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Sonnenuntergang an der Westküste von Mauritius © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa

Sonnenuntergang an der Westküste von Mauritius © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa

 

Kann man Mauritius mit Sansibar vergleichen? Die Antwort lautet ganz klar NEIN! Ich kenne Sansibar von zwei meiner früheren Reisen. (Reisebericht Südtansania und Sansibar 2014).

Die Insel ist ähnlich groß wie Mauritius, aber Geschichte, Infrastruktur und touristische Gegenwart könnten unterschiedlicher nicht sein. Sansibar, die Gewürzinsel, ist vor allem muslimisch geprägt. Das wird einem vor allem in der Stone Town bewusst. Zu festen Zeiten ruft der Muezzin zum Gebet, Männer mit langen Gewändern und verschleierte Frauen begegnen einem auf Schritt und Tritt. Es riecht süßlich würzig und man fühlt sich in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt.

Auf Mauritius ist alles sehr sauber. Die Straßen sind ordentlich, es gibt Supermärkte und das einzige Fremde, das einem begegnet, sind hin und wieder Hindus, die zum Beten in den Tempel gehen. Die Ausflugsmöglichkeiten auf beiden Inseln sind vielfältig, Gewürztour und Jozani Forest auf Sansibar, die Blaue Mauritius oder eine Rumdestillerie auf Mauritius. Schnorcheln kann man in beiden Destinationen.

Ist eine der Inseln besser? NEIN, auch das nicht. Sansibar ist genau durch das Fremde reizvoll. Es hat tolle kilometerlange Sandstrände und die Stone Town zählt sogar zum Weltkulturerbe. Die Strände auf Mauritius sind ebenso schön, nur vielleicht nicht ganz so lang. Die Landschaft dort fand ich um einiges abwechslungsreicher, und das Ausflugsangebot ist es dadurch natürlich auch.

Letztendlich ist es eine Frage der Logistik, für welche Insel man sich entscheidet. Wenn Sie nach Ostafrika reisen, scheidet Mauritius sehr wahrscheinlich aus. Es gibt keine Flugverbindungen zu einem vernünftigen Preis ohne Zwischenübernachtungen. Ähnlich verhält es sich mit Südafrika und Sansibar.

Sie sehen schon, um wenigstens zwei Reisen nach Afrika, einmal nach Ostafrika zusammen mit Sansibar und einmal Südafrika mit Mauritius, kommen Sie nicht herum…

Ich berate Sie gern!

Sie besuchen zunächst das Zuckermuseum, das sich in einer umgebauten ehemaligen Zuckerfabrik befindet. Erfahren Sie alles über die Geschichte, Bedeutung und Herstellung der süßen Versuchung. Anschließend geht es weiter nach Grand Baie. Nicht nur der Zucker spielt auf Mauritius eine große Rolle, auch die Textilherstellung ist ein wichtiger Wirtschaftszweig der Insel. Hier in Grand Baie, dem St. Tropez von Mauritius, finden sich Unmengen kleiner Boutiquen und Geschäfte, in denen Sie hochwertige Textilien zu günstigen Preisen erwerben können. Es geht weiter zum Cap Malheureux. Anfang des 19. Jahrhunderts landeten die Briten hier in der Nähe und nahmen die Insel fast ohne Widerstand in Besitz. Damit lösten sie die Franzosen als Besatzer ab. Was für ein Malheur!

Besuchen Sie die kleine Kapelle Notre-Dame-Auxiliatrice und genießen Sie den fantastischen Blick auf die Felseninsel Coin De Mire und das azurblaue Meer. Am Nachmittag besuchen Sie das Schloss Labourdonnais, ein prächtiges Herrenhaus im Kolonialstil. Lassen Sie sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzen. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Rumverkostung.

So habe ich es erlebt:

Ich hatte Gelegenheit, das Cap Malheureux zu besuchen. Die Szenerie ist wirklich wunderschön. Das Meer ist an dieser Stelle, wie auch an vielen anderen rund um Mauritius, azurblau. Der Ort empfiehlt sich zum Innehalten und Verschnaufen. Fischer reparieren ihre Netze oder verkaufen ihren Fang. In der kleinen Kirche war gerade eine Hochzeit im Gange, da wollten wir nicht stören. Auch das Herrenhaus war wirklich toll. Es ist neu renoviert und alle Exponate sind liebevoll gepflegt. Man bekommt einen tiefen Einblick in die koloniale Geschichte der Insel.

Zunächst fahren Sie die malerische Westküste entlang. Sie bekommen Einblick in eine Saline, von denen es nur noch wenige auf Mauritius gibt. Im Südwesten der Insel besuchen Sie die siebenfarbige Erde. Ganz Mauritius ist vulkanischen Ursprungs. Hier haben sich durch Witterungseinflüsse Basaltlavaschichten in verschiedenfarbige Tonminerale umgewandelt. Gleich nebenan befindet sich der Chamarel Wasserfall. Über 100 Meter stürzt sich der Rivière de Cap in die Tiefe, ein beeindruckendes Schauspiel.

Sie besichtigen die Rumbrennerei von Chamarel. Das Verkosten der feinsten Rumsorten ist ausdrücklich erlaubt. Nach dem Mittagessen geht es weiter zum Hochplateau und Aussichtspunkt über die Schluchten des Black River. Auf einem kurzen Spaziergang besichtigen Sie die meisten der auf der Insel endemischen Pflanzen. Vielleicht huscht ja ein Mauritius-Sittich oder ein Brillenvogel an Ihnen vorüber. Dann halten Sie am Grand Bassin, einer wichtigen Kultstätte der auf der Insel zahlreich vertretenen Hindus. Am Ende des Tages bleibt noch die Zeit, Trou aux Cerfs, den „Hirschkrater“ zu besichtigen. An seiner höchsten Stelle bietet sich ein sensationeller 360-Grad-Rundblick über die Insel.

So habe ich es erlebt:

Auch für diesen Ausflug blieb mir leider weniger Zeit als eigentlich eingeplant. Ein Highlight war die Rhumerie, aber nicht nur wegen der Rumverkostung, sondern vor allem, weil man einen Einblick in die Rumherstellung bekommt. Die siebenfarbigen Erden sehen aus wie hingemalt. Ich konnte gar nicht glauben, dass das die Natur geschaffen hat.

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