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Die Fahrt vom Ngorongoro Farmhouse bis zum Eingang der Ngorongoro Conservation Area (NCA) dauert nur wenige Minuten. Hier endet die asphaltierte Straße. Die Guides müssen Formalitäten erledigen und Gebühren entrichten. 50 US-Dollar kostet ein Tag Aufenthalt in der NCA für einen ausländischen Gast. Hinzu kommen 200 US-Dollar für jedes Safarifahrzeug, das in den Ngorongoro-Krater hineinfährt. Bevor wir einen ersten Blick in den Krater werfen können, müssen wir uns noch ein ganzes Stück auf Schotterwegen den Berghang hinaufquälen. Das feuchtkühle Klima hier oben hat den Bäumen graue Bärte aus Flechten wachsen lassen. Unser erster Anlaufpunkt ist die Ngorongoro Crater Lodge. Den rundlichen terracottabraunen Bungalows mit ihren markanten Schornsteinen (Spötter sprechen von Schlumpfhausen) sieht man den Prunk nicht an, mit denen die Zimmer und Restaurants eingerichtet sind. “Massai meets Versailles” lautet eine etwas wohlwollendere Beschreibung. Es ist in jedem Fall die exklusivste Lodge hier oben am Kraterrand. Sie besteht aus drei separat bewirtschafteten Flügeln mit jeweils zwölf Zimmern, das South Camp, das North Camp und das Tree Camp. Letzteres hat eine Lounge, die um einen Baum gebaut ist. Ein Balkon, auf dem man mit Blick in den Krater speisen kann, schließt sich an. Die Zimmer und vor allem die Bäder im South oder North Camp sind allerdings noch großzügiger als im Tree Camp.


Prunkvoll gebettet: Ngorongoro Crater Lodge.


Schlumpfhausen am Ngorongoro-Krater?


Massai meets Versailles: Restaurant der Ngorongoro Crater Lodge.

Auf der Weiterfahrt am Kraterrand entlang gibt es eine Überraschung. Vor uns haben zwei Autos gehalten. Eine Panne? Nein, die Passagiere schauen alle in eine Richtung – und beobachten eine Löwenfamilie, die einen Büffel verspeist, direkt neben der Straße. Dabei hat diese kühle, raue Hügellandschaft, in der auch die Kühe und Ziegen der Massai weiden, gerade noch eher an europäische Gefilde erinnert. Aber wir sind eben am Ngorongoro-Krater. Einen schönen Blick in diesen Garten Eden hat man auch von den 75 Zimmern der Ngorongoro Serena Lodge, die außen mit dunklen Steinen verkleidet ist. Damit sieht das Gebäude aus der Nähe etwas bunkerartig aus. Doch die Steine stammen aus der nächsten Umgebung und sorgen dafür, dass das Gebäude aus der Ferne betrachtet die Landschaft nicht stört.


Ngorongoro Serena Lodge.


Restaurant mit Aussicht in der Ngorongoro Serena Lodge.


Ngorongoro Serena Lodge, Doppelzimmer.


Ngorongoro Serena Lodge, Badezimmer.

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10.12.2010 – Wir wollen heute sechs verschiedene Lodges am Lake Manyara und im Ngorongoro-Hochland besichtigen. Also brettern wir mit 80 Sachen durch den Tarangire Nationalpark in Richtung Norden. Im trüben Regenwetter passieren wir eine kleine Elefantenherde, der die Dusche zu gefallen scheint. Bald ist die gut asphaltierte Hauptstraße erreicht, die von Arusha nach Karatu führt. Wir halten zunächst am Moivaro Migunga Camp, wo uns eine Angestellte zunächst mit Regenschirmen ausstattet und dann zwei der zwanzig Hauszelte zeigt, die unter hohen Bäumen in einem weiten Bogen verteilt sind. Das Camp ist nicht besonders luxuriös, bietet aber doch einen gewissen Grund-Komfort.


Restaurant des Moivaro Migunga Camps.

Feuerplatz des Moivaro Migunga Camps bei Regenwetter.


Moivaro Migunga Camp, Gästezelt.


Zelteinrichtung Moivaro Migunga Camp.


Badezimmer, Moivaro Migunga Camp.

Für einen Einkaufsstopp an den bunten Obstständen in Mto wa Mbu (der Ortsname bedeutet „Fluss der Moskitos“) haben wir keine Zeit. Dabei schmecken die roten Bananen, die hier feil geboten werden, so lecker, wie ich von meinem Besuch im vorigen Jahr weiß. Ich denke noch an die Bananen, da kämpft sich unser Land Cruiser schon die Serpentinen an der Flanke des Ostafrikanischen Grabenbruchs hinauf. Durch den Wolkenschleier kann man unten im Tal die Wasserfläche des Lake Manyara erahnen. Wir biegen rechts ab und fahren zur Lake Manyara Serena Lodge. Sie hat 67 Zimmer, darunter eine Suite. Warum die meisten Serena Lodges immer genau eine Suite haben, konnte ich noch nicht herausfinden. Vielleicht ist sie ja für seine Hoheit Aga Khan reserviert, das Oberhaupt des Imperiums aus Firmen und Entwicklungsorganisationen, zu dem auch die Serena Gruppe gehört. Jeweils vier Zimmer sind in einem Bungalow eingerichtet, je zwei in der oberen und der unteren Etage. Die Anlage mit ihrem schönen Pool ist gerade in Wolken eingehüllt. Doch als wir die Bar begutachten, öffnet sich plötzlich ein spektakulärer Blick hinunter ins Rift Valley und auf den Lake Manyara. Das wäre ein Plätzchen für das Sundowner-Bier!


Rezeption der Lake Manyara Serena Lodge.


Lake Manyara Serena Lodge, Restaurant.


Doppelzimmer, Lake Manyara Serena Lodge.


Badezimmer, Lake Manyara Serena Lodge.

Doch an Feierabend ist noch nicht zu denken. Wir fahren zurück auf die Hauptstraße. Schon nach wenigen Metern Richtung Ngorongoro-Hochland biegen wir wieder rechts ab. Diesmal ist die Strecke über holprige Wege etwas weiter. Unser Ziel ist die Kirurumu Tented Lodge. Wieder müssen wir uns mit Regenschirmen bewaffnen, um auf den gepflasterten Wegen zu den weit verstreut stehenden Hauszelten zu gelangen. Insgesamt 23 Zimmer gibt es, fünf weitere sollen im Februar 2011 hinzu kommen. Das Restaurant ist unter einem festen Dach eingerichtet, aber die Seiten sind offen. Einige Zelte haben Blick ins Tal des Grabenbruchs. Das gilt auch für die zwei Executive Suiten, die massiv gebaut sind und sich über zwei Etagen erstrecken. Kirurumu macht einen gediegenen Eindruck, wenngleich die Lodge etwas in die Jahre gekommen scheint. Eine gründliche Renovierung ist geplant, wurde aber erst einmal aufgeschoben, berichtet uns der Gastgeber.


Zelteinrichtung Kirurumu Tented Lodge.


Badezimmer Kirurumu Tented Lodge.


Kirurumu Tented Lodge, Restaurant.


Executive Suite, Kirurumu Tented Lodge.

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