Die balancierenden Steine von Matopos - Reisebericht Simbabwe (2)

von René Schmidt


Balancierende Steine im Matopos-NationalparkGegen fünf erreichten wir die Big Cave Campsite, direkt an den Felsen. In der Abenddämmerung machten wir erste Fotos von der Umgebung. Formationen von natürlich übereinander geschichteten Steinen (Balancing Stones) sind typisch für diese Region. Anders als in Great Zimbabwe waren hier aber keine menschlichen Baumeister am Werk. Der Raindowner fand Aufnahme in meinen Wortschatz.
Black RhinoFrüh am Morgen hieß es aufstehen, das Camp abbrechen und alles wieder im Truck verstauen, die Safari ging weiter. Aber noch nicht mit dem Truck. Ein offenes (wegen des Regens noch geschlossenes) Fahrzeug von Black Rhino Safaris wartete, bereit zur Fahrt in den Matopos. Und auch gleich kamen die ersten Spitzmaulnashörner (schwarze Nashörner). Gar nicht bedrohlich wie erwartet, sondern handzahm und auch so groß, dass die Hand die geschnitzten Specksteintiere als Souvenir umfassen konnte. Im Matopos Nationalpark leben neben den schwarzen Nashörnern (99% Sichtungschance, auch der tonnenschweren lebenden Exemplare) auch Zebras, Giraffen, Antilopen und Leoparden. Aber das Besondere sind doch die Steine und die Landschaft. Den besten Blick darauf hat man vom Grab Cecil Rhodes'. Die Aussicht trägt nicht umsonst den Namen World View. Neben Geschichte wusste Wally vom Safari Team auch viel über die Flora und Fauna der Region zu berichten. Nach einem Kaffee am See löste sein Kollege Andy ihn ab, und es ging auf Fußpirsch. Wie bestellt schritten Giraffen vor den Gesteinsformationen, eine fantastische Kulisse. Natürlich waren auch die Nashörner ersehnte Fotomotive. Erstaunlich, wie sich diese zwei nahen Verwandten doch unterscheiden, sprichwörtlich wie schwarz und weiß.
World View von Cecil John Rhodes' GrabhügelGegen 12 ging es zurück zu unserem Truck, wo schon das Mittagessen wartete. Danach fuhren wir wieder nach Bulawayo. Obwohl kein Schnee lag, gab es erst an der dritten angefahrenen Tankstelle den gewünschten Diesel. Simbabwe ist auf dem Weg zurück, alles kann noch nicht perfekt sein. In der Stadt aufgefallen war mir ein Symbol zweier sich schüttelnder Hände, fast so wie das der alten SED Partei. Nur warb es hier für einen "vereinigten Biergarten" (mit zwei Biersorten zur Auswahl). Wer mag da wem Pate gestanden haben? Leider verpasste ich ein Beweisfoto.--Dieser Reisebericht erzählt von der Pilottour für die Reise "Wildwechsel zwischen Simbabwe und Botswana", die ab 2011 regulär zu buchen ist.Alle Teile des Berichtes in der Übersicht:

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