Durban und der Indische Ozean - Reisebericht Südafrika (6)

von Ulrike Pârvu


Das Drifters Dolphin Coast Inn

Nach unserer Ankunft hebt sich der Himmel langsam ein bisschen. Dann gibt es kein Halten mehr. Wir wollen endlich ins Meer. Ich stelle fest, dass direkt vor unserem Hotel ein traumhafter Strand ist – dort dürfen wir allerdings nicht baden, denn die Strömung ist zu heftig und die Wellen brechen zu hoch. Etwa 300 Meter weiter vorn befindet sich ein natürlicher Pool. Riesige Steine umranden diesen und dadurch kann man dort ohne Sorgen baden. Wir schnappen flux unsere Badesachen und machen uns auf den Weg. Leider stellen sich schon wieder bedrohliche Wolkenberge auf und wir haben nur kurz Gelegenheit zum Schwimmen. Auf einmal regt sich ein heftiger Wind und der Sand peitscht um unsere Beine. Das ist schmerzhaft und wir müssen uns beeilen noch vor dem aufkommenden Sturm in unser Quartier zurückzulaufen. Abends schüttet es dann wieder wie aus Kannen und uns bleibt nichts weiter übrig, als uns in ein Restaurant zu setzen und uns die Zeit zu vertreiben.Neuer Tag, neues Glück. Noch immer hängt der Himmel voller Wolken und so entschließen wir uns, nach Durban zu fahren und uns dieses riesige Fußballstadion anzuschauen. Schließlich hat mein Sohn extra eine Vuvuzela aus Deutschland mitgeschleppt, die wir auf jeden Fall an einem würdigen Ort ausprobieren müssen. Das Stadion hat 70 000 Plätze und beeindruckt nicht nur meinen kleinen Fußballer. Wir machen eine Führung mit und werden bitter enttäuscht, weil wir nicht mit der Gondel auf das Dach des Stadions fahren können. Hier wird wohl gerade gearbeitet. Trotzdem haben wir eine Menge Spaß, vor allem, weil wir der Reihe nach durch die Vuvuzela tröten. Jetzt fahren wir zurück in unser Quartier, denn schließlich muss ich noch ein bisschen arbeiten.



Das Moses-Mabhida-Stadion in Durban

Die Orte Ballito und Umhlanga sind in der Nähe und dort kann man schon einiges erleben. Ich schaue mir noch die eine oder andere Unterkunft an. Meine Kinder beraten mich eifrig dabei. Richtig gut gefallen hat mir das Boat House in Ballito. Das Gästehaus liegt direkt am Strand und hat insgesamt 22 Zimmer, von denen keines dem anderen gleicht. Ich werde sehr nett empfangen und von einer Managerin herumgeführt. Am meisten beeindruckt mich ein Luxury-Room mit einer großen Terasse und einem atemberaubenden Blick auf das Meer. In Ballito ist auch deutlich mehr los, als in Umdloti. Es wird immer sonniger und zum krönenden Abschluss dieses Tages hüpfen wir noch einmal ins Meer.

Das Boat House in Ballito

Am letzten Tag reißt der Himmel endlich auf und wir machen uns auf den Weg nach Durban, um die UShaka Marineworld zu erkunden. Es handelt sich hier um einen rieseigen Vergnügungspark mit allerhand Attraktionen. Wir rutschen auf den vielen unterschiedlichen Wasserrutschen ausdauernd und bibbern uns durch einen großen, aber leider unbeheizten Pool. Nach zwei Stunden „Bewässerung“ sind wir alle reif für ein bisschen Kultur. Weiter geht es nun in ein Unterwasseraquarium, eine Robbenshow und eine Delphinshow. Weil ich bei den Seelöwen so viel fotografiert habe, gibt mein Akku leider den Geist auf und ich konnte keine Bilder von den Delfinen machen – schade!


Die UShaka Marineworld bietet viele Attraktionen

Der Tag ist recht anstrengend und wir wollen zum krönenden Abschluss noch einmal ein saftiges Rindersteak auf den Grill schmeißen. Leider macht uns der Regen wieder einen Strich durch die Rechnung. Aber, wie heißt es so schön? Echte Indianer kennen keinen Schmerz und echte Touris grillen auch, wenn es in Strömen regnet. Heute ist der letzte Morgen in Südafrika und endlich scheint auch die Sonne. Wir packen unsere Sachen und die Kinder dürfen noch einmal ins Meer zum Baden. Gegen Mittag machen wir uns auf in Richtung Flughafen. Ein letztes Mal gibt’s Fast Food und wehmütig denken wir an die vergangenen zwei Wochen zurück. Aber wir freuen uns schon furchtbar auf zu Hause. Wir geben den Mietwagen so schmutzig ab, wie wir ihn bekommen hatten. Nach einigen Diskussionen ist das Problem aber auch aus der Welt geschafft. Nun steht uns noch ein langer Flug mit Umsteigen in Dubai bevor. Müde, aber voller großartiger Eindrücke kommen wir zu Hause an.Die komplette Reise in der Übersicht: 

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