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Nomad Lamai Serengeti

Angeschaut haben wir heute Nomad Lamai und das mobile Zeltcamp Lemala. Beide finde ich wunderschön, auch wenn sie ganz unterschiedlich sind. Zusammen mit Serengeti Bushtops und Sayari sind das meine vier Favoriten. Alle diese Camps sind noch recht neu und relativ hochpreisig, aber sicherlich jeden Dollar wert. Mindestens drei Nächte sollte man hier bleiben, um die Atmosphäre der nördlichen Serengeti und die Annehmlichkeiten der Camps richtig zu genießen. Der große Vorteil ist die Abgeschiedenheit und die tolle Lage. In allen Camps ist viel Platz, die einzelnen Zelte stehen weit auseinander, die Camps können nur zwischen 18 und 30 Gäste beherbergen, sie werden sehr persönlich geführt, und sie sind geschmackvoll und luxuriös eingerichtet. Wir haben heute beim Abendessen einstimmig beschlossen, dass Serengeti Bushtops das schönste Camp von allen ist, das wir auf dieser ganzen Reise besucht haben. Es hatte dazu noch das beste Essen und den nettesten Manager. Ein Traum.

Nomad Lamai

Nomad Lamai © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Dachkonstruktion des Nomad Lamai Camps

Nomad Lamai hat erst im Juni 2011 eröffnet. Das permanente Luxuscamp ist das neuste der berühmten Nomad-Kollektion. Nomad bleibt auch mit Lamai seinem Stil treu: rustikaler Luxus an besonders schönen und abgelegenen Stellen im Bush mit exzellentem Service, ausgezeichneten Guides und sehr gutem Essen. Lamai liegt herrlich an einem felsigen Hang mit Blick in die Weite, etwa eine halbe Stunde vom Mara River und von der Kogatende-Flugpiste entfernt. Die zwölf großen Zimmer sind so am Hang und zwischen den Felsen verteilt, dass die größtmögliche Privatsphäre gegeben ist. Die Gäste in den am tiefsten liegenden Zimmern müssen jedoch die meisten Treppenstufen steigen. Acht Zelte bilden das Hauptcamp, vier ein Privatcamp, das exklusiv gebucht werden kann. Zu jedem dieser beiden Camps gehört ein Pool.
Die Dächer der Zimmer und des Hauptbereichs sind mit dünnen Stöcken gedeckt.

Auch in die innere Deckenkonstruktion sind lange Stöcke integriert. Helles Holz und weiße Farben dominieren. Die Bauweise der Wände erinnert an westafrikanische Lehmbauten. Alle Gebäude sind zum Tal hin offen. Die halbrunde Lounge mit gemütlichen Sofas und Sitzkissen scheint geradezu über dem Tal zu schweben, ein wunderbarer Ort zum Relaxen. Die Zimmer sehen zunächst aus wie gemauerte Bungalows, doch diese Wände bilden nur die Rückseite. Zum Tal hin wölbt sich das Zimmer trapezförmig vor, hier ist die einzige Begrenzung ein Moskitonetz. Freier Blick ins Tal! Die Netze können auch weggebunden werden, so dass das Zimmer komplett offen ist. Die Erbauer hatten noch eine weitere gute Idee, und zwar eine Kaffee-Durchreiche in der Rückwand jedes Zimmers. So kann der Weckdienst das Tablett diskret einstellen, ohne dass der Gast erst an die Tür kommen und das Tablett entgegennehmen muss.

Im Badezimmer ist auch viel Platz, das große Gaze-Fenster lässt Luft und Licht hinein. Heller Holzfußboden zieht sich durch das ganze Zimmer und das Bad. Der breite Doppelwaschtisch steht direkt am Fenster, so dass man beim Zähneputzen ins Tal schaut. In zwei Nischen sind die Toilette und die Dusche mit großem Duschkopf untergebracht. Wenn man durch seine Gaze-”Tür” hinaustritt, gelangt man auf die breite Holzterrasse mit bequemen Sitzmöbeln. Hier kann man ungestört ein paar Stunden verweilen, etwas trinken, in die einsame Serengeti schauen und vielleicht auch Tiere entdecken.

Mir hat Lamai sehr gut gefallen, wenn auch einige aus unserer Gruppe bemängelten, es sei noch zu neu und an einigen Stellen im Hauptbereich zu kahl. Sicherlich muss es erst richtig “eingewohnt” sein und etwas mehr Charakter entwickeln, aber das wird sicherlich nicht mehr lange dauern. Lamai bietet neben den üblichen Pirschfahrten auch Bush Walks an. Das kostet extra, weil ein Nationalpark-Ranger mitgehen muss. Auf frühen Pirschfahrten gibt es ein Busch-Frühstück, und auf ganztägigen Pirschfahrten wird mittags ein Büffet mitten im Busch aufgebaut. Geführt wird Lamai derzeit übergangsweise von Matt, der sonst in Kiba Point ist, dem Satellitencamp von Sand Rivers Selous. Ich hatte Sand Rivers und Kiba Point im Juni 2010 besucht und war davon hin und weg. Wer meinen Bericht über diese beiden Nomad-Camps nachlesen will, findet ihn HIER.

Gleichzeitig ist auch Tim Golds für ein paar Tage im Camp. Tim nimmt normalerweise von England aus die Buchungen der europäischen Agents entgegen, ich kannte ihn bisher nur per E-Mail. Schön, dass sein Besuch in Lamai genau mit meinem zusammenfällt.

Lemala Mara

Lemala betreibt vier Zeltcamps in Nordtansania: zwei etwas einfachere und zwei ziemlich schicke. Die etwas einfacheren sind mobile Camps am Ngorongoro-Krater und in Tarangire, die schickeren sind “semi-permanent” und liegen in der Nord- und in der Zentralserengeti. Wir hatten das Zeltcamp am Krater ja bereits besichtigt. Nun schauen wir uns das Camp in der Nordserengeti an und essen dort auch zu Mittag. Wir sind begeistert. Für ein nicht-permanentes Camp ist es wirklich schick und sehr schön gestaltet, und es Essen ist ausgezeichnet.

Je nach Jahreszeit bzw. Saison gibt es neun bis elf Gästezelte mit viel Platz. Sie haben einen Holzfußboden (die Dielen knarren ein wenig), sind mit bequemen breiten Betten und Holzmöbeln ausgestattet. Auch das Bad bietet viel Platz, einen breiten Einzelwaschtisch mit fließendem Wasser, eine Spültoilette und eine Buschdusche, die zur gewünschten Zeit von außen mit warmem Wasser befüllt wird. So kann man nach der Rückkehr von der Abendpirsch und/oder am nächsten Morgen vor dem Frühstück duschen. Im Zentrum des Camps stehen das Messezelt mit Tisch und Stühlen und das Lounge-Zelt mit Bar und gemütlichen Sofas und Sesseln. Internet gibt es nicht, der Handy-Empfang ist nur schwach, aber man kann seine Geräte im Lounge-Zelt laden, wo es mehrere Steckerleisten und Adapter gibt – Strom ist 24 Stunden vorhanden.

Lemala Mara © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Fröhliche Tischrunde

Beim Abendessen sitzt man gemeinsam mit dem Camp-Manager und den Guides an einem langen Tisch und genießt ein Drei-Gänge-Menü. Sehr familiär und ansprechend. Die Getränke sind bis auf wenige hochwertige Spirituosen inklusive. Man kann das Camp entweder im Rahmen einer Flugsafari anfliegen (die Kogatende-Flugpiste ist eine halbe Stunde entfernt) und nutzt dann gemeinsam mit anderen Gästen die offenen Wagen von Lemala, oder man fährt mit eigenem Wagen und Guide über Land hin und macht die Pirschfahrten individuell mit seinem eigenen Guide.

Dieses Lemala-Camp gibt es seit 2006. Derzeit zieht es zweimal im Jahr um. Es steht von Juli bis Anfang November in der Nordserengeti und von Dezember bis März in den südlichen Ebenen bei Ndutu, wo die Gnus sich sammeln und ihre Jungen bekommen. Somit sind die Gäste immer dort, wo es am meisten zu sehen gibt. Ab 2012 wird das Camp in der Nordserengeti wohl ein festes Camp, das immer am selben Platz bleibt. Das lohnt sich auch, denn die Nordserengeti ist das ganze Jahr über ein reizvolles Ziel, auch außerhalb der Gnu-Wanderung. Allein schon die Tatsache, dass hier viel weniger Touristen unterwegs sind als in den zentralen Bereichen der Serengeti, macht einen Besuch hier oben zu etwas Besonderem. Lemala betreibt in der zentralen Serengeti bei Seronera noch das Camp Ewanjan, das im gleichen Stil wie das in der Nordserengeti ist und nicht umzieht. Für alle, die gern in Tented Camps übernachten und dabei Komfort, Stil und persönlichen Service wünschen, absolut empfehlenswert!

 

Weitere Informationen zu den besuchten Camps:

Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.

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