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ngorongoro

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03.11.2014

Nach einem langen Tag mit mehrstündiger Fahrt sowie verschiedenen Unterkunftsbesichtigungen freue ich mich, als ich am späten Nachmittag auf der Gibb’s Farm ankomme. Als wir aus unseren Fahrzeugen aussteigen, werden wir schon von den freundlichen Angestellten erwartet, die Erfrischungstücher und Begrüßungsdrinks für uns bereithalten. Leider bleibt nicht viel Zeit für eine „site inspection“ bei Tageslicht und so müssen wir uns beeilen. Joseph führt uns durch die Anlage.

Gibb’s Farm

Die Gibb’s Farm ist auf einer Anhöhe mit wunderschönem Blick auf die eigenen Felder sowie die hügelige Umgebung gelegen. Hier gibt es insgesamt nur 20 Zimmer, davon zwei Familienzimmer, die auf einen hübschen Garten mit Seerosenteichen verteilt sind. Die sehr geräumigen Zimmer sind liebevoll eingerichtet und bieten den Gästen gehobenen Komfort. Sie verfügen über bequeme Betten, einen Aufenthaltsbereich und ein Bad mit Dusche sowie Badewanne. Die Veranda lädt nach einem erlebnisreichen Tag zum Entspannen ein und nach einem leckeren Abendessen kann man am Kamin die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen. Die Gibb’s Farm bietet ihren Gästen die Möglichkeit, mit am Farmleben teilzunehmen. Hier kann man beispielsweise am frühen Morgen Brot backen oder Gemüse ernten.
Nach der Besichtigung bleibt etwas Zeit für ein Bad und zum Ausruhen. Um 19h wird hier ein Buschbaby gefüttert und so mache ich mich kurze Zeit später auf den Weg in Richtung Hauptbereich. Als ich dort ankomme, liegen schon die Bananenstücke für das Tier bereit. Nach ein paar Minuten sehe ich in dem Strauch große Augen, die in meine Richtung blicken. Das Buschbaby bewegt sich auf einem Ast in Richtung Futterschale, aber verschwindet dann wieder. Es ist sehr scheu. Als ich später noch einmal zurückkomme, ist die Schale leer. Leider habe ich das Buschbaby verpasst.

Anschließend gehe ich mit meiner Gruppe zum Abendessen. Der angenehme Restaurantbereich verfügt über eine große Fensterfront, von der aus man tagsüber die herrliche Aussicht über die Felder genießen kann. Wir nehmen an unserem stilvoll gedeckten Tisch Platz und bekommen kurze Zeit später die Speisekarte des „Farm to Table Dinner Menu“ gereicht. Hier kommen frische Bio-Zutaten von der Farm auf den Tisch. Heute Abend gibt es eine Suppe aus roter Beete, Thymian und roter Zwiebel. Außerdem können wir zwischen zwei Vorspeisen, vier Hauptgerichten und drei Desserts wählen. Die Wahl fällt schwer, denn die verschiedenen Gerichte hören sich alle lecker und die Zusammenstellung der Zutaten sehr kreativ an. Ich entscheide mich zunächst für einen Salat aus Wassermelone, Feta und Minze mit Croutons und Balsamico. Danach lasse ich mir mit Honig glacierten Truthahn mit Süßkartoffelrösti, Kohl, Backpflaumen und Kohlrabi schmecken. Zum Abschluss gibt es Streuselkuchen mit Ananas, Dattel und Zimt mit Pfefferminzsahne. Alle vier Gänge schmecken hervorragend und die außergewöhnlichen Rezepte sind wirklich etwas Besonderes. Es ist sehr angenehm, nach einem langen Tag von den sympathischen Angestellten der Gibb’s Farm mit so gutem Essen verwöhnt zu werden. Zwischendurch höre ich auf einmal Gesang. Die Kellnerinnen und Kellner haben für unsere Tischnachbarn, ein junges Paar in den Flitterwochen, einen Kuchen mitgebracht und singen „Jambo, jambo bwana! Habari gani? Mzuri sana…“ Später singen die Angestellten das Lied nochmals für unsere Gruppe. Es herrscht gute Stimmung und wir klatschen und singen eifrig mit. Nach dem Essen ziehe ich mich bald auf mein Zimmer zurück. Hier im Kraterhochland wird es abends recht frisch und so genieße ich noch eine Weile die Wärme des prasselnden Feuers im Kamin. Es war ein sehr schöner Abend. Die Gibb’s Farm mit ihrer landschaftlich schönen Lage, den toll ausgestatteten Zimmern, den freundlichen Angestellten und nicht zuletzt dem sehr guten Essen kann ich jedem empfehlen, der hochwertige Unterkünfte bevorzugt oder sich zwischendurch einmal etwas Besonderes gönnen möchte.

Am nächsten Morgen setzen wir unsere Fahrt in Richtung Serengeti fort. Vorher steht noch eine Pirschfahrt im Ngorongoro-Krater auf dem Programm. An der Caldera erwartet uns ein grandioses Panorama, denn zu unserem Glück ist der Krater heute Morgen fast wolkenfrei. Im Krater selbst erleben wir dann innerhalb nur weniger Stunden eine beeindruckende Artenvielfalt. Herden von Zebras stehen direkt am Wegesrand und lassen sich von den Fahrzeugen nicht stören. Wir sehen außerdem Büffel, Strauße, Schakale, ägyptische Gänse, Löwen, Warzenschweine und Thomson-Gazellen. An einem „Hippo-Pool“ halten wir längere Zeit an und sind fasziniert von der Anzahl der Tiere. Im Hintergrund grasen Gnus und Zebras, während auf der gegenüberliegenden Seite Flamingos zu sehen sind und eine Hyäne immer weiter auf uns zukommt. Wir wissen gar nicht so recht, wo wir zuerst hinschauen sollen. Auch drei Nashörner sind – als Punkte durch unsere Ferngläser – zu erkennen. Nach einem schmackhaften Picknick mit Blick auf einen See verlassen wir über Serpentinen den Krater und genießen nochmals den Blick auf die traumhafte Szenerie.

Ulrike
Nach der Mittagspause fahren wir zur Gibb’s Farm. Wie auch das Ngorongoro Farm House befindet sich die Lodge mitten auf einem Farmbetrieb. Die Kunden können beim Frühstückzubereiten helfen oder morgens die Milch für den Kaffee selber melken. Kinder sind hier gern gesehene Gäste und werden liebevoll betreut. Die Gibb’s Farm wurde von Deutschen gegründet, leider ist aber heute kein deutscher Ansprechpartner mehr da. Man spürt noch die koloniale Vergangenheit. Die Zimmer der Lodge verteilen sich in verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände. Sie sind unterschiedlich groß und alle sehr hübsch ausgestattet – Altes und Neues harmonieren hier sehr gut miteinander. Mittlerweile sind auch die neuen Speiseräume fertig, der bei Svenjas Besuch gerade im Bau waren. Es ist hell und freundlich, die großen Glasfenster erlauben einen herrlichen Blick in den Garten, der riesig und sehr gepflegt ist. Natürlich gibt es wieder Kaffee und natürlich sind wir höflich und trinken zusammen mit dem Manager ein „Schälschn Heeßen“, wie die Kaffeesachsen sagen. Die Führung durch das Gelände ist auch sehr interessant. Neben den Produkten für die Küche wird sogar das Mobiliar selbst produziert.

Der nahen Tloma Lodge statten wir nur eine kurze Stippvisite ab. Auch Martha, die Managerin, bietet uns liebenswürdigerweise eine Tasse Kaffee an. Das müssen wir aber ablehnen, weil wir im Laufe des Tages schon unzählige Tassen Kaffee getrunken haben. Im Vergleich zu den zuvor besichtigten Lodges wirkt die Tloma Lodge wesentlich schlichter, aber die Zimmer sind sauber, das Personal ist nett und es gibt einen großen Pool, in den ich am liebsten hineingesprungen wäre. Die Zimmer sind in Bungalowes auf dem Gelände verteilt. Dazwischen sind Büsche und Bäume angepflanzt, so dass man etwas Privatsphäre auf der Terrasse hat.  Die Zimmer sind zweckmäßig, auch einen Fernseher und einen Fön gibt es, aber es fehlt so ein bisschen das spezielle Flair, das eine Lodge unverwechselbar und einzigartig macht. Wir hätten gern auch die neu eröffnete Kitela Lodge besucht, die wie die Tloma Lodge zur Firma Tanganyika Wilderness Camps gehört, aber dafür reicht die Zeit leider nicht mehr aus.

Lodge Nummer sechs ist gleichzeitig unser Quartier für diese Nacht. Von der Plantation Lodge hatten wir schon durch Marcos, Svenjas und Doreens Besuche viel Gutes gehört. Die Lodge beeindruckt auch uns. An den vielen liebevollen und auch praktischen Details in den Zimmern merkt man gleich, dass die Lodge in deutscher Hand ist. Es wurde an vieles gedacht, auch einen Fön hat jedes Zimmer. Hier haben Ulrike und ich das erste Mal auf unserer Reise jeder ein eigenes Zimmer. Die Plantation Lodge hat einen schönen und vor allem sehr gepflegten Garten. Der Rasen ist akkurat getrimmt und es ist alles fast schon ein bisschen zu perfekt – deutsch eben. Trotzdem bewundern wir die tolle Anlage und können uns nun sicher sein, dass unsere Kunden hier in wirklich guten Händen sind.

In der Lodge gibt es auch mal wieder die Möglichkeit, einen kurzen Gruß ans Büro und die Lieben daheim zu senden. Es gibt zwei Computer für die Gäste, allerdings ist auch hier die Verbindung sehr langsam. Nach dem leckeren Abendessen sitzen wir noch gemütlich im Kaminzimmer bei einem Glas Wein zusammen. Renate, die Managerin, gesellt sich kurz zu uns.

Wir waren im Juni 2012 auf einer Inforeise durch Tansania und haben zehn Tage lang Land und Leute, verschiedene Nationalparks, Lodges und Camps kennen gelernt.

Erleben Sie unsere Reiseabenteuer in einem zwölfteiligen Bericht, der von Arusha ausgehend nach Tarangire, Manyara, in den Ngorongorokrater bis in die nördliche Serengeti führt. Die Reisezeit kurz nach der Regenzeit hielt jede Menge Überraschungen für uns bereit und zeigte uns Tansania in einer ganz anderen Farbe.

Wenn Sie ein bestimmter Reiseteil besonders interessiert, dann können Sie hier im Inhaltsverzeichnis durch Klick auf den Titel direkt dorthin navigieren. Möchten Sie den Bericht komplett lesen, dann starten Sie bei ersten Teil und klicken Sie einfach oben rechts direkt zum nächsten Teil weiter.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Hakuna Matata,

Ulrike Pârvu und Angelika Krüger

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