Chongwe House und River Camp - Reisebericht Zambia (3)

von Marco Penzel


Am Morgen fahren wir mit dem Boot zunächst etwas flussaufwärts und steigen dann in Kanus um. Eine Kanu-Safari ist wohl die beste Art, die Flusslandschaft des Sambesi zu erleben. Ohne dass ein Motorgeräusch stört, gleiten wir langsam den Fluss hinunter. Nebelschwaden liegen noch über dem Wasser. Hinter dem sambischen Ufer steigen die Berge empor. Beim Paddeln kommt man auch ein bisschen in Bewegung. Es werden aber keine sportlichen Höchstleistungen verlangt, ganz im Gegenteil. Wenn ich fotografieren oder einfach nur die Szenerie genießen will, lege ich das Paddel quer vor mir ab und der Guide hinten sorgt allein für den Antrieb.
Nach einer Stunde auf dem Fluss treffen wir in Chongwe ein. Das Camp liegt an der Mündung des kleinen Chongwe-Flusses in den breiten Sambesi. Am gegenüberliegenden Ufer des Chongwe beginnt der Lower Zambezi Nationalpark. Man blickt also vom Camp auf den Park und hat hinter sich die Game Management Area (GMA), in der die Tiere bereits einen gewissen Schutz genießen. Manchmal, so erzählen die Guides, sieht man bei Pirschfahrten in der GMA mehr als innerhalb des Nationalparks. Den Tieren ist die zaunlose Grenze also relativ egal. Viel mehr interessieren sie sich für die Früchte der Akazienbäume, die den Zelt-Chalets Schatten spenden. „Manchmal haben wir über 100 Elefanten im Camp“ berichtet mir der Vater des Lodge-Besitzers, der mich an der Anlegestelle begrüßt. Zu den derzeit acht Standardzelten, die ein Stück schicker eingerichtet sind als die in Kasaka, kommen noch zwei Suiten mit jeweils eigenem Plunge-Pool und besonders schönem Blick auf den Zusammenfluss von Chongwe und Sambesi. In den Bädern fallen Wände ins Auge, die ganz ohne gerade Linien auskommen. Die organisch gewachsenen Formen sind Anklänge an einen Architekturstil, der etwas weiter flussaufwärts am Chongwe in einem ganzen Haus verwirklicht wurde. Der Seniorchef zeigt mir das Chongwe River House vom Boot aus und erinnert sich dabei: „Wir sagten dem Architekten, wir möchten eine Form, die sich von allen anderen Häusern und Lodges unterscheidet. Und die haben wir bekommen.“ Beim Betrachten des Hauses mit seinen großen ovalen Fenstern denke ich gleich an die Häuser Friedensreich Hundertwassers. Allerdings wirkt dieses Safari-Haus nicht so bunt und verspielt wie die Gebäude des berühmten Wiener Künstlers. Mit seinen hellen Beige-Tönen passt Chongwe River House auch besser in diese Landschaft hier. Familien oder private Gruppen können dieses ausgefallene Safari-Domizil exklusiv mieten.
Alle Berichte dieser Reise in der Übersicht:--Einen Vorschlag für eine Sambia-Safari zum Lower Zambezi mit dem Chongwe River Camp finden Sie hier. Das Programm kann Ihren Wünschen angepasst werden.

noch keine Kommentare