Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Sausage Tree

SOS-Mokoro-Tree-Fund


Was haben Venedig und das Okavango-Delta gemeinsam?

Beide werden von Wasserstraßen durchzogen und sind in großen Teilen nur mit dem Boot befahrbar. Während jedoch die Gondoliere in Venedig nur mit einer schwer erlangbaren speziellen Lizenz Touristen in aufwändig gestalteten Gondeln durch den Canale Grande staken dürfen, sind die traditionellen Boote im Okavango-Delta das Transportmittel für alles – Waren und Lebensmittel, Tiere und natürlich auch Touristen. Hunderte Einheimische verdienen sich ein paar Pula als “Poler”.
Weiterlesen

Zum Mittagessen treffe ich am Sausage Tree Camp ein. Ein nettes älteres Besucherpaar aus Australien bittet mich zu sich an den Tisch und empfiehlt mir den Pasta-Salat mit Roastbeef. Der Tipp ist gut, ich lasse mir das beste Rindfleisch der ganzen Reise schmecken. Die Service-Mitarbeiter heißen hier im Camp Mutinda, was so viel bedeutet wie „Diener des Häuplings“. Mein Mutinda begleitet mich also zu meiner Suite – und hält mich plötzlich zurück. Auf dem Pfad, der die Chalets verbindet, steht ein Elefantenbulle. Wir suchen uns lieber einen Umweg. Zum Camp gehören fünf großzügige „Signature Tents“, ich wohne in einer der beiden Suites.

Ich in meinem privaten Pool im Sausage Tree Camp © Foto: Marco Penzel per Selbstauslöser | Outback Africa Erlebnisreisen


Der riesige Raum wird von einem Dach aus weißem Stoff überspannt, das noch einen Teil des Sonnenlichtes hindurchlässt. Von einem großen Ledersofa blickt man über einen Tisch mit Fernglas und Sherry-Karaffe und über den privaten Pool auf einen kleinen Nebenfluss des Sambesi. Da muß ich rein! (in den Pool.) Endlich Abkühlung. Hinterher nehme ich eine Dusche draußen unter den Bäumen. Im Hintergrund grunzen die Hippos. Drinnen gibt es nochmals ein Bad mit Wanne und Dusche. Auf der anderen Seite des Raumes steht ein Sekretär nebst gut bestückter Minibar. Das wäre der ideale Arbeitsplatz, um Reiseberichte zu verfassen.

Suite im Sausage Tree Camp © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Doch bald schon geht es wieder los zu einer nachmittäglichen Pirschfahrt. Wir sehen eine Büffelherde und zahlreiche Elefanten. Nur Giraffen sind nirgends zu entdecken. Warum? Es gibt sie im ganzen unteren Sambesi-Tal nicht, erklärt mir der Guide. Wahrscheinlich können die hohen Tiere das steile Gebirge nicht überwinden, das ein paar Kilometer nördlich des Ufers aufragt und parallel zum Fluss verläuft. Zum Sundowner Drink halten wir auf einem Hügel. Der Guide sucht in den Steinen am Boden und findet alte Tonscherben. „An dieser Stelle befand sich einst ein Dorf“, erzählt er. Vor Jahrzehnten mussten die Menschen diese Gegend verlassen, weil hier die Schlafkrankheit wütete. Nachdem der Landstrich unbewohnbar war, entstand der Nationalpark. Die Tsetse-Fliegen, die diese Krankheit einst übertrugen, gibt es heute noch. Ihre Stiche sind lästig, aber immerhin übertragen sie heute keine Krankheiten mehr. Beim Frühstück am nächsten Morgen schauen wir auf den Fluss und sehen einen dürren Baum, der aus dem Wasser ragt. Das ist der Rest des Leberwurstbaumes (Kigelia africana), der dem Camp einst den Namen gab. Er fiel schon vor einigen Jahren einer Flut zum Opfer, die ein Stück Uferböschung mit sich riss. Im Mai 2010 ist der Wasserstand des Sambesi wieder außergewöhnlich hoch. Am Kariba-Stausee, etwa 100 Kilometer flussaufwärts, mussten drei Schleusen geöffnet werden, um den Damm zu entlasten. Nun bekommen einige Lodges im Tal schon Probleme mit dem hohen Wasserstand.

Dinner is ready im Sausage Tree Camp, Lower Zambezi Nationalpark


Alle Berichte dieser Reise in der Übersicht:


Einen Vorschlag für eine Sambia-Safari zum Lower Zambezi mit dem Sausage Tree Camp finden Sie hier. Das Programm kann Ihren Wünschen angepasst werden.

Steht da ein Elefant hinter dem Busch am Ufer? Kanu-Safari auf dem Sambesi. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Am Morgen fahren wir mit dem Boot zunächst etwas flussaufwärts und steigen dann in Kanus um. Eine Kanu-Safari ist wohl die beste Art, die Flusslandschaft des Sambesi zu erleben. Ohne dass ein Motorgeräusch stört, gleiten wir langsam den Fluss hinunter. Nebelschwaden liegen noch über dem Wasser. Hinter dem sambischen Ufer steigen die Berge empor. Beim Paddeln kommt man auch ein bisschen in Bewegung. Es werden aber keine sportlichen Höchstleistungen verlangt, ganz im Gegenteil. Wenn ich fotografieren oder einfach nur die Szenerie genießen will, lege ich das Paddel quer vor mir ab und der Guide hinten sorgt allein für den Antrieb.

Siesta am Sambesi: Lounge des Chongwe River Camps © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Nach einer Stunde auf dem Fluss treffen wir in Chongwe ein. Das Camp liegt an der Mündung des kleinen Chongwe-Flusses in den breiten Sambesi. Am gegenüberliegenden Ufer des Chongwe beginnt der Lower Zambezi Nationalpark. Man blickt also vom Camp auf den Park und hat hinter sich die Game Management Area (GMA), in der die Tiere bereits einen gewissen Schutz genießen. Manchmal, so erzählen die Guides, sieht man bei Pirschfahrten in der GMA mehr als innerhalb des Nationalparks. Den Tieren ist die zaunlose Grenze also relativ egal. Viel mehr interessieren sie sich für die Früchte der Akazienbäume, die den Zelt-Chalets Schatten spenden. „Manchmal haben wir über 100 Elefanten im Camp“ berichtet mir der Vater des Lodge-Besitzers, der mich an der Anlegestelle begrüßt. Zu den derzeit acht Standardzelten, die ein Stück schicker eingerichtet sind als die in Kasaka, kommen noch zwei Suiten mit jeweils eigenem Plunge-Pool und besonders schönem Blick auf den Zusammenfluss von Chongwe und Sambesi. In den Bädern fallen Wände ins Auge, die ganz ohne gerade Linien auskommen. Die organisch gewachsenen Formen sind Anklänge an einen Architekturstil, der etwas weiter flussaufwärts am Chongwe in einem ganzen Haus verwirklicht wurde. Der Seniorchef zeigt mir das Chongwe River House vom Boot aus und erinnert sich dabei: „Wir sagten dem Architekten, wir möchten eine Form, die sich von allen anderen Häusern und Lodges unterscheidet. Und die haben wir bekommen.“ Beim Betrachten des Hauses mit seinen großen ovalen Fenstern denke ich gleich an die Häuser Friedensreich Hundertwassers. Allerdings wirkt dieses Safari-Haus nicht so bunt und verspielt wie die Gebäude des berühmten Wiener Künstlers. Mit seinen hellen Beige-Tönen passt Chongwe River House auch besser in diese Landschaft hier. Familien oder private Gruppen können dieses ausgefallene Safari-Domizil exklusiv mieten.

Ausgefallene Safari-Architektur: Chongwe River House


Alle Berichte dieser Reise in der Übersicht:


Einen Vorschlag für eine Sambia-Safari zum Lower Zambezi mit dem Chongwe River Camp finden Sie hier. Das Programm kann Ihren Wünschen angepasst werden.

Katogorien

Archiv