Reisebericht Botswana: Motsentsela Tree Lodge, Marina's und Maun Lodge

von Jens Döring

Eines der sieben Safari-Zelte der Motsentsela Tree Lodge in Maun. © Foto: Jens DöringAn diesem Tag ist es sehr heiß und so lasse ich mich von Holly zu meiner heutigen Unterkunft bringen. Die Motsentsela Tree Lodge liegt etwas außerhalb von Maun. Vorbei an zahlreichen frei umherlaufenden Eseln dauert es circa 20 Minuten, bis wir auf einer Sandpiste das Tor zum Grundstück der Lodge erreichen. Ich bin verblüfft, dass Holly den Code vom Vorhängeschloß kennt: „Das wissen hier alle Tourismus-Unternehmen, die Gäste zur Lodge bringen. Alle vier Wochen wird der Code geändert und wir bekommen dann eine Benachrichtigungs-Mail“, so Holly. Hallo? Erneut bin ich erstaunt, wie gut das hier alles geregelt ist.Die eindrucksvolle Tree Lodge verfügt über sieben Safarizelte auf erhöhten Decks, die von Bäumen umgeben sind, alle liebevoll eingerichtet und jeweils mit privatem Bad oder Dusche/WC. Der Abstand zwischen den Zelten ist großzügig und ermöglicht dadurch ausreichend Privatsphäre.Bad im Honeymoon-Chalet der Motsentsela Tree Lodge, Maun | © Foto: Jens Döring, Outback Africa ErlebnisreisenBad mit Ausblick im Honeymoon-Chalet der Motsentsela Tree Lodge. © Foto: Jens DöringIn letzter Zeit wurden zudem zwei strohgedeckte Honeymoon-Bungalows gebaut. Meine geschmackvoll eingerichtete Honeymoon-Suite verwöhnt mich mit einer großen Eckbadewanne, die von riesigen Panoramafenstern umrahmt ist und die den freien Blick nach draußen zulassen. Auf wirklich interessantes Wild warte ich jedoch bei meinem abendlichen Bad vergebens …Zelte und Bungalows können insgesamt 14 Personen beherbergen.Das strohgedeckte Hauptgebäude verfügt über eine Lounge mit Bar und Speisesaal. Alles ist sehr großzügig und elegant gestaltet. Zudem steht ein Swimmingpool bereit, der besonders an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung verspricht.Zur Lodge gehört eine 200 Hektar große Farm, auf der Strauße, Zebras, Kudus und Springböcke zu finden sind. Auch Erdwölfe und Erdferkel, die besonders scheu und nachtaktiv sind, sollen schon gesichtet worden sein. Auf drei unterschiedlich langen Wanderwegen kann man die Umgebung der Lodge und die Farm erkunden.Am Abend wird zusammen mit den anderen Gästen und den Gastgebern an einer großen Tafel gegessen. Während ich auf das Essen warte, lasse ich auf der großen Veranda vor dem Lounge-Bereich bei einem Gläschen Wein die Seele baumeln. Das Essen ist traumhaft; schade, dass ich hier nur einmal in diesen Genuss kommen werde. Morgen geht es ja schon auf eine mobile Campingsafari in der Khwai-Region und dann weiter tiefer in das Herz des Okavango-Deltas.Die Motsentsela Tree Lodge stimmt mich also durch den unaufdringlichen Luxus, den sie verströmt, auf Botswana und auf das, was mich in den nächsten zehn Tagen erwarten wird, ein. Die Spannung steigt! Und bald sehe ich ja auch meine Kollegin Ulrike wieder …Am nächsten Morgen holt mich Mark, der General-Manager unseres Safari-Partners, in der Tree Lodge ab. Gemeinsam schauen wir uns am Vormittag noch ein paar Lodges an, bevor es mit dem Flugzeug in die Khwai-Region geht.Zunächst besuchen wir die Maun Lodge. Das Mittelklasse-Hotel verfügt über sechs Doppel- und 20 Zweibettzimmern sowie vier Familiensuiten und sechs Riverfront-Suiten mit Blick auf das zumeist ausgetrocknete Flußbett des Thamalekane. Alle Zimmer sind klimatisiert und ausgestattet mit Dusche/WC sowie Tee- und Kaffeezubereitungsmöglichkeiten.Chalet der Maun Lodge | © Foto: Jens Döring, Outback Africa ErlebnisreisenEines der strohgedeckten Chalets der Maun Lodge. © Foto: Jens DöringWie mir Mark erklärt, werden die Safari-Teilnehmer in den etwas einfacheren aber gemütlichen zwölf strohgedeckten Chalets (zwei Einzelbetten) untergebracht. Diese sind weitestgehend gleich ausgestattet wie die Standardzimmer im Hauptgebäude und verströmen weniger das „Hotel-Flair“.Gäste können hier auch ihre Wäsche waschen lassen. Kreditkarten (Visa, Master Card, Diners, Amex) werden akzeptiert.Die Lodge bietet neben einem á la carte Restaurant mit internationaler und traditioneller Küche auch die „Boma“, ein Restaurant mit Open-Air-Bar, indem lokale Köstlichkeiten und Grillspezialitäten serviert werden. Für die weniger Hungrigen hält die Boma auch kleine Snacks bereit.Etwas intimer geht es in der „Pigmy Goose Bar“ zu. Die Bar eignet sich besonders für Leute, die nach Zweisamkeit suchen und serviert die Tagesempfehlungen des Chefkochs sowie weitere internationale und traditionelle Gerichte. Vorbestellungen sind hier eine Notwendigkeit.Wir verlassen die Maun Lodge und fahren weiter stadtauswärts zur Marina’s Lodge. Marina (Eigentümerin) hat im Jahr 2000 dieses kleine Gästehaus gegründet und führt es auch seither. Etwa acht Kilometer außerhalb von Maun liegt die Lodge in einem Wohngebiet an der Shorobe Road, die von Maun ins Moremi Game Reserve und weiter ins Okavango Delta führt.Insgesamt stehen acht geräumige strohgedeckte Rundhütten zur Verfügung. Die Hütten gruppieren sich im Halbkreis, was den Eindruck eines kleinen Dorfes entstehen lässt, in dessen Zentrum die „Kgotla“ steht, das kleine Hauptgebäude der Lodge mit kleinem Empfangsbereich, Bar und Restaurant. Das Essen kann entweder in der Bar, im Biergarten, um den Pool herum oder im Speisesaal der Kgotla serviert werden.Vom Pool und dem Restaurant aus hat meinen einen schönen Blick auf ein altes Überflutungsgebiet, an dem man hofft, in Zukunft Zebras sehen zu können.Jede Rundhütte verfügt über Dusche/WC und ist ausgestattet mit Mosquitonetzen und Ventilator.Chalet der Marina's Lodge, Maun | © Foto: Jens Döring, Outback Africa ErlebnisreisenKlein und gemütlich: Chalet der Marina's Lodge in Maun. © Foto: Jens DöringDie Marina`s Lodge würde ich jenen Gästen empfehlen, die nach einem Langstreckenflug oder nach einer Safari sich noch etwas regenieren und nicht das Flair eines großen Hotels haben möchten. Der Standard ist zwar im Vergleich zur Maun Lodge etwas geringer (betrifft vor allem die Ausstattung, die nicht ganz so umfangreich ist), ist aber dafür kleiner, familiärer und ich habe auch den Eindruck, dass sich Marina um die Gäste kümmert und man hier ganz entspannt seiner Safari oder dem anstehenden Heimflug entgegensehen kann.So, nun heißt es sich aber sputen und ab zum Flughafen gefahren. Denn meine Kollegin und der Rest der Gruppe warten bestimmt schon auf mich, um auf große „Lodge-Rundreise“ im Okavango Delta, Moremi, Chobe und Victoria Falls zu gehen. Fortsetzung folgt … Alle Teile der Botswana- Lodgereise in der Übersicht:

noch keine Kommentare