Mit Letaka Safaris in Moremi - Reisebericht Botswana

von Ulrike Pârvu

Ich habe wieder einen schweren Flug hinter mir, aber ich hab’s Gott sei Dank ganz gut überstanden. Brent, einer der Eigentümer von Letaka afaris und unser Guide für die kommenden zwei Tage, wartet schon auf uns vor den Toren des Parkeingangs zum Moremi Game Reserves. Unser Fahrzeug passiert die arg lädierte Khwai Bridge und wir laufen über die neue Brücke nebenan. Die ist allerdings noch nicht ganz fertig. Naja, uns hat sie jedenfalls ausgehalten.Schon die Anfahrt zu unserem Campingplatz ist, wie eine kleine Pirschfahrt. Wie überall im südlichen Afrika gilt: Der Weg ist das Ziel! Immer wieder bewundere ich die Guides, die mit schlafwandlerischer Sicherheit die versteckten Campingplätze in den doch oft sehr großen Wildreservaten finden. Heute ist es ähnlich. Gerade sind wir noch zwischen Buschland umhergefahren und haben uns über eine Giraffe gefreut, die unseren Weg gekreuzt hat. Schon nach der nächsten Kurve stehen wir vor unserem Camp, das drei fleißige Helfer für uns aufgebaut haben – welch ein Luxus. Mit einem leckeren Welcome-Drink werden wir begrüßt. Ich fühle mich gleich, wie zu Hause.Mobile Camping mit Letaka Safaris in Botswana. | © Foto: Ulrike Pârvu / Outback Africa ErlebnisreisenGeräumiger und komfortabler als bei einer einfachen Camping-Safari sind die Zelte in diesem Fall. Hinter jedem Zelt gibt es eine Toilette und eine private Busch-Dusche.Die Zelte sind geräumig, und wir haben Feldbetten (Nach der ersten Nacht stelle ich fest, daß die Betten nicht so bequem sind und ich schlafe in der zweiten Nacht wie ein Engelchen auf dem Boden.)Nach einer Siesta geht es gleich wieder los auf Pirschfahrt. Uns begegnet auch prompt ein Löwenmann. Majestätisch schlendert er an uns vorüber und würdigt uns keines Blickes. Etwa zehn Meter hinter unserem Auto beginnt er aus einer Pfütze zu trinken. Wir beobachten ihn lange, bevor wir uns entschließen, unseren Weg fortzusetzen. Hinter uns hören wir noch sein lautes Gebrüll, als wir auf einmal bemerken, daß einer unserer Reifen Luft lässt. Der Reifenwechsel geht dann recht schnell vonstatten – wie sich bestimmt jeder denken kann. Ich kann alle beruhigen, die ganze Gruppe hat die Reise unversehrt überstanden…Nach unserer „löwigen Begegnung“ fahren wir noch einige Stunden umher. Allerdings haben sich auch im Moremi Wildreservat die Tiere schon in alle Winde verstreut. Zwei Wochen vor unserer Ankunft gab es die ersten heftigen Regenfälle und dadurch findet das Wild überall Wasser und ist, auch durch das üppig sprießende Grün, schwerer zu entdecken.Abends werden wir mit einem Festmahl empfangen. Frisch gebackene Brötchen, Rinderfilet… Ich will ja nicht angeben, aber es war sehr lecker. Gekocht wird übrigens auf offenem Feuer, die Brötchen werden in einer Aluschüssel in der Erde gebacken. Wir sitzen noch ein wenig zusammen. Ich hatte extra für unseren Jens, der ja schon zwei Wochen in Südafrika unterwegs war, Schokolade mitgebracht. Leider sieht die durch die Hitze ein wenig mitgenommen aus – schmeckt aber immer noch sehr lecker.Als ich zum Zelt gehe, höre ich das Grunzen der Hippos hinter dem Campingplatz und bin gespannt auf die erste richtige Nacht im Busch. Vor unserem Zelt blinken Tausende von Glühwürmchen in die vorweihnachtliche Nacht hinein – wie es bissel scheen.Wie tief ist das Wasser? Auf Safari in Botswana | © Foto: Ulrike Pârvu / Outback Africa ErlebnisreisenVor jeder Wasser-Durchfahrt prüft unser Guide Brent den Wasserstand. Gemein, wenn die Passagiere nun das Lied von Schnappi, dem kleinen Krokodil anstimmen...Uns steht nach einer ruhigen Nacht ein ganzer Tag für Pirschfahrten zur Verfügung. Immer wieder durchfahren wir überflutete Straßen und Wege. Brent prüft oft zu Fuß, ob das Fahrzeug durchfahren kann. Unser Jens bringt das Lied von Schnappi, dem kleinen Krokodil ins Spiel und alle lachen herzlich, denn sogar Louise aus Kapstadt kennt diesen Song. Wir fahren zu einem Hippo Pool. Die Flusspferde machen auf mich immer einen ruhigen, fast niedlichen Eindruck. Allerdings sind sie die gefährlichsten Tiere im südlichen Afrika. Sie denken sehr territorial und es gab schon viele Zusammenstöße, die teils auch tödlich endeten. Wir bleiben natürlich in angemessener Entfernung und genießen wieder einmal unseren Sundowner.Sundowner im Moremi Wildreservat (Botswana). | © Foto: Ulrike Pârvu / Outback Africa ErlebnisreisenEin schönes Plätzchen wird jedem Abend kurz vor Sonnenuntergang für den Sundowner ausgewählt.Auch heute werden wir mit einem festlichen Abendmahl überrascht. Ich hatte die Hoffnung auf dieser Tour ein paar Pfunde zu verlieren. Daraus wird wohl nichts werden. Heute Nacht schlafe ich, wie weiter oben schon erwähnt, auf dem Boden auf der Schaumgummimatratze meines Feldbettes. Wieder leuchten die Glühwürmchen für uns und bei mir kommt ein bisschen Heimweh nach der vorweihnachtlichen Stimmung in Deutschland auf.Eine komfortable Mobile Camping Safari wie hier beschrieben, aber mit etwas längerem Programm durch die Wildparks Botswanas ist die Tour "Savanne und Delta". Die Reise "Botswana-Abenteuer mit Stil" enthält einen eine kleinere Mobile Safari kombiniert mit indivdiuellen Lodge-Aufenthalten.Alle Teile des Reiseberichtes in der Übersicht:

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