Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

ngorongoro

Seite 1 von 512345

Ulrike
Nach der Mittagspause fahren wir zur Gibb’s Farm. Wie auch das Ngorongoro Farm House befindet sich die Lodge mitten auf einem Farmbetrieb. Die Kunden können beim Frühstückzubereiten helfen oder morgens die Milch für den Kaffee selber melken. Kinder sind hier gern gesehene Gäste und werden liebevoll betreut. Die Gibb’s Farm wurde von Deutschen gegründet, leider ist aber heute kein deutscher Ansprechpartner mehr da. Man spürt noch die koloniale Vergangenheit. Die Zimmer der Lodge verteilen sich in verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände. Sie sind unterschiedlich groß und alle sehr hübsch ausgestattet – Altes und Neues harmonieren hier sehr gut miteinander. Mittlerweile sind auch die neuen Speiseräume fertig, der bei Svenjas Besuch gerade im Bau waren. Es ist hell und freundlich, die großen Glasfenster erlauben einen herrlichen Blick in den Garten, der riesig und sehr gepflegt ist. Natürlich gibt es wieder Kaffee und natürlich sind wir höflich und trinken zusammen mit dem Manager ein „Schälschn Heeßen“, wie die Kaffeesachsen sagen. Die Führung durch das Gelände ist auch sehr interessant. Neben den Produkten für die Küche wird sogar das Mobiliar selbst produziert.

Der nahen Tloma Lodge statten wir nur eine kurze Stippvisite ab. Auch Martha, die Managerin, bietet uns liebenswürdigerweise eine Tasse Kaffee an. Das müssen wir aber ablehnen, weil wir im Laufe des Tages schon unzählige Tassen Kaffee getrunken haben. Im Vergleich zu den zuvor besichtigten Lodges wirkt die Tloma Lodge wesentlich schlichter, aber die Zimmer sind sauber, das Personal ist nett und es gibt einen großen Pool, in den ich am liebsten hineingesprungen wäre. Die Zimmer sind in Bungalowes auf dem Gelände verteilt. Dazwischen sind Büsche und Bäume angepflanzt, so dass man etwas Privatsphäre auf der Terrasse hat.  Die Zimmer sind zweckmäßig, auch einen Fernseher und einen Fön gibt es, aber es fehlt so ein bisschen das spezielle Flair, das eine Lodge unverwechselbar und einzigartig macht. Wir hätten gern auch die neu eröffnete Kitela Lodge besucht, die wie die Tloma Lodge zur Firma Tanganyika Wilderness Camps gehört, aber dafür reicht die Zeit leider nicht mehr aus.

Lodge Nummer sechs ist gleichzeitig unser Quartier für diese Nacht. Von der Plantation Lodge hatten wir schon durch Marcos, Svenjas und Doreens Besuche viel Gutes gehört. Die Lodge beeindruckt auch uns. An den vielen liebevollen und auch praktischen Details in den Zimmern merkt man gleich, dass die Lodge in deutscher Hand ist. Es wurde an vieles gedacht, auch einen Fön hat jedes Zimmer. Hier haben Ulrike und ich das erste Mal auf unserer Reise jeder ein eigenes Zimmer. Die Plantation Lodge hat einen schönen und vor allem sehr gepflegten Garten. Der Rasen ist akkurat getrimmt und es ist alles fast schon ein bisschen zu perfekt – deutsch eben. Trotzdem bewundern wir die tolle Anlage und können uns nun sicher sein, dass unsere Kunden hier in wirklich guten Händen sind.

In der Lodge gibt es auch mal wieder die Möglichkeit, einen kurzen Gruß ans Büro und die Lieben daheim zu senden. Es gibt zwei Computer für die Gäste, allerdings ist auch hier die Verbindung sehr langsam. Nach dem leckeren Abendessen sitzen wir noch gemütlich im Kaminzimmer bei einem Glas Wein zusammen. Renate, die Managerin, gesellt sich kurz zu uns.

Wir waren im Juni 2012 auf einer Inforeise durch Tansania und haben zehn Tage lang Land und Leute, verschiedene Nationalparks, Lodges und Camps kennen gelernt.

Erleben Sie unsere Reiseabenteuer in einem zwölfteiligen Bericht, der von Arusha ausgehend nach Tarangire, Manyara, in den Ngorongorokrater bis in die nördliche Serengeti führt. Die Reisezeit kurz nach der Regenzeit hielt jede Menge Überraschungen für uns bereit und zeigte uns Tansania in einer ganz anderen Farbe.

Wenn Sie ein bestimmter Reiseteil besonders interessiert, dann können Sie hier im Inhaltsverzeichnis durch Klick auf den Titel direkt dorthin navigieren. Möchten Sie den Bericht komplett lesen, dann starten Sie bei ersten Teil und klicken Sie einfach oben rechts direkt zum nächsten Teil weiter.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Hakuna Matata,

Ulrike Pârvu und Angelika Krüger

Inhaltsübersicht:

23. Oktober 2011

Gibb’s Farm

Gleich neben der Endoro Lodge liegt die Gibb’s Farm. Eine sehr schöne Anlage inmitten eines blühenden Gartens mit eigenem Farmbetrieb. 21 Zimmern in einzelnen großen Bungalows stehen zur Verfügung, alle individuell nach Themen gestaltet und dekoriert, liebevoll und typisch britisch eingerichtet, mit vielen großen Fenstern und Blick ins Grüne. Hier hat man viel Privatsphäre. Die neuseeländische Managerin Tracy zeigt uns eins der Zimmer, serviert einen Kaffee und nimmt sich Zeit, das Konzept der Gibb’s Farm zu erklären. Das Zimmer gefällt mir gut. Es ist groß und hell, hat einen Holzfußboden und teils verputzte, teils naturbelassene Steinwände. Vor einem hellgrün gestrichenen Holzpaneel stehen zwei geschmackvoll dekorierte Betten, vor einem der Fenster ein Schreibtisch mit Blick ins Grüne, dazu gibt es Schränke und Truhen und einen Kamin (der durch einen Wanddurchbruch auch das Badezimmer mit beheizt). Afrikanische Masken, Statuen und Bilder setzen Akzente. Von der eigenen Terrasse schaut man in den Garten oder auf das Farmland. Zu jedem Bungalow gehört auch ein wunderschönes Badezimmer mit Innen- und Außendusche, einem Schaukelstuhl, einer stilvollen Badewanne und einer Massageliege im Außenbereich. Ein “Traditional Healer” bietet seine Dienste an, er kann auch sehr gut massieren, wie ich und die anderen umgehend am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Gibb’s ist bis heute eine Farm mit laufendem Farmbetrieb. Die Gäste dürfen dabei sehr gern zusehen und mitmachen, so können sie Gemüse ernten, Brot backen oder Kühe melken. Über 90% der Produkte, die im Restaurant auf den Tisch kommen, stammen direkt von der Farm. Gibb’s begrüßt Kinder jeden Alters und bietet auch Dreibett- und Familienzimmer an. Einen Pool gibt es nicht. Momentan wird der Restaurantbereich komplett neu gebaut. Mitte Dezember sollen vier einzelne Restaurant-/Sitzbereiche entstehen. Die Arbeiten sind in vollem Gange. Eine gute Sache, denn der alte Restaurantbereich hat keinen schönen Ausblick und wirkt dunkel und langweilig – passt so gar nicht zu den schicken, hellen Zimmern. Ab 2012 wird also auch dieser Teil der Farm zum gehobenen Stil der Lodge passen.

Tloma Lodge

Als nächstes besuchen wir die Tloma Lodge, die nur ein paar Fahrminuten weiter liegt. Auffällig ist die riesige Rasenfläche, um die sich die Anlage gruppiert. Hier bestechen schön angelegte Beete mit blühenden Blumenrabatten, ein hübscher Pool mit Liegestühlen und Handtüchern und die große Außenterrasse des Hauptgebäudes. Die 36 Zimmer verteilen sich auf 18 breite eingeschossige Bungalows. Sie sind recht groß und ohne Schnickschnack, aber vernünftig eingerichtet, die Badezimmer sind ansprechend mit Dusche/WC, Waschtisch und Fön ausgestattet. Auch eine Terrasse steht zur Verfügung. Leider wirken die Zimmer aufgrund des ausladenden Daches und den drei fensterlosen Seiten etwas dunkel. Die Managerin mit dem schönen Namen Happiness serviert uns Lemongras-Eistee und selbst gemachte Kekse in der großen halboffenen Lounge. Die 2007 eröffnete Lodge heißt Kinder jeden Alters willkommen. Es gibt einen Raum mit Computern mit Internet, die von den Gästen für 5 Dollar pro 30 Minuten genutzt werden können. Der Kaffee und viel Obst und Gemüse stammen aus eigenem Anbau. Die Mehrzahl der Gäste kommt aus Amerika, aber die Lodge begrüßt auch viele Gäste aus Europa. Angeboten werden geführte Naturwanderungen, ein Plantagen- oder Dorfbesuch, eine Tour zu den Elefant Caves und zum Wasserfall sowie Massagen. In den Zimmern steht gefiltertes Wasser kostenlos zur Verfügung. Die Lodge wird auf Basis Vollpension gebucht, die Getränke sind extra zu bezahlen. Eine angenehme Lodge im Mittelklasse-Bereich, empfehlenswert.

In der direkten Umgebung der Tloma Lodge entsteht gerade die Kitela Lodge, die ebenso wie Tloma zu Tanganyika Wilderness Camps (TWC) gehört. Sie wird 2012 eröffnen und noch etwas mehr Komfort bieten.

Weitere Informationen zu den besuchten Lodges:

Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.

Seite 1 von 512345

Katogorien

Archiv