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Ethiopian Airlines

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Ethiopian Airlines fliegt künftig mit der neuen Boeing 787 Dreamliner von Frankfurt nach Addis Abeba. Ab 28. Oktober 2012 kommt das neue Flugzeug mehrmals pro Woche zum Einsatz, ab 9. November dann täglich. Das kündigt Ethiopian Airlines in einer Pressemitteilung an.

Boeing hatte die Auslieferung der neuen Maschinen in den vergangenen Jahren mehrfach verschieben müssen. Deshalb hatte Ethiopian den Einsatz der Boeing 787 auf der Frankfurt-Strecke zuletzt erst ab Sommer 2013 geplant. Nachdem die Fluggesellschaft im September und Oktober 2012 ihre zweite und dritte B787 erhalten hat und die Lieferung des vierten von insgesamt zehn bestellten Flugzeugen dieses Typs bevorsteht, ist nun die Entscheidung gefallen, den Termin deutlich vorzuziehen. Frankfurt ist damit nach Washington D.C. die zweite Destination im internationalen Streckennetz der Fluggesellschaft, die von einer B787 angeflogen wird. „Ich freue mich, dass unsere Passagiere hier in Frankfurt bereits jetzt in den Genuss des Dreamliners kommen“, sagt Henock Lemma Nigatu, Ethiopian Airlines Direktor für Deutschland und Zentraleuropa. „Das Flugzeug bietet mit seinem Komfort und seiner modernen Technik ein noch angenehmeres Reisegefühl.“

Die großen Fenster des Dreamliners sollen den Ausblick verbessern. Weiter verweist die Airline auf eine nutzerfreundliche Gestaltung der Kabine und ein neuartiges Lichtkonzept. Die Luftreinigungssysteme und die höhere Luftfeuchtigkeit in der Kabine sollen für mehr Wohlbefinden im Innenraum sorgen. Die neuen Bordsysteme könnten mittelstarke Turbulenzen besser ausgleichen und einen ruhigeren, gleichmäßigeren Flug gewährleisten. Ethiopian Airlines hat zur Wartung ihrer Dreamliner einen Langzeitvertrag mit Lufthansa Technik abgeschlossen.

Ethiopian Airlines, nach eigenen Angaben eine der größten und am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Afrikas, begann ihren ersten Liniendienst 1946 von Addis Abeba nach Kairo. Heute bedient die Fluggesellschaft 69 Destinationen rund um den Globus. Äthiopiens nationale Fluggesellschaft hat eine moderne Flotte und ist Mitglied der Star Alliance. Es ist die erste afrikanische Fluggesellschaft, die den Boeing 787 Dreamliner einsetzt. Ethiopian Airlines fliegt täglich nonstop per Nachtflug von Frankfurt zum Drehkreuz Addis Abeba und von dort weiter zu 43 Zielen auf dem afrikanischen Kontinent.

28. Oktober 2011

Die lange Heimreise beginnt. Wir schlafen heute zum ersten und einzigen Mal aus. Es hat aufgehört zu regnen, vielleicht reißt die Bewölkung ja noch auf, es wird sicherlich ein schönerer Tag. Nach dem Frühstück fahren wir die kurze und sehr matschige Strecke zum Kogatende Airstrip. Dort stehen schon zwei Maschinen bereit. Eine davon, Regional Air, nimmt die drei Damen aus unserer Gruppe mit, die weiter nach Sansibar fliegen. Eine neu eintreffende Maschine von TFC (Tanganyika Flying Company) ist für uns übrigen. Der Abschied von Louise, Kimi und Fi fällt schwer. Irgendwie haben wir auf dieser intensiven und lehrreichen Tour doch gut zueinander gefunden. Kimi mit ihrer fröhlichen Art wird mir fehlen. Sie hat zwar das Laute und Überschwängliche einer jungen Amerikanerin, aber auch einen umwerfenden Humor und eine Herzlichkeit, die alle mitreißt. Ohne sie hätte dieser Tour etwas gefehlt.

Der junge Pilot sieht ziemlich japanisch aus und begrüßt uns freundlich. Jeder bekommt noch eine kleine Flasche Mineralwasser. E-Tickets sind für diese “Scheduled Charters” nicht erforderlich, der Pilot hakt unsere Namen einfach auf seiner Liste ab. Nachdem unsere Taschen in den Ladeluken verstaut sind, klettern wir in die Maschine hinein. Es ist eine Grand Caravan, der übliche auf diesen Strecken genutzte Flugzeugtyp. Die 12 Sitze sind fast alle belegt, mit uns fliegen Gäste von Nomad, Lemala und &Beyond. Letztere betreiben das mobile Zeltcamp “Serengeti under Canvas”. Auf dem Weg zum Kilimanjaro Airport hat unser Flug noch zwei Zwischenlandungen, eine am Manyara Airstrip und eine in Arusha, wo jeweils Passagiere aussteigen und neue zusteigen. Ein großer und sehr dicker Amerikaner mit seiner fast ebenso dicken Frau will partout vorne sitzen und quetscht sich mühsam an allen anderen vorbei. Stehen kann man in dieser Maschine nicht. Insgesamt sind wir gut zwei Stunden unterwegs.

Serengeti © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Serengeti von oben

Beeindruckend ist vor allem der Flug in niedriger Höhe über die Serengeti, bei dem man sogar die Gnu-Herden ausmachen kann, lauter kleine Punkte, die sich in eine Richtung bewegen – immer nach Süden. Die endlose Weite dieses Nationalparks kann man aus der Luft erst richtig ermessen, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie unglaublich lang der Weg noch ist, den die Gnus in den nächsten Wochen auf dem Weg nach Ndutu zurücklegen. Als wir den Ngorongoro-Krater überfliegen, ist es ziemlich wolkig, dennoch sind der Kraterrand und der weiße Fleck am Grund des Kraters, der Lake Magadi, gut auszumachen. Zwischen Karatu und Arusha ist die Landschaft noch genauso trocken und staubig wie bei unserem Start, große Flächen sind erodiert, hier wächst fast nichts – wovon die Massai und ihre Herden leben, weiß ich nicht. Arusha zeigt sich sehr grün, die Jakarandas blühen immer noch und bilden lauter lila Tupfer. Der letzte Abschnitt zum Kilimanjaro Airport dauert gerade einmal 12 Minuten. Hier verabschiede ich mich auch von George und Elisabeth, die nun nach Hause fliegen.

Als meine Maschine der Ethiopian Airlines sich vier Stunden später in die Luft erhebt, scheint die Spätnachmittagssonne durch die Wolken. Kurz bevor wir die Flughöhe erreichen, schaut der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaro in wunderbarem Licht aus den Wolken heraus und zieht langsam an uns vorbei. Ein schöner Abschied von Tansania.

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Da fährt er, der Regionalzug am Bahnhof Marktredwitz. Ich kann ihm nur noch hinterher schauen. Die Sperrung und Umleitung auf der langen Fahrt zum Bahnhof hatte die entscheidenden 10 Minuten gekostet. Und hier in der Provinz gibt es nicht jede Stunde einen Zug nach Nürnberg, geschweige denn nach Frankfurt! Kann ich es noch schaffen bis zu meinem Abflug am späten Abend? Erstmal etwas zum Schmökern kaufen, eine Tasse Kaffee, ich kann es ja nicht ändern. Als ich Nürnberg erreiche, ist es bereits stockfinster. Daheim essen sie zu Abend, gleich bringt Marco die Kinder ins Bett. Nun muss er sich 12 Tage lang allein um sie kümmern. Ich bin wieder auf Inforeise, zum zweiten Mal in diesem Jahr, nach einer Botswana-Reise im Mai. Damals war ich mit Ulrike unterwegs, diesmal sind keine bekannten Gesichter dabei. Meine kleine Reisegruppe, bestehend aus mir und weiteren fünf “agents” aus aller Welt, lerne ich erst übermorgen kennen, und ich bin sehr gespannt.

Seit meiner ersten Reise nach Tansania vor zweieinhalb Jahren bin ich infiziert. Vom südlichen Afrika war ich es ja schon lange vorher, doch diese Tansania-Reise hatte mir nun die Augen geöffnet für die Schönheiten Ostafrikas. Endlich konnte ich Ngorongoro-Krater, die Serengeti, die weiten Savannen mit den Schirmakazien mit eigenen Augen sehen. Bekam ein Gefühl für die Distanzen, die Straßenzustände, die Reisemöglichkeiten. Lernte schöne und weniger schöne Lodges kennen. Ein Jahr später besuchte ich den wilden Süden und war fasziniert von Ruaha und Selous und der Tierwelt, die man dort mit weit weniger Besuchern teilt. Und stellte mit Begeisterung Tansania-Reisen zusammen.

Nun wird es Zeit, dass ich mein Wissen erweitere, meine Lücken fülle, einmal bis in die Nordserengeti vorstoße und die kleinen und feinen Zeltcamps kennenlerne, von denen mir bisher nur Marco und zurückgekehrte Kunden erzählten. Und vielleicht sind die großen Gnu-Herden noch da oben, und mit ganz viel Glück erlebe ich ein River Crossing? Das wäre ein Traum.

Doch zunächst folgt ein Alptraum. Vor uns auf dem Gleis ist Güterzug liegen geblieben. Schon seit 20 Minuten steht er da, und sie kriegen ihn nicht wieder flott. Soeben kommt die Borddurchsage, dass sich unser Zug um weitere 20 Minuten verspätet. Ich sehe meinen Flieger ohne mich starten und überlege, wie ich meiner Gruppe hinterherreisen kann. Erreiche telefonisch noch jemanden am Flughafen, der mir sagt, bis eine Stunde vorher würden sie mich wohl noch mitnehmen. Danach wird es eine Zitterpartie, und bis wir endlich am Flughafenbahnhof ankommen, bin ich ein Nervenbündel – es bleiben mir eine Stunde und 10 Minuten. Ich renne, bis mir die Zunge trocken aus dem Mund hängt. Am Eincheckschalter der g Airlines stehen einsam zwei Damen, die nur auf mich zu warten scheinen. Sie grinsen, als sie mich anhecheln sehen. Noch bevor ich etwas sagen kann, sagt die eine: “Wir sind doch noch die nächsten 20 Minuten da.”

Ethiopian Airlines © Foto: Bernd Gerlach

Eine Boeing 767 der ET am Gate in Frankfurt

Nun wird alles gut. Die Ethiopian Airlines startet pünktlich um 23.15. Um halb eins (ich war schon eingeschlafen) wird das Abendessen serviert, und nach kurzem Überlegen esse ich es auch. Zum Glück, denn ein Frühstück gibt es nicht. In Addis Abeba haben wir knapp drei Stunden Umsteigezeit, die ich mir mit einem guten äthiopischen Kaffee, ein paar SMS und dem Blick aufs Rollfeld vertreibe. Dann sind es nochmal zwei Stunden, und wir landen am Kilimanjaro Airport. Der Kili guckt kurz durch die Wolken, so dass wir seine schneebedeckte Spitze sehen. Am Flughafen, der klein und übersichtlich ist, geht alles sehr schnell. Gelbfieber-Impfausweis gezeigt, Einreiseformular ausgefüllt, Visum bezahlt (jetzt nehmen sie dafür sogar die Fingerabdrücke), Passkontrolle, Tasche vom Band geholt und durch den Zoll. Das alles dauert genau 20 Minuten. Kurz danach finde ich auch meinen Abholer, bzw. er findet mich. Weitere fünf Gäste kommen hinzu, die auch mit zur Meru View Lodge wollen. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, bei viel Verkehr wie in unserem Fall auch länger. Das letzte Stück fahren wir auf holpriger Erdpiste. Die Gegend um Arusha ist sehr grün, überall blüht es. Die kleine Regenzeit hat dieses Jahr schon früher eingesetzt, erklärt unser Fahrer. Es ist sehr warm, geradezu schwül. Auch die Jakaranda-Bäume blühen und hüllen so manchen Straßenzug in sattes Lila. Die Straßenränder sehen aus wie mit lila Schneeflocken bestreut.

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