Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Interview

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Zum großen Finale unserer Interviewserie Fünf Fragen an… kommt heute die Gründerin und Chefin Svenja Penzel selbst zu Wort und erzählt uns interessante Details zum Leben in Südafrika und im Vogtland, warum sie Giraffenzungen faszinierend findet und wie man sich in eine Sanddüne verliebt.

Lion Park in Johannesburg © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Svenja auf Tuchfühlung mit der Giraffenzunge

Du bist ja schon viel in Afrika herum gekommen. Gibt es etwas, was dein absolut schönstes Erlebnis war und etwas, was du nie wieder erleben möchtest?

Es gibt viele „schönste Erlebnisse“ – mindestens eins auf jeder Reise. Doch ein Moment bleibt mir für immer im Gedächtnis, weil er ganz entscheidend für meinen Afrika-Virus verantwortlich ist: Juni 1996, auf der Reise von Kapstadt zu den Victoria-Fällen. Die Dünen der Namib-Wüste am Sossusvlei in der Spätnachmittagssonne, leuchtend orange. Mühsam kraxeln wir hinauf. Oben ein atemberaubender Blick über ein weites Dünenmeer. Mit einem Schrei lasse ich mich die weiche Flanke der Düne wieder hinunterrollen. Total versandet von Kopf bis Fuß stehe ich dann da, verzückt lächelnd, taumelnd vor Glück. Afrika hat mich – für immer.

Was ich nie wieder erleben möchte? Weihnachten in Johannesburg bei 30 Grad und mit bunter Plastiktanne.

Deine Lieblings-Safaritiere sind Giraffen. Was magst du an ihnen besonders?

Ich mag ihre elegante Art zu gehen. Selbst wenn sie schneller laufen, sieht es aus wie Zeitlupe. Ich mag es, wie sie sich an einem Wasserloch aufstellen und langsam aufs Trinken vorbereiten, mit breiten Beinen den Kopf senken und ihn anschließend blitzschnell wieder heben, dass das Wasser nur so spritzt. Ich finde ihre lange Zunge faszinierend, mit der sie die feinen Blätter zwischen den spitzen Akaziendornen abzupfen. Und seit meinen Besuchen im Lion Park bei Johannesburg und im Haller Park bei Mombasa weiß ich auch, wie so eine Zunge sich anfühlt und wie groß ein Giraffenkopf aus der Nähe ist – dort durften wir die Giraffen nämlich füttern.

Was liest du gern?

Gute Krimis und spannende Sachen, die man gar nicht weglegen mag. Und Bücher, bei denen ich auch mal laut loslachen kann. Zur Zeit lese ich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ – kurzweilig und mit viel trockenem Humor, gefällt mir!

Wie bist du damals auf die Idee gekommen, in Afrika zu arbeiten?

Ach, das ist eine lange Geschichte. Ich bin da mehr so reingeschlittert. Eigentlich wollte ich da nur Urlaub machen, doch dann ließ ich ein paar Seekisten verschiffen und blieb für drei Jahre. Leider war das in Johannesburg. Dabei gab es einige Szenen, die ich nie wieder erleben möchte (siehe oben). Zum Glück hat mir meine Schwester ein paar leichte Schläge auf den Hinterkopf  gegeben, wodurch ich zur Vernunft kam und nach Deutschland zurückkehrte. Seitdem mag ich Deutschland.

Du kommst ja aus dem hohen Norden und bist schon längere Zeit im Vogtland. Gibt’s etwas, das du vermisst?

Ja. Die Ostsee. Und weite Horizonte. Die fehlen mir hier einfach, man guckt überall gegen Berge. Und manchmal vermisse ich eine Stadt in der Nähe, einfach um mal richtig shoppen zu gehen, anstatt immer nur im Internet einzukaufen. Und meine Schwester.

Angelika Krüger

Heute möchten wir Ihnen unsere Finanzmanagerin Angelika Krüger vorstellen, die seit fast sechs Jahren bei Outback Africa ist und dafür sorgt, dass es bei uns keine Finanzkrise gibt.

Was gefällt dir an der Arbeit bei Outback besonders?

Das Arbeitsklima, der Umgang miteinander und die Wertschätzung untereinander. Entscheidungen sind bei uns meistens Teamsache. Und außerdem gefällt mir unser schön gestaltetes Büro, die großen hellen Räume und der Blick aus meinem Fenster ins Grüne.

Hast du schon einmal etwas Verrücktes gemacht, an das du dich gern erinnerst?

Da ich ein sehr höhen-ängstlicher Mensch bin, ist für mich schon alles ab zwei Meter Höhe verrückt. Ob es beim Skifahren das Fahren mit der Gondel ist (aber man muss ja bekanntermaßen erst auf den Berg, um dann runterfahren zu können) oder eine Tour mit der Achterbahn, die meine Kinder sehr mögen. Auch das Kaffeetrinken auf unserem Bürobalkon (der gerade saniert wird) ist nicht ohne, da sitze ich doch lieber in der zweiten Reihe (gleich an der Tür).

Wohin geht deine nächste Reise?

Meine nächste Reise geht nach Tansania jetzt Anfang Juni, wo ich mir zusammen mit meiner Kollegin Ulrike verschiedene Lodges ansehen werde, wie wir sie auch in unseren Reisen Tansania-Safari Sayari, Tansania-Safari Olakira und Tansania mit Hotelkomfort anbieten. Ich freue mich schon sehr darauf, den Ngorongoro-Krater zu sehen, auf die Serengeti und die Tierbeobachtungsmöglichkeiten, ja und vielleicht haben wir auch das Glück die großen Gnuherden zu erspähen.

Welche Musik läuft gerade in deinem (Auto)-Radio?

Ohne Musik läuft bei mir gar nichts. Am liebsten höre ich Rockmusik zum Beispiel Bon Jovi, aber auch was gerade so angesagt ist und auch gern mal was Deutsches. Momentan läuft bei mir im Autoradio die neue CD von den Toten Hosen. Die würde ich auch gerne einmal live sehen, nur leider spielen sie in nächster Zeit nicht in unserer Nähe.

Was ist für Dich Urlaub?

Urlaub ist für mich, wenn der Tag mit einem ausgedehnten Frühstück, mit viel Zeit und ohne Hektik beginnt und wir dann etwas Neues entdecken, woran die ganze Familie Spaß hat; auch wenn ich nicht mehr weiß, welcher Wochentag gerade ist, das ist für mich Urlaub. Da reicht schon ein Kurztrip, ein Wochenende… und am besten ist, wenn man solche Tage mit Freunden verbringt und am Abend auf der Terrasse beim gemeinsamen Grillen ausklingen lässt.

Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Jens Döring

In unserer Rubrik “Fünf Fragen an…” gibt uns heute unser Kollege Jens Döring tiefere Einsichten in seine Gedankenwelt. Jens ist seit vier Jahren bei Outback Africa und unser Südafrika- und Selbstfahrer-Spezialist.

Was ist dein Lieblingsurlaubsort?

Den ultimativen Lieblingsurlaubsort muss ich erst noch finden. Ich bin ja noch jung und habe noch viel Zeit zum Reisen. Ganz fasziniert bin ich aber zum Beispiel vom Brandenburger Tor. Wenn ich davor stehe, staune ich immer wieder, was dieses Monument schon alles “erlebt” hat, für wie viele Epochen in der deutschen Geschichte es Zeitzeuge ist. Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, dass hier einst West- und Ostdeutschland voneinander getrennt wurden und Menschen an dieser Grenze starben, weil sie sich ein freies Leben wünschten. Die Pflastersteinlinie entlang des ehemaligen Mauerverlaufs quer durch Berlin dient ja als Mahnmal. Aber auch Neuseeland, die Namib-Wüste in Namibia, das Okavango-Delta in Botswana oder auch die wunderschönen Küsten Südafrikas haben mich sehr fasziniert!

Was ist für dich ein perfekter Tag?

Der gestaltet sich ganz profan: Ich kann morgens ausschlafen (wenn unser Kind das zulässt), in Ruhe frühstücken, mit der Familie etwas unternehmen, abends grillen und dann vorm Fernseher bei irgendeiner Casting-Show einschlafen. Im Moment wäre das ein perfekter Tag für mich. Diese Einschätzung wird sich sicherlich mit zunehmendem Alter noch öfters ändern, aber im Moment ist mir ein ruhiger Tagesablauf ohne Termine, Stress und Hektik am liebsten.

Welche Persönlichkeit möchtest du gern einmal treffen und warum?

Hmm, das ist eine wirklich gute Frage. So konkret kann ich das gar nicht beantworten. Es gibt mehrere Menschen aus Politik, Gesellschaft und Kultur, an die ich ein paar Fragen hätte. Zum Beispiel Philipp Rösler, um ihn zu fragen, wie man denn nach den beiden nächsten verlorenen Landtagswahlen eine ganze Partei liquidiert. Gibt es dann auch eine Auffanggesellschaft für gestrandete FDP-Politiker? Und dann natürlich Dan Brown, um die Frage beantwortet zu bekommen, wie viel Wahrheit in seinen Verschwörungstheorien in seinen Bestseller-Büchern steckt. Und ich würde gern mal unseren neuen Bundespräsidenten in einem Vieraugengespräch näher kennen lernen. Der Mann ist mir sehr sympathisch und er kann mir bestimmt viel über die ehemalige DDR und deren Machtapparat erzählen. Ich habe das Land nur während meiner Kindheit kennen gelernt und durfte miterleben, wie sich meine Eltern 1989/90 vor Freude in den Armen lagen. Die Gründe dafür möchte ich gerne tiefer ergründen.

Du bist ja selbst Vater – was würdest du Familien mit kleineren Kindern als Urlaub empfehlen ?

Das kommt auch immer auf das Alter des Kindes an. Mit einem Baby und Kleinkind ist man, glaube ich, mit der Nord- und Ostsee ganz gut beraten. Da muss es bestimmt nicht immer gleich das Ausland sein. Wir sind beispielsweise 2010 mit Yannik, als er knapp über ein Jahr alt war, nach Kühlungsborn gefahren. An sich ein schöner Ort mit viel Platz zum Toben und tollen Ausflugsmöglichkeiten. Wenn nur das Wetter mitgespielt hätte. Leider gibt es an der Ostsee keine Schönwettergarantie… Deshalb machen wir uns dieses Jahr mit unserem dann dreijährigen Kind auf nach Mallorca. Yannik freut sich schon riesig drauf, insbesondere aufs Fliegen. Ich habe mir fest vorgenommen, vorher schon einmal mit ihm zum Flughafen zu fahren und ein paar Jets beim Starten und Landen zuzuschauen. Das dürfte seine Vorfreude noch steigern. Ich berichte mal, ob Mallorca ein Top oder Flop geworden ist. Ja, und wenn die Kinder älter sind, steht natürlich auch einem Safari-Urlaub zum Beispiel in Südafrikas Süden (malariafreie Zone) nichts mehr im Wege. Es gibt ganz tolle private Wildreservate und Nationalparks (u.a. Kariega, Madikwe, Sabi Sands, Addo Elephant Nationalpark etc.), die auch für Kids spannend sind und die mitunter ein entsprechend zugeschnittenes Programm anbieten.

Was war das Verrückteste, das du jemals gemacht hast?

Eigentlich bin ich von Natur aus kein verrückter Typ. Als Jungfrau im Sternzeichen plane ich gern alles vorweg und muss ungefähr wissen, was mich am nächsten Tag erwartet. So war es für meine Verhältnisse durchaus verrückt, nach meinem Studium im Jahr 2005 für ein Jahr nach Neuseeland zu gehen. Ganz ohne konkrete Pläne, Erwartungen oder gar einen festen Job. Ich wusste also bei meiner Abreise nicht, was mich dort erwartet und was mir der folgende Tag bringen wird. Und so wurde dieses Abenteuer auch eine Reise zu mir selbst. Ich denke, ich habe in dieser Zeit gelernt, einfach auch einmal in den Tag hinein zu leben, das Leben in vollen Zügen zu genießen und endlich spontan und verrückt zu sein. Selbst einen Bungee-Sprung habe ich in der Abenteuerhauptstadt Neuseelands, in Queenstown, gemacht. Ein unvergessliches Erlebnis! Ist das verrückt genug?

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