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Plantation Lodge

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Ulrike
Nach der Mittagspause fahren wir zur Gibb’s Farm. Wie auch das Ngorongoro Farm House befindet sich die Lodge mitten auf einem Farmbetrieb. Die Kunden können beim Frühstückzubereiten helfen oder morgens die Milch für den Kaffee selber melken. Kinder sind hier gern gesehene Gäste und werden liebevoll betreut. Die Gibb’s Farm wurde von Deutschen gegründet, leider ist aber heute kein deutscher Ansprechpartner mehr da. Man spürt noch die koloniale Vergangenheit. Die Zimmer der Lodge verteilen sich in verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände. Sie sind unterschiedlich groß und alle sehr hübsch ausgestattet – Altes und Neues harmonieren hier sehr gut miteinander. Mittlerweile sind auch die neuen Speiseräume fertig, der bei Svenjas Besuch gerade im Bau waren. Es ist hell und freundlich, die großen Glasfenster erlauben einen herrlichen Blick in den Garten, der riesig und sehr gepflegt ist. Natürlich gibt es wieder Kaffee und natürlich sind wir höflich und trinken zusammen mit dem Manager ein „Schälschn Heeßen“, wie die Kaffeesachsen sagen. Die Führung durch das Gelände ist auch sehr interessant. Neben den Produkten für die Küche wird sogar das Mobiliar selbst produziert.

Der nahen Tloma Lodge statten wir nur eine kurze Stippvisite ab. Auch Martha, die Managerin, bietet uns liebenswürdigerweise eine Tasse Kaffee an. Das müssen wir aber ablehnen, weil wir im Laufe des Tages schon unzählige Tassen Kaffee getrunken haben. Im Vergleich zu den zuvor besichtigten Lodges wirkt die Tloma Lodge wesentlich schlichter, aber die Zimmer sind sauber, das Personal ist nett und es gibt einen großen Pool, in den ich am liebsten hineingesprungen wäre. Die Zimmer sind in Bungalowes auf dem Gelände verteilt. Dazwischen sind Büsche und Bäume angepflanzt, so dass man etwas Privatsphäre auf der Terrasse hat.  Die Zimmer sind zweckmäßig, auch einen Fernseher und einen Fön gibt es, aber es fehlt so ein bisschen das spezielle Flair, das eine Lodge unverwechselbar und einzigartig macht. Wir hätten gern auch die neu eröffnete Kitela Lodge besucht, die wie die Tloma Lodge zur Firma Tanganyika Wilderness Camps gehört, aber dafür reicht die Zeit leider nicht mehr aus.

Lodge Nummer sechs ist gleichzeitig unser Quartier für diese Nacht. Von der Plantation Lodge hatten wir schon durch Marcos, Svenjas und Doreens Besuche viel Gutes gehört. Die Lodge beeindruckt auch uns. An den vielen liebevollen und auch praktischen Details in den Zimmern merkt man gleich, dass die Lodge in deutscher Hand ist. Es wurde an vieles gedacht, auch einen Fön hat jedes Zimmer. Hier haben Ulrike und ich das erste Mal auf unserer Reise jeder ein eigenes Zimmer. Die Plantation Lodge hat einen schönen und vor allem sehr gepflegten Garten. Der Rasen ist akkurat getrimmt und es ist alles fast schon ein bisschen zu perfekt – deutsch eben. Trotzdem bewundern wir die tolle Anlage und können uns nun sicher sein, dass unsere Kunden hier in wirklich guten Händen sind.

In der Lodge gibt es auch mal wieder die Möglichkeit, einen kurzen Gruß ans Büro und die Lieben daheim zu senden. Es gibt zwei Computer für die Gäste, allerdings ist auch hier die Verbindung sehr langsam. Nach dem leckeren Abendessen sitzen wir noch gemütlich im Kaminzimmer bei einem Glas Wein zusammen. Renate, die Managerin, gesellt sich kurz zu uns.

Ngorongoro Farm House

Das Ngorongoro Farmhouse gehört ebenfalls zur TWC-Gruppe, die Preise entsprechen denen der Tloma Lodge. Das Farmhouse liegt von allen Lodges der Karatu-Region dem Eingangstor zur Ngorongoro Conservation Area am nächsten. In nur fünf Minuten hat man es erreicht und kann somit auch schon früh am Morgen zum Kraterboden gelangen (das Tor öffnet um sechs Uhr). Die große Anlage mit 51 Zimmern verteilt sich in einem weitläufigen Garten, der teils aus blühenden Rabatten besteht, teils aus Plantagen und teils aus Obst- und Gemüsegärten. Viele Produkte aus dem Garten kommen im Restaurant auch auf den Tisch. Das Herz der Anlage bildet das sehr schöne reetgedeckte, weiß gestrichene Haupthaus, das ein Restaurant mit Sitzgelegenheiten innen und außen bietet. Daran schließt sich ein Sonnendeck mit Bar und Swimmingpool an. Auf der großen, sattgrünen und kurz geschnittenen Rasenfläche vor dem Haus laufen Vögel herum, die Blumenbeete sind gepflegt und geben der Lodge ein schönes und farbenfrohes Ambiente. Die Zimmer selbst verteilen sich auf frei stehende Bungalows in mehreren Reihen (je zwei Zimmer pro Bungalow). Sie bieten viel Platz und guten, eher schlichten Komfort, wirken jedoch durch die gemauerte Bauweise ein wenig dunkel. Von einigen hat man einen weiten Blick über das Farmland, von anderen schaut man nur in den Busch. Strom (auch zum Aufladen der Geräte) ist in jedem Zimmer 24 Stunden vorhanden. Internet ist im Haupthaus gegen Gebühr nutzbar, W-Lan gibt es (noch) nicht. Das Ngorongoro Farmhouse hat keine eigenen Fahrer und Guides, wird also üblicherweise im Rahmen einer über Land gefahrenen Tour besucht. Es eignet sich als Ausgangsbasis sowohl für Pirschfahrten im Ngorongoro-Krater als auch für einen Besuch des Lake Manyara Nationalparks. Im Preis enthalten ist Vollpension, Getränke sind extra zu zahlen. Kinder jeden Alters sind willkommen.

Zu den zusätzlichen Angeboten der Lodge gehören geführte Naturwanderungen, der Besuch einer Kaffeeplantage und Massagen. Wenn ich die Wahl zwischen der Tloma Lodge und dem Farmhouse hätte, würde ich mir schwer tun. Beide bieten ähnlichen Komfort bei vernünftigen Preisen. Die Tloma Lodge ist etwas kleiner und vielleicht ein bisschen persönlicher, auch hat mir dort der Pool besser gefallen, man hat aber einen längeren Anfahrtsweg zum Krater. Das Farmhouse hat ein bisschen mehr Ambiente, die Anlage ist an sich gefälliger, schon allein wegen des ansprechenden Hauptgebäudes.

Plantation Lodge

In der Plantation Lodge hätten wir eigentlich übernachten sollen, doch es wurde kurzfristig umdisponiert. Schade, denn die Lodge, die ich nun schon zum zweiten Mal sehe (und diesmal bei Sonnenschein), ist wunderschön. Gerade hier wäre ich gern länger geblieben. Die ganze Anlage strahlt eine angenehme Ruhe aus. Der große Garten mit den kurz geschnittenen Rasenflächen und vielen blühenden Beeten scheint hier im Mittelpunkt zu stehen, das Haupthaus und die einzelnen Gästeunterkünfte verteilen sich locker auf dem weitläufigen Gelände. Der Pool liegt etwas abseits und blickgeschützt – viel angenehmer, als wenn man vom Restaurant aus auf die Badenden schaut, wie es ja in vielen Häusern der Fall ist. 22 Zimmer gibt es hier, teils ganz einzeln stehend, teils sind es mehrere Zimmer in einem Gebäude. Alle sind individuell eingerichtet und keine zwei sind gleich. Für Alleinreisende und kleine Gruppen gibt es speziell zugeschnittene Zimmer bzw. Gebäude, für gehobene Ansprüche die herrliche „Zanzibar Suite“ auf zwei Etagen mit riesigem Badezimmer.

Der Individualität der Gäste tragen auch die vier Speiseräume Rechnung. So kann eine Familie oder Reisegruppe separat sitzen und unter sich sein. Kinder jeden Alters sind hier willkommen. Besonders begeistert mich an der Plantation Lodge das Dekor. In den Zimmern und vor allem auch im Hauptbereich mit Restaurant, Bar, Lounge und Terrasse zeigt sich die Handschrift der deutschen Besitzerin Renate. Die Dame hat einfach Geschmack und Stil. Ich erwische mich, wie ich lauter Details fotografiere, von Kissen und Überwürfen über Wandbehänge, Statuen, Metall-Skulpturen bis hin zu alten afrikanischen Gebrauchsgegenständen und historischen Fotos und Landkarten. Die Plantation Lodge ist eine kleine und feine Unterkunft, dabei aber relaxt und familiär und zudem sehr erschwinglich – ein ganzes Stück günstiger als die Kettenhotels oben am Kraterrand und dabei viel individueller. Nur die Anfahrt in den Krater ist von hier aus natürlich etwas weiter.

The Manor at Ngorongoro

Das edle “The Manor at Ngorongoro” gehört zur Elewana-Gruppe. Es liegt recht weit außerhalb von Karatu direkt an der Grenze zur Ngorongoro Conservation Area. Die auffallenden, weiß getünchten Gebäude im kapholländischen Stil stehen auf einer Anhöhe. Man blickt ringsherum auf Kaffeeplantagen. Martin, der südafrikanische Manager, erzählt uns, dass die hier geernteten Kaffeebohnen zu den besten weltweit zählen und unter anderem an Starbucks in die USA verkauft werden. Etwa die Hälfte der Gäste kommt auch aus Amerika. The Manor schreibt Individualität und Privatsphäre groß. Es gibt insgesamt 20 Zimmer, die mit allem Luxus ausgestattet sind. Einige davon sind bewusst abseits gelegen. Hier werden bevorzugt Gäste untergebracht, die sich nicht “unters Volk” mischen wollen. Sie können in ihren eigenen vier Wänden bzw. auf ihrer privaten Terrasse dinieren und werden diskret mit allem versorgt. Wen es doch ins große Haupthaus zieht, der findet dort eine sehr große Eingangshalle, einen mit Teppichen ausgelegten Lounge-Bereich mit Bar und Klavier, den Speiseraum, eine schöne breite Speise- und Aussichtsterrasse und im Keller einen Billard-Raum und eine TV-Lounge mit großer Leinwand. Eine Besonderheit hier sind Reitpferde. Gleich neben den Ställen liegt der Swimmingpool mit angrenzendem Wellness-Bereich. Mir ist „The Manor“ auch beim zweiten Besuch etwas zu “plüschig”. Die Gästeunterkünfte selbst sind herrlich gelegen, bieten einen wunderbaren Blick über die Plantagen und viel Ruhe und Entspannung, doch muss man mit weit über 500 Euro pro Person und Nacht schon sehr tief in die Tasche greifen. Die Plantation Lodge und auch die Gibb’s Farm liegen in der Nachbarschaft und bieten bei deutlich günstigeren Übernachtungspreisen zwar keinen vergleichbaren, aber doch sehr guten Komfort.

Weitere Informationen zu den besuchten Lodges:

Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.

Plantation Lodge und Ngorongoro Serena Lodge

Eine einzige geteerte Hauptstraße führt durch die Hochebene. Rechts und links an der Straße steht ein Schild mit dem Lodgenamen und man biegt auf eine überwiegend unbefestigte Piste ab, die zur Lodge führt. Da man sie meist von der Straße aus nicht sieht, ist es immer ein wenig, als führe man ins Nirgendwo.

Mein erster Eindruck von der Plantation Lodge ist: “Wow, ist das toll hier! ” Die Lodge ist hell und luftig mit vielen Fenstern und Türen. Zu den einzelnen Gästehäusern geht es durch einen grünen Garten mit vielen schattenspendenden Bäumen. Die Zimmer sind alle unterschiedlich, besonders hübsch sind die Details jedes einzelnen Zimmers. Im Bad z.B. finden sich Körbe mit diversen Kleinigkeiten und dem Fön sowie frische Blumenarrangements. Hier merkt man, dass die Besitzer Liebe zum Detail haben. In einigen der Häuser gibt es ein besonderes Gimmick: Durch eine Klappe außen am Haus wird morgens ein Tablett mit Kaffee auf einen kleinen Tisch auf die Terrasse geschoben und steht beim Aufstehen dann wie von Zauberhand serviert bereit. Eine Besonderheit sind auch die Fußmatten vor den Türen – die gibt es sonst fast nirgends in irgendeiner Lodge. Diese Kleinigkeiten verraten, dass hier eine deutsche Familie am Wirken ist.

Für Familien bietet die Plantation Lodge ein separates Gästehaus an, dass ich besonders schön fand. In vier Zimmern kommen acht Personen unter, es gibt eine gemütliche Lounge mit Kamin und auch einen tollen Speisesaal. Hier könnte man einen herrlichen Urlaub mit der ganzen Familie verbringen (wenn man über das nötige Kleingeld verfügt).

Gern hätte ich mich jetzt auf die schöne große Terrasse gesetzt und mir vielleicht ein schönes Käffchen gegönnt, aber wir müssen schon wieder weiter.

Plantation Lodge

Ich habe ein bisschen Zeit, denn Amani regelt wie immer die Formalitäten am Eingangstor zur Ngorongoro Conservation Area. Es gibt eine kleine Ausstellung, die über die Menschheitsgeschichte in der Region informiert. Man kann auch Postkarten und Getränke kaufen. Von einem Aussichtspunkt gibt es die ersten Impressionen des Kraters.

Ngorongoro Serena Lodge

Die Ngorongoro Serena Lodge liegt direkt am Kraterrand und ist komplett aus den einheimischen großen Kieselsteinen gebaut. Der Baustil ist nicht jedermanns Geschmack, aber sie passt gut in die Landschaft und verschandelt nicht den Blick, wenn man vom Boden des Kraters hinaufschaut. Nach der hellen Plantation Lodge wirken die dunklen Möbel und Treppen richtig düster. Auf der Rückseite der Lodge führen offene, überdachte Gänge mit vielen Treppen zu den Zimmern, die eine Terrasse mit der sensationellen Aussicht in den Krater haben.

Ngorongorokrater | © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreis

Panorama


Der Ausblick ist die eigentliche Hauptattraktion der Lodge. Ansonsten sind die Zimmer gediegene Mittelklasse mit dem üblichen Mobiliar wie Bett, Schreibtisch, Spiegel, Stuhl und eine Bank für den Koffer. Ein Schrank fehlt, die meisten Gäste bleiben wahrscheinlich nicht lang genug, um einen zu brauchen. Wir müssen schon wieder weiter, trotzdem schaffe ich es durch einen sportlichen Sprint, noch schnell Geld aus dem Auto zu holen und ein Armband bei einem Massai zu kaufen, der in der Lodge einen festen Souvenirstand hat.

Es geht auf Mittag zu, die Sonne steht schon hoch am Himmel. Wir fahren am Rand des Kraters entlang und erreichen das Tor zum Serengeti Nationalpark.

Weitere Informationen zu den Lodges finden Sie hier:

Der komplette Reisebericht in der Übersicht:

 

 

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