Reisebericht Botswana - Pom Pom Camp

von Jens Döring

Pannenhilfe auf Afrikanisch: Mit Wagenheber und herbeigeschleppten Holz konnten die Guides des Pom Pom Camps uns schnell aus der misslichen Lage befreien. Hippos im Badezimmer: Hier wird man bei der Morgentoilette freundlich begrüßt und auf den Tag eingestimmt. © Fotos: Jens DöringNach diesem beeindruckenden Erlebnis werden wir gleich zum nächstgelegenen Airstrip gebracht, den wir nach ca. einer Stunde erreichen. Unser Flug führt uns zum Pom Pom Camp, wo wir bereits wieder mit den altbekannten Ritualen (Willkommensgesang und –drink) erwartet werden.Anschließend hören wir das obligatorische Briefing des Campmanagers und dessen deutscher Freundin über Verhaltensweisen und Besonderheiten des Camps. Während der Instruktionen fällt es mir aber schwer, die Konzentration zu bewahren, da der Ausblick auf die vorgelagerte Lagune einfach atemberaubend ist. Diese exponierte Lage in Zusammenhang mit dem privaten Konzessionsgebiet scheint wohl ohnehin das Markenzeichen des Camps zu sein. Viele Vorschußlorbeeren erhielten wir dahingehend schon von unseren Kunden.Die neun Zelte machen auf mich allerdings einen etwas angestaubten Eindruck, wenngleich ich damit nicht sagen will, dass dieser Umstand nicht auch einen gewissen Charme hat. Es ist aber nichts kaputt oder abgewohnt. Hier soll wohl ganz bewusst das „Lebensgefühl“ der ersten im Delta errichteten Camps zum Ausdruck gebracht werden. Ich bekomme übrigens das Zelt, das sich gleich neben dem Empfangsbereich und vor allem der Selbstbedienungs-Bar befindet. Keine Ahnung, warum sich die Organisatoren das so ausgedacht haben. Es hat den Vorteil, dass ich auch ohne Ranger in mein Zelt darf, das sich gleich hinter dem Buffet befindet. Diesen Umstand begrüße ich wiederum sehr…Ich erschrecke etwas, als mich beim Frischmachen aus dem Waschbecken drei Flusspferde etwas „treudoof“ anstarren. Ist aber eine witzige Idee und verleiht dem Ganzen selbst im teilweise offenen Badezimmer einen individuellen Charakter.Richtig genießen kann ich mein Zelt oder den Pool in der Nähe der Lounge nicht, die Nachmittagspirschfahrt steht schon wieder an. Während dieser Pirschfahrt schaffen es unsere Guides doch tatsächlich, den Toyota auf der Fährtensuche im hohen Gras in einem Schlammloch mit einem gewaltigen Rums, der uns teilweise kurz aus den Sitzen hebt, festzufahren. Alle Passagiere müssen raus und dürfen dem bunten Treiben der Guides zuschauen, die nun versuchen, mit Hilfe herbeigeschafften Holzes und Wagenheber die Karre im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Dreck zu ziehen. Nach einigem hin und her ist auch diese Aufgabe gemeistert, und wir erleben den Sonnenuntergang auf ein Neues bei einem Sundowner in der Nähe eines Termitenhügels.Das schmackhafte Abendessen genießen wir bei Kerzenschein und interessanten Unterhaltungen mit dem Campmanager und den anderen Gästen. Wie gesagt, ich habe es ja nicht weit vom Buffet zum Bett, wie praktisch an diesem Abend.Mokoro-Ausflug im Pom Pom Camp © Fotos: Jens Döring und Ulrike Parvû / Outback Africa ErlebnisreisenImmer wieder schön und typisch Okavango Delta: Ein Teppich aus blühenden Seerosen. Unbegründete Sorge: Die Schwimmweste benötigt man dank erfahrener Pooler nicht wirklich. Aber besser vorgesorgt als hinterher das Nachsehen gehabt. © Fotos: Jens Döring und Ulrike ParvûAuch der nächste Tag ist wieder vollgepackt mit allerhand Informationen und Aktivitäten. Noch bin ich motiviert, will ich doch so viel wie möglich über das Delta und die Camps erfahren. Obwohl bisher auf uns alle eine wahre Info-Flut niedergegangen ist. Wird man das dann zu Hause im Beratungsgespräch auch alles säuberlich auseinander halten können? In mir regen sich da erste Zweifel. Aber dafür machen wir uns ja diese Aufzeichnungen.Unsere Morgenaktivität besteht aus einem kurzen Mokoro-Trip, einer Fahrt im traditionellen Einbaum. Man hat uns im Vorhinein über die Besonderheiten dieses Beförderungsmittels informiert und gesagt, dass es zwar sehr unwahrscheinlich ist, das man umkippt, aber uns trotzdem zum Tragen einer Schwimmweste rät. Dass meine mitreisenden Kolleginnen da schon etwas erfahrener sind, merke ich daran, dass ich letztendlich der Einzige war, der die Weste angezogen hat. Und das auch noch als Mann. Aber gut, besser Vorsicht als Nachsicht ist das Motto! Und tatsächlich liegt das Gefährt äußerst ruhig und gelassen im Wasser. Was mich fasziniert und erstaunt ist diese absolute Ruhe, die hier herrscht. Außer der Geräuschkulisse der Natur in Form von Vogelgesang und dem Grunzen des ein oder anderen Hippos ist nichts zu vernehmen. Fast schon ein kleines Stück vom Paradies. Da traut man sich gar nicht, auch nur einen Mucks von sich zu geben. Im Anschluss steigen wir um auf ein Motorboot, dass uns zu unserer nächsten Sight Inspection bringt, zum Kanana Camp.Mehr über dieses Camp und wie abenteuerlich es in Botswana weiter geht, erfahren Sie demnächst. To be continued…Gern erstellt Outback Africa ein individuelles Safari-Angebot mit dem Pom Pom Camp. Hier geht es zur Reiseanfrage.Alle Teile der Botswana- Lodgereise in der Übersicht:

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