Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Tansania

Im Norden Ugandas sind Fälle von Gelbfieber aufgetreten. Reisenden nach Uganda, Ruanda, Tansania und Kenia raten wir deshalb dringend dazu, sich vor Reiseantritt gegen Gelbfieber impfen zu lassen und den Internationalen Impfausweis mit dem Nachweis der Impfung mitzuführen.

Für die Einreise nach Ruanda ist der Nachweis der Gelbfieberimpfung amtlich vorgeschrieben.

Mit dem entsprechenden Stempel im Internationalen Impfausweis geht
man bei Reisen nach Ostafrika auf Nummer sicher.

Auch Tansania kontrolliert den Nachweis der Gelfieberimpfung, insbesondere bei Einreise aus anderen afrikanischen Ländern. Das trifft zum Beispiel auf Flüge mit Ethiopian Airlines zu, bei denen man in Addis Abeba umsteigt. Bei Flügen, die direkt aus Europa in Tansania landen (zum Beispiel KLM aus Amsterdam und Condor aus Frankfurt) wurde auch schon auf die Kontrolle des Impfnachweises verzichtet. Eine Verlautbarung der Regierung des Teilstaates Sansibar vom 26.01.2011 kündigt nun aber die generelle Kontrolle an, egal aus welchem Land die Reisenden kommen:

Wir überqueren nun die Grenze vom Ngorongoro-Schutzgebiet zum Serengeti Nationalpark. In dessen Süden gibt es kaum Unterkünfte. Die einzige Lodge weit und breit, Sanctuary Kusini, ist unser Ziel. Die zwölf Zelte des traditionsreichen Camps wurden erst im Jahr 2010 neu gebaut. Sie sind jetzt viel großzügiger als zuvor. Im April und Mai, wenn das Camp geschlossen ist, soll auch noch die so genannte Main Area mit dem Restaurant und der Lounge neu gebaut werden, erzählt uns Gastgeberin Cornelia in gutem Deutsch.

Pirschfahrt in der Südserengeti auf dem Weg nach Kusini.

Wird bald neu gebaut: Hauptzelt des Sanctuary Kusini Camps.

Nach den Bildern, die ich bisher sah, hatte ich mir Kusini anders vorgestellt. Die Zelte stehen erhöht auf oder an Granithügeln und bieten einen weiten Blick über die Savanne. In Wirklichkeit aber stehen die meisten Zelte in einem lichten Busch. Lediglich Zelt Nummer 8 hat Aussicht in die Ferne. Und genau dieser Blick ist auf den meisten Werbebildern zu sehen. Wir wohnen nicht in Zelt 8. Als aber am nächsten Morgen Büffel zwischen den Bäumen um unser Zelt umherstreifen und die Morgensonne auf unsere Terrasse strahlt, bin ich auch mit der Lage unseres Zeltes zufrieden. Zum Aufwecken wurde uns dezent ein Tablett mit Kaffee und Plätzchen auf die Veranda gestellt. Und den Fernblick hatten wir schon am Abend zuvor genossen, wenn auch nicht von unserem Zelt aus.

Neues Zelt-Chalet im Sanctuary Kusini Camp.

Sanctuary Kusini Camp, Zweibettzimmer.

Sanctuary Kusini Camp, Badezimmer.

Kusini ist zwischen riesige Granitfelsen (Kopjes) gebaut. Auf einer dieser flach ansteigenden Steinflächen war die Bar für den Sundowner aufgestellt. Zum bequemen Fläzen lagen große Kissen auf dem Felsen bereit. Daneben gab es jeweils ein kleines Sandsäckchen, um das Bierglas auf der schiefen Ebene zu sichern. Dazu ein paar Appetithäppchen aus der guten Küche und der Blick über die Kopjes-Landschaft in den Abendhimmel. Safariherz, was willst Du mehr!

Kopjes-Landschaft rund um Kusini.

Sanctuary Kusini Camp, Lagerfeuer.

Mobile Felsen-Bar in Kusini.

Sundowner am Sanctuary Kusini Camp.

Von Dezember bis März spielen die Gnuherden für die Gäste in Kusini die Hauptrolle. In dieser Zeit kommen auch Fahrzeuge mit Touristen, die weiter nördlich in den Lodges der zentralen Serengeti wohnen, auf Tagesausflügen hier herunter. Von Juni bis Oktober ist es rund um Kusini dann aber wirklich einsam, berichtet Cornelia. Und welche Tiere sehen die Gäste dann, wenn die Gnus nicht da sind? Zum Beispiel Geparden. Kusini arbeitet mit einem Schutzprojekt zusammen, das sich um den Fortbestand der vom Aussterben bedrohten Katzenart dreht. Eine große Gefahr für die Geparden ist ihr schrumpfender Gen-Pool. Jedes Tier, das aus einer anderen Region zuwandert und frisches Blut mitbringt, ist ein Hoffnungszeichen. Deshalb ist es für die Wissenschaftler so wichtig zu sehen, welche Tiere sich wo aufhalten, Nachwuchs aufziehen und so weiter. Und bei diesen Beobachtungen helfen die Gäste von Kusini. Sie können ihre Geparden-Fotos mit Angaben zu Ort und Aufnahmezeitpunkt an die Wissenschaftler senden. Diese versuchen dann, die Tiere zu identifizieren, und bedanken sich bei den Touristen mit einem Bericht zu ihrem Geparden: Ob es ein Männchen oder Weibchen ist, wo es herkommt und wie alt es ist. So kann jeder Reisende einen kleinen Beitrag zum Forschungsprojekt beisteuern und bekommt im Gegenzug viel mehr Hintergrundinformation als üblich zu den Stars seiner Urlaubsbilder.

Einen Reisevorschlag mit dem Sanctuary Kusini Camp finden Sie hier.

12.12.2010 – Die Ngorongoro Sopa Lodge liegt einsam am Ostrand des Kraters. So müssen wir zunächst eine gute halbe Stunde am Kraterrand entlang fahren, bis wir wieder zur Hauptpiste und zum Aussichtspunkt kommen. Die holperige Piste führt uns nach vielen Kilometern endlich hinunter in die Ebene, in der die typische offene Serengeti-Landschaft beginnt. Unser erstes Ziel ist die Olduvai-Schlucht. Der deutsche Forscher Hans Reck hat hier 1913 das etwa 20.000 Jahre alte Skelett eines Homo sapiens gefunden. Es bekam die Archivnummer OH 1 = Olduvai hominid 1. Ein Schreibfehler Recks sei die Ursache, dass der Platz international unter dem Namen Olduvai bekannt ist, obwohl er von den Einheimischen Oldupai genannt wurde, berichtet uns ein Führer. Der Mann erklärt auch die verschiedenfarbigen Gesteinsschichten, in denen Recks Nachfolger viele wichtige Zeugnisse der menschlichen Entwicklungsgeschichte gefunden und ausgegraben haben.

Blick in die Olduvai-Schlucht.

Frühe menschliche Fußspuren sind im Olduvai-Museum dokumentiert.

Noch vor dem Eingang zum Serengeti Nationalpark biegen wir links ab. Unser nächstes Ziel ist der Lake Ndutu. Hier versteht man sofort, warum die Massai diesen Platz „Serengit“ nennen, „endloses Land“. Nur weit weg am Horizont sind kleine Hügel und der eine oder andere einzelne Baum zu sehen. Ansonsten ist es einfach eine leere, weite Grassteppe. Doch leer ist sie nicht mehr lange. Als wir weiterfahren, sehen wir plötzlich schwarze Streifen am Horizont. Beim Näherkommen werden die Streifen zu Perlenketten, endlich sind einzelne Tiere auszumachen. Die Gnu-Herden kommen an. Im Laufe des Dezembers treffen sie hier im Süden der Serengeti ein, bis März-April werden sie hier bleiben und auch ihre Jungen gebären. Über eine Million Gnus und Zebras sind auf der jährlichen Wanderung in der Serengeti unterwegs. Da die Tiere in kleineren Gruppen ankommen, sieht man nicht Tausende auf einmal. Am Ende des Tages realisieren wir aber, dass wir stundenlang an Gnu-Herden vorbeigefahren sind. Die Anzahl ist kaum zu fassen.

Die ersten Gnus erreichen die weiten Ebenen am Lake Ndutu.

In der Gnu-Saison werden einige mobile Zeltcamps in der Ndutu Region aufgebaut. Die einzige permanente Lodge am See ist die Ndutu Safari Lodge. An der Stelle, an der der Großwildjäger George Dove in den 1960er Jahren ein erstes Zeltcamp errichtete, stehen heute 34 solide Steinbungalows. Längst bilden nicht mehr Jäger, sondern Naturfotografen die Zielgruppe. Viele Filmteams haben sich schon in der Lodge einquartiert, um in der Nähe Dokumentationen über die große Wanderung zu drehen. Und dann gibt es noch ganz besondere Stammgäste, erzählt uns die Managerin: Ginsterkatzen leben im Rieddach des Restaurants. Die sonst so scheuen, nachtaktiven Wildkatzen zeigen sich hier regelmäßig kurz nach dem Abendessen.

Ndutu Safari Lodge, Lounge.

Bungalows der Ndutu Safari Lodge.

Zweibettzimmer in der Ndutu Safari Lodge.

Ndutu Safari Lodge, Badezimmer.

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