Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Früh am Morgen war heute nicht früh am Morgen, ging es doch eher gemütlich zu beim Start der kurzen noch ausstehenden Etappe. Der Besuch des Painted Dog Conservation Centers war auf jeden Fall lohnenswert, denn man bekommt hier einen guten Einblick in das Leben der seltenen Wildhunde und die Arbeit im Hwange Park (erschreckend die Zahlen über die gefundenen Fallen), bevor es in Richtung Abenteuerhauptstadt Victoria Falls geht. Auf dem von hohen Zäunen umgebenen, geräumigen Victoria Falls Restcamp schlugen wir die Zelte auf. Nach dem Restaurantbesuch zum Mittagessen ging es in die “Adventure Zone”. Der Aufenthalt am Sambesi wurde verplant. Adventure Teil eins sah dabei einen Dinner Cruise auf dem oberen Sambesi vor, nicht ganz so abenteuerlich, dafür aber mit guter Auswahl an Speisen (Krokodil und Warzenschwein) und Getränken. Dazu der Sonnenuntergang über dem Sambesi, an dessen Ufern sich auch ein paar Tiere sehen ließen. Danach machte die Reisegruppe noch einen Abstecher zu “Mama Africa”, einem gemütlichen Restaurant in der Stadt, und dann ging es zurück zum Zeltplatz. Diese Anlage ist gepflegt mit guten sanitären Einrichtungen. Für die Nacht sollte man aber Ohrenstöpsel dabei haben, die zentrale Lage hat eben auch Nachteile, wie spät abends eintönig schallende Musik von den Bars “Hunters” und “Explorer”.

Der ruhige Sambesi oberhalb der Victoria Fälle
Nach meinem in Victoria Falls gewohnten Morgenjoggen (diesmal ohne Dickhäuterbegegnung) wartete Adventure Teil 2. Gestern gemütliches Kreuzen oberhalb der Fälle, heute Rafting durch wildes Wasser unterhalb der Fälle. Der Abstieg in die Schlucht des Sambesi ist recht mühsam. Da der Fluss jetzt einen niedrigen Wasserstand hat, können die Rafting-Touren direkt an den Victoria-Fällen starten. Etwas ernüchternd allerdings der erste Anblick, sieht man doch jetzt nur eine trockene Felswand. Nur an einigen Stellen der 1,7 km breiten Abbruchkante stürzt sich der Sambesi über 100 Meter in die Tiefe.
Nach dem Einpaddeln der Bootsmannschaft unter pädagogischer Einweisung durch unseren Guide Costar ging es flussabwärts. Vergleiche mit Ben Hur kamen in den Sinn, und ein Mitreisender fragte sich, warum er am heutigen Samstag nicht lieber Glühwein trinkend auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt stehen könnte, anstatt sich auf wildem Wasser zu quälen.
Aber jetzt gab es kein Zurück. Die “Herrlichkeit des Morgens”, “des Teufels Toilettenschüssel, “Gullivers Reisen” und andere namhafte Stromschnellen (die heißen wirklich so) warteten begierig auf ihre Quietscheenten zum Spielen. Da war es nicht so einfach, stur dem Spiel zu entsagen und sich im Boot zu halten. Aber alles ganz sicher mit ständig kontrollierter Schwimmweste. Auch wird das wildeste Wasser (“der kommerzielle Selbstmord”) am Uferrand auf trockenen Füßen passiert.

René (vorn links) stürzt sich ins Rafting Abenteuer unterhalb der Victoria-Fälle.


Bis zum Rapid Nummer 10 geht die halbtägige Raftingtour. Die Ganztagstour führt bis Rapid 18. In Hochwasserzeiten starten die Touren erst bei Rapid 8 und können bis 25 gehen. Der halbe Tag sollte für mich reichen, gehörten hierzu doch auch noch ein leckeres Mittagessen am Ufer und natürlich wieder der Weg die Schlucht hinauf. Aller Aufstieg ist schwer.
Zurück in der Stadt hatte ich doch mein eigentliches Vorhaben, ein Fahrrad auszuleihen und etwas die Umgebung zu erkunden, aufgegeben (Gründe unerschlossen), stattdessen erkundete ich nur das Kaffeeangebot in der Stadt und das Souvenirangebot im zentralen Craft Market. Die Auswahl an Schnitzereien ist hier riesig. Auch ohne Dinnercruise lässt sich der Abend in der Stadt überleben. Für das Abendessen gibt es neben dem Restaurant auf dem Campingplatz natürlich das Boma-Restaurant, Mama Africa, andere Restaurants in der Stadt, und auch die großen Hotels “Victoria Falls Hotel”, “Kingdom” und “Ilala” haben öffentliche Restaurants.
Am nächsten Morgen ging es noch einmal an die Victoria-Fälle, die auch bei Niedrigwasser immer wieder eine Augenweide sind (in dieser Jahreszeit hat man von der simbabwischen Seite die bessere Sicht), bevor sich meine Simbabwe-Reise dem Ende näherte und es für mich zum Flughafen ging.
Die Reisen “Wildwechsel zwischen Simbabwe und Botswana” im nächsten Jahr werden von Victoria Falls weiter ins Nachbarland Botswana führen, wo mit dem Chobe-Park, den Salzpfannen und dem Okavango-Delta weitere Höhepunkte warten.
Am 5.12. hieß es für mich Abschied nehmen – von zwei Paar Turnschuhen (damit es wieder besser “läuft” in Simbabwe) und von einem Reiseland, das mich freundlich wieder in seine Arme geschlossen hatte.
Deutscher Winter, ich komme zurück.
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Dieser Reisebericht erzählt von der Pilottour für die Safari “Wildwechsel zwischen Simbabwe und Botswana”, die ab 2011 regulär zu buchen ist.
Alle Teile des Berichtes in der Übersicht:
Auf gerader Straße ging es weiter nach Norden. Bei Dete bogen wir ab Richtung Hwange-Nationalpark. Noch eine Abbiegung, und wir fuhren für kurze Zeit parallel zur Eisenbahnstrecke. Parallel ist hier das richtige Wort bei 78 km schnurgeradem Schienenstrang ohne jegliche Biegung (die zweitlängste gerade Gleisstrecke auf der Welt). Camp Miombo war unser Ziel, ruhig gelegen trotz der Nähe zum Schienenstrang, von dem man am nächsten Morgen um 3.30 Uhr dann aber doch etwas hörte.
Die Sonnenstrahlen hatten sich ihren Weg wieder durch die Regenwolken gebahnt, die Zeltwände konnten also trocken werden. Das Abendessen bot heute erstmals auch den typische Dzadza (oder Nsima) Maisbrei.

Schnurgerade Eisenbahngleise entlang der Grenze des Hwange-Nationalparks
Der nächste Tag stand voll und ganz für die Pirschfahrt im Hwange-Nationalpark zur Verfügung. Zwei offene Fahrzeuge von Frog Safari Tours fuhren uns zunächst an Rhodesian Teak Bäumen vorbei zum Dete Main Camp. Auch dieses machte einen gepflegten Eindruck. Von hier aus ging ich vor 14 Jahren auf meine erste Pirschfahrt überhaupt. Heute fuhren wir auf einer südlichen Schleife durch den Savannenpark mit offenem Grasland. Leadwood-Bäume und Akazien sind zu sehen. Mehrere Wasserstellen ziehen hier die Tiere an. Wir erspähten Impalas, Kudus, Wasserböcke, Steinböcke, Giraffen, Zebras, Elefanten, Löwen, Nilpferde, erfolgreich jagende Fischadler, Bussarde, Störche, Kronenkraniche, Geier und viele Marabus.
Nur eine Spezies, die tagsüber in afrikanischen Nationalparks oft zu sehen ist, bekamen wir nicht zu Gesicht – andere Safari-Touristen!

Tiererlebnis im Hwange Nationalpark vom offenen Pirschfahrzeug aus.
In auffallend großer Anzahl präsentierte sich ein Vertreter der „Little Five“, die Leopardenschildkröte.
Auch die Picknickplätze im Park machten einen gepflegten Eindruck. Teils waren die Zäune dort mit einer Ansammlung von Tierschädeln geschmückt.
Zurück im Miombo Camp hatte sich für den Abend noch eine Überraschung angekündigt. Eine Gesangsgruppe aus dem Nachbarort bot ihr Können dar, besonders in Erinnerung wird dabei wohl die Imitation von Tieren bleiben (bleibende Lachschäden bei den Zuschauern, von keiner Reiseversicherung abgedeckt).

Giraffen im Hwange-Nationalpark

Giraffe im Miombo Camp
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Dieser Reisebericht erzählt von der Pilottour für die Rundreise “Wildwechsel zwischen Simbabwe und Botswana”, die ab 2011 regulär zu buchen ist.
Alle Teile des Berichtes in der Übersicht:
Die Matobo Hills standen als nächstes Ziel auf dem Programm. Die Landkarte wies die Entfernung Masvingo – Bulawayo mit 285 km aus. Ein Tankstopp vermittelte ein positives Bild vom Land (man könnte auch sagen ein normales Bild), Es gab Diesel und einen Laden mit Imbiss, und ein moderner Greyhoundbus hielt hier auf dem Weg von Johannesburg nach Harare.
Der Regen hatte aufgehört und ließ eine gemütliche Mittagsrast am Straßenrand zu. Diesmal ohne Polizeikontrolle, wie bei unserem ersten Halt in Simbabwe. Auf der Fahrt mussten jedoch häufiger Kontrollen passiert werden. Diese gibt’s aber auch in anderen Ländern. Und die lächelnden Beamten geben einem eher ein sicheres Gefühl, als dass sie beängstigen. Kurz vor Bulawayo prasselte der Regen hernieder, ein richtiger afrikanischer Schauer diesmal. Die Zeitung, die ich mir an der Tankstelle gekauft hatte, berichtete von Blitzschlagopfern in Harare! Durch die breiten Straßen der Stadt, bei denen ein deutscher Stadtplaner neidisch werden würde (einst so breit gebaut, damit Ochsenwagen wenden können) ging es Richtung Süden zum Matopos Nationalpark. Kudus kreuzten den Weg.

Balancierende Steine im Matopos-Nationalpark
Gegen fünf erreichten wir die Big Cave Campsite, direkt an den Felsen. In der Abenddämmerung machten wir erste Fotos von der Umgebung. Formationen von natürlich übereinander geschichteten Steinen (Balancing Stones) sind typisch für diese Region. Anders als in Great Zimbabwe waren hier aber keine menschlichen Baumeister am Werk.
Der Raindowner fand Aufnahme in meinen Wortschatz.

Black Rhino
Früh am Morgen hieß es aufstehen, das Camp abbrechen und alles wieder im Truck verstauen, die Safari ging weiter. Aber noch nicht mit dem Truck. Ein offenes (wegen des Regens noch geschlossenes) Fahrzeug von Black Rhino Safaris wartete, bereit zur Fahrt in den Matopos. Und auch gleich kamen die ersten Spitzmaulnashörner (schwarze Nashörner). Gar nicht bedrohlich wie erwartet, sondern handzahm und auch so groß, dass die Hand die geschnitzten Specksteintiere als Souvenir umfassen konnte.
Im Matopos Nationalpark leben neben den schwarzen Nashörnern (99% Sichtungschance, auch der tonnenschweren lebenden Exemplare) auch Zebras, Giraffen, Antilopen und Leoparden. Aber das Besondere sind doch die Steine und die Landschaft. Den besten Blick darauf hat man vom Grab Cecil Rhodes’. Die Aussicht trägt nicht umsonst den Namen World View.
Neben Geschichte wusste Wally vom Safari Team auch viel über die Flora und Fauna der Region zu berichten.
Nach einem Kaffee am See löste sein Kollege Andy ihn ab, und es ging auf Fußpirsch. Wie bestellt schritten Giraffen vor den Gesteinsformationen, eine fantastische Kulisse.
Natürlich waren auch die Nashörner ersehnte Fotomotive. Erstaunlich, wie sich diese zwei nahen Verwandten doch unterscheiden, sprichwörtlich wie schwarz und weiß.

World View von Cecil John Rhodes’ Grabhügel
Gegen 12 ging es zurück zu unserem Truck, wo schon das Mittagessen wartete. Danach fuhren wir wieder nach Bulawayo. Obwohl kein Schnee lag, gab es erst an der dritten angefahrenen Tankstelle den gewünschten Diesel. Simbabwe ist auf dem Weg zurück, alles kann noch nicht perfekt sein.
In der Stadt aufgefallen war mir ein Symbol zweier sich schüttelnder Hände, fast so wie das der alten SED Partei. Nur warb es hier für einen “vereinigten Biergarten” (mit zwei Biersorten zur Auswahl). Wer mag da wem Pate gestanden haben? Leider verpasste ich ein Beweisfoto.
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Dieser Reisebericht erzählt von der Pilottour für die Reise “Wildwechsel zwischen Simbabwe und Botswana”, die ab 2011 regulär zu buchen ist.
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