und sind nur selten auf andere Fahrzeuge gestoßen. Auch hier im Krater verteilt sich der Andrang der fahrenden Beobachter. Die große Zahl wird erst am Picknickplatz sichtbar. Hier parken um die Mittagszeit ca. 30 Safariautos. Der Platz ist also nicht wirklich ein Geheimtipp. Am Ngoitokitok Springs gibt es eine herrliche Kulisse zum Rasten und öffentliche Toiletten, die auch recht sauber sind. Ich frage Amani, ob das Wasser zum Spülen aus dem See genommen wird und bevor ich mich aufregen kann, dass wir den Tieren das Wasser wegnehmen, erklärt mir Amani, dass sich der See vom Grund des Kraters selber speist und ich gebe mich zufrieden und bin beruhigt.

Die Tiere am See haben sich schon zu sehr an den Menschen gewöhnt und posieren sogar geduldig für ein Foto. Sie kommen sehr nah an die parkenden Fahrzeuge, um Essensreste und Krümel abzustauben. Ein Schild weist zwar die Gäste darauf hin, die Tiere nicht zu füttern, aber ein paar Reste fallen doch unter den Tisch. Wenn man so gut versorgt wird, dann kann man auch etwas Trubel ertragen, wird sich so mancher Vogel denken.

Ngorongoro Sopa Lodge

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Conservation Area © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ein Fahrer neben uns hat zwei Buschmesser unterm Sitz und er und Amani scherzen, wer wohl gefährlicher sei von beiden. Männer – hahahahaha. Endlich sehe ich mal ein Perlhuhn aus nächster Nähe. Es tapst zwischen den Autos entlang und ich kann eine Nahaufnahme schießen. Auch für mich und mit mir gibt es ein Erinnerungsfoto und dann geht es weiter. Wir wollen zur Sopa Lodge hoch auf den Kraterrand. Diesmal müssen wir die längere Route nehmen, auf der anderen Seite raus aus dem Krater. Diese Strasse ist breiter und kann in beide Richtungen befahren werden. Oben angekommen fahren wir durch dichten grünen Regenwald - die Wolken bleiben am Kraterrand hängen und regnen sich dort aus, deshalb ist die Vegetation auf kleinem Raum total unterschiedlich.

Die Ngorongoro Sopa Lodge liegt auf der Ostseite des Kraters als (noch) einzige Lodge direkt am Kraterrand, alle anderen befinden sich auf der Westseite. Der Manager der Lodge erzählt mir deshalb auch gleich stolz, das diese Lodge nicht nur den tollsten Blick in den Krater hat, sondern auf Grund der steilen Straße eine kürzere Abfahrt zum Kratergrund. Ich muss ihm recht geben, die Anfahrt ist kürzer. Nur der Blick fehlt im Moment, da sich die Wolken hier zugezogen haben und es zu regnen beginnt.

Amani lacht und sagt: „good girl“. Denn schon zum zweiten Mal bringe ich zur Begrüßung Regen mit, was ein Segen fürs Land ist. Der Manager hätte wohl lieber schönes Wetter für seine Gäste gehabt. Die Ngorongoro Sopa Lodge ist wie die anderen Sopa Lodges auch gute Mittelklasse. Die Zimmer verteilen sich in zweistöckigen Rundgebäuden im Massaihüttenstil, die wie eine Perlenkette aufgereiht sind. Wie fast immer gibt es zwei Reihen davon - einmal mit und einmal ohne Aussicht in den Krater. Das Gelände ist weitläufig und etwas abschüssig. Die Häuser und auch das Hauptgebäude haben große Glasfronten, wo man auf bequemen Schaukelstühlen im Warmen sitzen kann. Die Zimmerausstattung ist schön und funktionell, zum ersten Mal sehe ich Sisalteppiche in den Zimmern. Das Bad ist gefliest, alles ist sehr sauber und ordentlich. Hier ist die Privatsphäre etwas mehr gegeben, als in anderen großen Lodges. Da es zweistöckige Bungalows gibt und die Wände dicker sind. Auch für Rollstuhlfahrer ist hier Urlaub möglich.

Ngorongoro Sopa Lodge

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Im Haupthaus befindet sich eine große Lounge mit Kamin sowie eine Fernsehecke. Es gibt auch einen Souvenirshop, in dem große geschnitzte Statuen verkauft werden. Vielen Leuten gefallen diese großen Dekofiguren und sie sehen auch schön aus, jedoch denke ich mal, dass eine große Nachfrage wieder bedeutet, mehr Bäume zu fällen. Vom Transport mal ganz abgesehen, ist auch nicht jede Schnitzerei aus echtem Ebenholz - Svenja hat auf einem Markt schon mal gesehen, dass kräftig mit Schuhcreme nachgeholfen wurde. Dann lieber nur etwas Kleines und dafür echt!

Bevor ich mich verabschiede brechen die Wolken auf und ich kann einen kleinen Blick der tollen Aussicht genießen. Im Garten der Lodge blühen die Blumen besonders üppig dank des Regens.

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa

Ngorongoro Sopa Lodge © Fotos: Doreen Schütze | Outback Africa

Wir verabschieden uns und fahren am Kraterrand zur Ngorongoro Wildlife Lodge auf der Westseite, wo wir heute übernachten werden.

 

Weitere Informationen zur Ngorongoro Sopa Lodge.

Der komplette Reisebericht in der Übersicht:  

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