Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Ethiopian Airlines

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Inforeisen oder auch Fam-Trips (von to familiarize – sich vertraut machen) sind bei Reisebüromitarbeitern sehr beliebt. Zum einen erweitern sie die Zielgebiets- und Produktkenntnisse, zum anderen bieten sie die Möglichkeit, für kleines Geld in Gebiete zu reisen, die sonst unerschwinglich wären.

Mitte Juni flatterte eine recht kurzfristige Einladung des Temple Point Resort in Watamu bei uns ins Email-Postfach. Ein paar Tage an der kenianischen Küste in einem schönen Resort verbringen und dazu zwei Tage Safari in Tsavo Ost – eine Supersache! Der Termin passte, diese Gegend hatte noch keiner von uns bereist, also meldete ich mich spontan an. Kaum zwei Wochen später ging es los – unsere Gruppe sollte aus 20 Teilnehmern bestehen. Am Flughafen Frankfurt fanden schon die ersten zusammen.

Ethiopian Airlines ist für Mombasa nicht unbedingt die ideale Wahl, denn die Umsteigezeit in Addis Abeba ist doch recht lang – und langweilig. Hinzu kommt, dass es einen Tag vor Abflug noch eine Änderung gab, die aus zwei Stunden Anschlussflug nun vier machte, da es einen Zwischenstopp in Kilimanjaro gab. Das gleiche Spiel dann auf dem Rückflug – hier konnte man den Kegel des berühmten Berges aber zumindest sehen und alle wurden damit über die unfreiwillige Verlängerung der Reisezeit hinweg getröstet. Mehr zu empfehlen ist eine Flugverbindung über Nairobi direkt nach Malindi, denn dieser Flugplatz ist nur 20 Minuten vom Resort entfernt.

Ankunft im Temple Point Resort

Der Bus quält sich durch den Nachmittagsverkehr in Mombasa, danach geht es rund anderthalb Stunden auf der Landstraße nach Norden in Richtung Malindi, vorbei an Sisalpalmenplantagen und Maisfeldern. Hier und da sehen wir ein paar Hütten und Marktstände an der Straße. Die Kinder winken uns freundlich zu. Das Hinterland von Kenias Küstenstreifen ist ländlich geprägt. Wie in den meisten afrikanischen Ländern ist Mais die Hauptnahrung, ebenso wie Bohnen. Im Unterschied zur trockeneren Grabenbruchebene, die man von Nairobi nach Nakuru durchquert, wachsen hier aber Bananenstauden und Mangobäume mit dicken, reifen Früchten. Alles ist grüner als in den Hochebenen, das feuchtwarme Klima lässt die Pflanzen gut gedeihen.

Schon von weitem hören und sehen wir die Angestellten des Resorts, die sich für unseren Empfang warm tanzen und singen. Aufgeschnittene Kokosnüsse werden gereicht, danach geht es über eine breite Treppe in den großen Rezeptionsbereich. Hier erhalten wir die Schlüssel und feste Armbänder. Dies ist natürlich in den meisten Resorts so üblich, trotzdem fühle ich mich damit etwas „markiert“. Zumindest sind wir als Resort-Gäste nun dank der neongrünen Farbe auf 100 Meter Entfernung zu erkennen. Wir beziehen unsere Zimmer. Das Personal hat liebevoll die Handtücher zu einem Hasen gefaltet und einen Gruß aus Blüten und Blättern aufs Bett dekoriert. Rückweg zum Restaurant verlaufe ich mich erst einmal, denn das Gelände ist recht groß.

Alle Beiträge dieser Inforeise in der Übersicht:

Temple Point Resort, Watamu

Temple Point Resort – Ausflüge nach Gede, Bio-Ken Schlangenfarm und Malindi

Temple Point Resort – Bootstour im Watamu Marine National Park

Safari im Tsavo East Nationalpark

Satao Tented Camp, Tsavo East Nationalpark

Zurück nach Watamu ins Temple Point Resort

Temple Point Resort – Schulbesuch in der Dongokundu Primary School

Temple Point Resort – Besuch in der Meeresschildkröten-Auffangstation

Rückflug aus Kenia und Fazit der Inforeise ins Temple Point Resort

Ethiopian Airlines fliegt künftig mit der neuen Boeing 787 Dreamliner von Frankfurt nach Addis Abeba. Ab 28. Oktober 2012 kommt das neue Flugzeug mehrmals pro Woche zum Einsatz, ab 9. November dann täglich. Das kündigt Ethiopian Airlines in einer Pressemitteilung an.

Boeing hatte die Auslieferung der neuen Maschinen in den vergangenen Jahren mehrfach verschieben müssen. Deshalb hatte Ethiopian den Einsatz der Boeing 787 auf der Frankfurt-Strecke zuletzt erst ab Sommer 2013 geplant. Nachdem die Fluggesellschaft im September und Oktober 2012 ihre zweite und dritte B787 erhalten hat und die Lieferung des vierten von insgesamt zehn bestellten Flugzeugen dieses Typs bevorsteht, ist nun die Entscheidung gefallen, den Termin deutlich vorzuziehen. Frankfurt ist damit nach Washington D.C. die zweite Destination im internationalen Streckennetz der Fluggesellschaft, die von einer B787 angeflogen wird. „Ich freue mich, dass unsere Passagiere hier in Frankfurt bereits jetzt in den Genuss des Dreamliners kommen“, sagt Henock Lemma Nigatu, Ethiopian Airlines Direktor für Deutschland und Zentraleuropa. „Das Flugzeug bietet mit seinem Komfort und seiner modernen Technik ein noch angenehmeres Reisegefühl.“

Die großen Fenster des Dreamliners sollen den Ausblick verbessern. Weiter verweist die Airline auf eine nutzerfreundliche Gestaltung der Kabine und ein neuartiges Lichtkonzept. Die Luftreinigungssysteme und die höhere Luftfeuchtigkeit in der Kabine sollen für mehr Wohlbefinden im Innenraum sorgen. Die neuen Bordsysteme könnten mittelstarke Turbulenzen besser ausgleichen und einen ruhigeren, gleichmäßigeren Flug gewährleisten. Ethiopian Airlines hat zur Wartung ihrer Dreamliner einen Langzeitvertrag mit Lufthansa Technik abgeschlossen.

Ethiopian Airlines, nach eigenen Angaben eine der größten und am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Afrikas, begann ihren ersten Liniendienst 1946 von Addis Abeba nach Kairo. Heute bedient die Fluggesellschaft 69 Destinationen rund um den Globus. Äthiopiens nationale Fluggesellschaft hat eine moderne Flotte und ist Mitglied der Star Alliance. Es ist die erste afrikanische Fluggesellschaft, die den Boeing 787 Dreamliner einsetzt. Ethiopian Airlines fliegt täglich nonstop per Nachtflug von Frankfurt zum Drehkreuz Addis Abeba und von dort weiter zu 43 Zielen auf dem afrikanischen Kontinent.

28. Oktober 2011

Die lange Heimreise beginnt. Wir schlafen heute zum ersten und einzigen Mal aus. Es hat aufgehört zu regnen, vielleicht reißt die Bewölkung ja noch auf, es wird sicherlich ein schönerer Tag. Nach dem Frühstück fahren wir die kurze und sehr matschige Strecke zum Kogatende Airstrip. Dort stehen schon zwei Maschinen bereit. Eine davon, Regional Air, nimmt die drei Damen aus unserer Gruppe mit, die weiter nach Sansibar fliegen. Eine neu eintreffende Maschine von TFC (Tanganyika Flying Company) ist für uns übrigen. Der Abschied von Louise, Kimi und Fi fällt schwer. Irgendwie haben wir auf dieser intensiven und lehrreichen Tour doch gut zueinander gefunden. Kimi mit ihrer fröhlichen Art wird mir fehlen. Sie hat zwar das Laute und Überschwängliche einer jungen Amerikanerin, aber auch einen umwerfenden Humor und eine Herzlichkeit, die alle mitreißt. Ohne sie hätte dieser Tour etwas gefehlt.

Der junge Pilot sieht ziemlich japanisch aus und begrüßt uns freundlich. Jeder bekommt noch eine kleine Flasche Mineralwasser. E-Tickets sind für diese „Scheduled Charters“ nicht erforderlich, der Pilot hakt unsere Namen einfach auf seiner Liste ab. Nachdem unsere Taschen in den Ladeluken verstaut sind, klettern wir in die Maschine hinein. Es ist eine Grand Caravan, der übliche auf diesen Strecken genutzte Flugzeugtyp. Die 12 Sitze sind fast alle belegt, mit uns fliegen Gäste von Nomad, Lemala und &Beyond. Letztere betreiben das mobile Zeltcamp „Serengeti under Canvas“. Auf dem Weg zum Kilimanjaro Airport hat unser Flug noch zwei Zwischenlandungen, eine am Manyara Airstrip und eine in Arusha, wo jeweils Passagiere aussteigen und neue zusteigen. Ein großer und sehr dicker Amerikaner mit seiner fast ebenso dicken Frau will partout vorne sitzen und quetscht sich mühsam an allen anderen vorbei. Stehen kann man in dieser Maschine nicht. Insgesamt sind wir gut zwei Stunden unterwegs.

Serengeti © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Serengeti von oben

Beeindruckend ist vor allem der Flug in niedriger Höhe über die Serengeti, bei dem man sogar die Gnu-Herden ausmachen kann, lauter kleine Punkte, die sich in eine Richtung bewegen – immer nach Süden. Die endlose Weite dieses Nationalparks kann man aus der Luft erst richtig ermessen, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie unglaublich lang der Weg noch ist, den die Gnus in den nächsten Wochen auf dem Weg nach Ndutu zurücklegen. Als wir den Ngorongoro-Krater überfliegen, ist es ziemlich wolkig, dennoch sind der Kraterrand und der weiße Fleck am Grund des Kraters, der Lake Magadi, gut auszumachen. Zwischen Karatu und Arusha ist die Landschaft noch genauso trocken und staubig wie bei unserem Start, große Flächen sind erodiert, hier wächst fast nichts – wovon die Massai und ihre Herden leben, weiß ich nicht. Arusha zeigt sich sehr grün, die Jakarandas blühen immer noch und bilden lauter lila Tupfer. Der letzte Abschnitt zum Kilimanjaro Airport dauert gerade einmal 12 Minuten. Hier verabschiede ich mich auch von George und Elisabeth, die nun nach Hause fliegen.

Als meine Maschine der Ethiopian Airlines sich vier Stunden später in die Luft erhebt, scheint die Spätnachmittagssonne durch die Wolken. Kurz bevor wir die Flughöhe erreichen, schaut der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaro in wunderbarem Licht aus den Wolken heraus und zieht langsam an uns vorbei. Ein schöner Abschied von Tansania.

Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.

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