Reisebericht Botswana - Stanley´s Camp

von Jens Döring

Nichts ist, wie es scheint: In all der Hektik zwischen Ankunft und nächster Pirschfahrt wird noch schnell ein Selbstauslöser-Bild geschossen - Urlaub Fehlanzeige! Am Sekretär schreibe ich am Abend an meinem Reisebericht. © Foto: Jens DöringNach der Besichtigung der Khwai River Lodge bringt uns Brent wieder zum Landeplatz der Khwai Region, und wir fliegen weiter zum Stanley´s Camp in Süd-Moremi. Der Flug dauert etwa eine reichliche halbe Stunde, der Transfer vom Landeplatz zum Camp nimmt noch einmal etwa 30 Minuten in Anspruch. Wir werden erneut – wie soll es anders sein – mit einem leckeren Kaffeebuffet erwartet. Danach brechen wir gleich wieder zur nächsten Pirschfahrt auf.Eine Kollegin ist so enthusiastisch und regelrecht verbissen darauf, während dieser Reise mindestens einen Leoparden zu sehen, dass wir sogar mit dem Safari-Fahrzeug in die Bäume und deren Blätterwerk hinein fahren. Gesehen hat sie ihn trotzdem nicht, aber zumindest schnaufen gehört. Nervenkitzel pur!Nach Einbruch der Dunkelheit ist uns das Glück dann doch noch hold. Da sich das Stanley´s Camp in einer privaten Konzession befindet, sind hier auch Nachtpirschfahrten erlaubt. Durch das helle Licht des Suchscheinwerfers blitzen Katzenaugen im Allgemeinen besonders schnell hervor. So auch heute, als wir einen Leoparden auf einem Ast liegend entdecken. Er hat auch seine soeben erlegte Baute, ein Impala, mit hoch auf den Baum geschleppt. Was für ein Erlebnis!Leider kommt nun das zum Tragen, was uns die ganze Zeit schon etwas stört: der Guide hängt ständig am Funkgerät, um mit dem Camp und anderen Fahrzeugen zu kommunizieren. Das ist wichtig und richtig, sollte aber meiner Meinung nach in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Jedenfalls ruft er schnell ein anderes Fahrzeug mit weiteren Gästen des Camps herbei. Durch das herannahende Fahrzeug fühlt sich der Leopard endgültig gestört, klettert den Baum herab und verschwindet in der Dunkelheit. Schade, dieses Schauspiel hätten wir uns gern länger als nur fünf Minuten angeschaut. Auf dem Rückweg ins Camp entdecken wir noch eine Gruppe von Hyänen und vergessen dadurch die Zeit. Als wir ins Camp zurückkehren, warten die anderen Gäste schon am Lagerfeuer auf uns, denn gegessen wir in den Camps im Delta grundsätzlich immer mit den Gastgebern zusammen. Das gibt dem Ganzen einen besonders familiären Touch.Zudem kennen die Gastgeber (u.a. zwei Österreicher) bereits innerhalb kürzester Zeit die Vornamen der Neuangereisten. Das erstaunt mich wirklich und ich bin auf dieses Gedächtnis durchaus neidisch.Das Camp befindet sich in einer privaten Konzession. Es besteht aus einem gemeinschaftlichen Bereich mit Lounge und Lagerfeuer, der um einen Leberwurstbaum herum gebaut wurde und einen atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft bietet, sowie acht klassischen Safari-Zelten. Die Zelte sind auf Holzdecks errichtet, und von der privaten Veranda aus genießt man einen ebenso traumhaften Blick. Besonders gut gefällt mir an meinem komfortablen Zelt die Hängematte auf der Veranda, auch wenn ich diese aus Zeitgründen nicht nutzen kann. Siesta halten und Tiere beobachten, dabei vielleicht noch einen Cocktail schlürfen, so lässt es sich aushalten.Gern erstellt Outback Africa ein individuelles Safari-Angebot mit dem Stanley's Camp. Hier geht es zur Reiseanfrage.Alle Teile der Botswana- Lodgereise in der Übersicht:

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