A380 nach Johannesburg: Lufthansa zieht Start vor

Bloged in Allgemein, Safari, Südafrika von Marco Montag September 6, 2010

Das neue Flagschiff der Lufthansa, die A380 © Foto: Lufthansa.com

Lufthansa wird den Airbus A380 bereits ab 12. September 2010 auf der Strecke Frankfurt-Johannesburg einsetzen. Die südafrikanische Metropole ist das dritte A380-Ziel der Lufthansa nach Tokio und Peking. Ein Sonderflug mit dem neuen Großraum-Jet hatte bereits die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur WM nach Südafrika gebracht. Der Linienstart nach Johannesburg war ursprünglich für den 25. Oktober vorgesehen. Nun darf die Lufthansa aber seltener als geplant mit dem Riesenvogel in Peking landen. Also wird die Maschine ab 12. September zunächst zweimal pro Woche – donnerstags und sonntags – zum OR Tambo International Airport von Johannesburg fliegen. Um die zusätzlichen Platzkapazitäten unters Volk zu bringen, gibt es ein Sonderangebot. Mehr darüber erfahren Sie auf der Seite Flüge nach Afrika, die zu den Safaris von Outback Africa passen.

Camp Amalinda, Matopos NP – Reisebericht Simbabwe (9)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

In den Matobo Hills, Rhodes Matopos NP, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Etwa 40 Kilometer östlich von Bulawayo beginnt eine einmalige Felslandschaft, die Matobo Hills. Am Rande des Nationalparks liegt Camp Amalinda, dessen neun Gästezimmer auf geniale Weise in und zwischen die Felsen gebaut sind. Ich muss mich durch einen engen Felsspalt klemmen, um zu meinem Zimmer zu gelangen. Die Wand hinter meinem großen Himmelbett ist ein Granitblock, der offensichtlich schon seit Jahrtausenden an dieser Stelle liegt. Etwas dahinter, zwischen zwei anderen Felsen, ist die Dusche installiert. Das Mobiliar macht einen edlen Eindruck. Ich fühle mich wie Fred Feuerstein de luxe.

Edles Ambiente zwischen alten Felsen: Zimmer im Camp Amalinda, Matobos Hills. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenEdles Ambiente zwischen alten Felsen: Zimmer im Camp Amalinda, Matobos Hills.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Bill, der Manager, und Paul, der Guide, klettern mit mir kurz vor Sonnenuntergang auf einen Felsen in der Umgebung, von dem aus wir einen wunderbaren Blick auf die Landschaft haben. Die Zutaten für meinen Gin and Tonic haben die beiden im Rucksack dabei. Als die Sonne schon untergegangen ist, müssen Paul und ich uns auf einen der Felsen vor den roten Himmel stellen. Bill hat sich meine Kamera geschnappt und gibt Kommandos, wenn wir ein Bein oder einen Arm anheben oder in die Luft springen sollen. Zum Glück sieht uns hier niemand. Am Ende sind lustige Silhouetten-Motive entstanden.

Nach Sonnenuntergang in den Matobos Hills. © Foto: Bill DallyNach Sonnenuntergang in den Matobos Hills. © Foto: Bill Dally

Es ist meine letzte Nacht in Simbabwe. Am nächsten Vormittag wird die Zeit schon knapp. Zu knapp, um alles zu sehen, was der Nationalpark zu bieten hat. So muss ich auf die Pirschfahrten und Pirschwanderungen verzichten, bei denen man die seltenen Rappenantilopen und Nashörner sehen kann. An einen Sprung in den großen Pool, der einen schönen Blick auf die Felslandschaft und auf ein von Antilopen und Zebras frequentiertes Wasserloch bietet, ist nicht zu denken. Schon gar nicht an eine Massage im Spa von Amalinda. Paul führt mich zu einem Felsüberhang, an dem Buschmann-Zeichnungen zu sehen sind. Es ist die am schnellsten erreichbare Stelle. Mit etwas mehr Zeit hätte er mir noch viel schönere Kunstwerke zeigen können, versichert Paul.

Grab von Cecil John Rhodes, Matopos, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenGrab von Cecil John Rhodes, Matopos, Simbabwe.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Doch wir müssen schon wieder weiter, wollen wir doch noch auf den Hügel klettern, den sich der Kolonialpolitiker und Geschäftsmann Cecil John Rhodes als Grabstätte ausgewählt hat. Der kurze Aufstieg lohnt sich, denn die Aussicht ist fantastisch.

Eine Safari nach Matopos mit dem Camp Amalinda finden Sie hier.

The Bulawayo Club – Reisebericht Zimbabwe (8)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Die Fernstraße nach Bulawayo ist in einem guten Zustand, aber sie wirkt wie ausgestorben. Nur selten kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Seit die Währung Simbabwe-Dollar nach schwindelerregenden Inflationsjahren abgeschafft und durch den US-Dollar ersetzt wurde, hat sich die Wirtschaft in gewisser Weise stabilisiert, allerdings auf niedrigem Niveau. Benzin hat sich verteuert, aber er ist zumindest wieder erhältlich. Auf meiner Reise habe ich mehrere Lodges gesehen, die die schwierigen Jahre Simbabwe offenbar ohne sichtbaren Qualitätsverlust überstanden haben. Inzwischen haben viele sogar wieder ausreichend Optimismus, um in neue Projekte zu investieren.

The Bulawayo Club, Bar. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen</em>The Bulawayo Club, Bar. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Bulawayo Club in der Innenstadt ist ein solches Beispiel. Das historische Gebäude aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist frisch renoviert. Einst war das vornehme Haus nur Clubmitgliedern vorbehalten. Heute dürfen auch Tagesgäste im Restaurant speisen. Ich treffe mich mit einer Kollegin unseres Safaripartners zum Lunch im Atrium. Vorher führt mich eine Angestellte durch alle Etagen des Hauses. Gut, der Weinkeller wirkt noch etwas unaufgeräumt, aber die anderen Räume machen einen sehr guten Eindruck. Hier hat jemand offensichtlich Freude daran, ein Zeugnis der kolonialen Geschichte zu bewahren. An den Wänden des mit dunklem Holz vertäfelten Salons hängen Jagdtrophäen und Bilder diverser Persönlichkeiten. Mit einem uralten Aufzug rattern wir nach oben.

The Bulawayo Club, Bankettsaal. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenThe Bulawayo Club, Bankettsaal. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Bankettsaal im Obergeschoss ist für einen Empfang elegant eingedeckt. Eine große Standuhr im Treppenhaus schlägt zur Mittagsstunde. Ich staune über die vielen erhaltenen Details vergangener Jahrzehnte und würde mich fast nicht mehr wundern, wenn Mr. Cecil John Rhodes gleich leibhaftig durch die Tür käme. Am Abend erzähle ich meinen Gastgebern in der Lodge, wie bemerkenswert ich es finde, dass ausgerechnet hier die Tradition eines kolonialen britischen Clubs gepflegt wird. Es wirke alles so historisch und echt, sage ich. Da schmunzeln meine Gesprächspartner und meinen, ich müsse erst einmal sehen, wie historisch die heutigen Clubmitglieder aussehen. Die Mehrheit habe übrigens inzwischen schwarze Hautfarbe.

Eine Reise nach Bulawayo mit Besuch des Buklawayo Club finden Sie hier.

Ivory Lodge, Hwange NP – Reisebericht Zimbabwe (7)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Giraffen im Hwange Nationalpark, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Zweieinhalb morgenkühle Stunden sind wir im offenen Pirschfahrzeug unterwegs von Somalisa zum Hauptquartier am Eingang des Nationalparks, Hwange Main Camp. Hier hätte ich eine noch wärmere Jacke und ein paar Handschuhe gebrauchen können. Ein, zwei Stunden später freue ich mich aber schon wieder über die angenehm gekühlte Atmosphäre im klimatisierten Kleinbus von „Driving You Wild“, der mich nach Bulawayo bringt. Denn tagsüber kann es auch im hier zumeist sonnigen Winter sehr warm werden.

Baumhaus und Hauptgebäude der Ivory Lodge, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBaumhaus und Hauptgebäude der Ivory Lodge, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Am Rande des Hwange Nationalparks halten wir noch zu einer Stippvisite in der Ivory Lodge. Sie liegt im Forest Reserve, das an den Nationalpark angrenzt, und hat einen schönen Blick auf ein nachts beleuchtetes Wasserloch. Die sieben hölzernen Chalets sind auf Stelzen zwischen große Bäume gebaut. Weitere Zimmer sind in Planung.

Baumhaus-Zimmer der Ivory Lodge, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBaumhaus-Zimmer der Ivory Lodge, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Nebenan gibt es auch einen Campingplatz, auf dem unter anderem unser Safaripartner Drifters mit seinen großen grünen Trucks Station macht, wenn die Gruppen nach der Reise von Kapstadt zu den Victoria-Fällen auf dem Rückweg nach Johannesburg sind.

Camp Somalisa, Hwange NP – Reisebericht Zimbabwe (6)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Löwen im Hwange NP, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Nach einer kürzeren Pirschfahrt am nächsten Morgen sollte ich um halb zehn beim Ngwesha Campingplatz vom Wilderness Auto in ein Fahrzeug von African Bushcamps umsteigen. Doch ein anderes Auto ist nicht zu entdecken. Offenbar gab es hier ein Missverständnis in der Planung. So bleibt Zeit, den öffentlichen Campingplatz zu inspizieren. Grillplätze, Schattendächer, Waschraum, Dusche und Toilette – alles ist da, wie auf ähnlichen Campingplätzen in den Nationalparks Südafrikas und Namibias. Nur scheint hier schon zehn Jahre niemand mehr gewesen zu sein; kein Camper, und auch kein Handwerker zur Renovierung. Das Gelände sieht auf den ersten Blick ordentlich aus, auf den zweiten Blick braucht es aber dringend mehr als nur ein bisschen neue Farbe und ein paar neue Fliesen.

Ngweshla Campingplatz, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenNgweshla Campingplatz, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Um halb zwölf holt mich endlich die Managerin von Camp Somalisa ab. Sie hatte eine andere Zeit auf dem Zettel als der Fahrer von Makalolo. Warum auch immer. Ich habe so zweimal Gelegenheit, eine Gruppe von fünf jungen Löwen zu beobachten, die von einer erwachsenen Löwin begleitet werden. Alle sehen nicht hundertprozentig gesund aus. Sie bewegen sich nur langsam. Passt die Mutter vielleicht auf die Jungen verschiedener Rudelmitglieder auf? Hatten sie schon längere Zeit kein Glück bei der Jagd? Wir wissen es nicht.

Bar im Somalisa Camp. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBar im Somalisa Camp. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Somalisa ist ein richtiges Bushcamp im alten Stil. Zum Duschen füllt das Personal einen Wassersack mit warmem Wasser, der dann hinter dem Zelt hochgezogen wird und über dem Freiluft-Badezimmer baumelt. Es gibt keinen Wasserhahn, stattdessen hängt eine Schöpfkelle bereit, um die Waschschüssel zu befüllen. Die Zelte sind elegant eingerichtet, haben einen Fußboden aus Holzdielen und ein großes, bequemes Bett. Das Messezelt, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden, ist mit alten Koffern dekoriert. Auf dem Schreibtisch liegt ein in Leder gebundenes Tagebuch, daneben Tintenfass und Schreibfeder sowie die elfenbeinfarbenen Zähne diverser Tiere. Hier fühlt man sich um einige Jahrzehnte zurückversetzt in die Zeiten der Safari-Pioniere.

Elefanten am Pool des Somalisa Camps, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenElefanten am Pool des Somalisa Camps, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Attraktion von Somalisa ist allerdings der Swimmingpool, obwohl keiner der Gäste auf die Idee käme, ihn zu benutzen. Das Bassin ist nur noch zu einem Drittel gefüllt. Elefanten besuchen ihn regelmäßig und haben ihn längst als Tränke in Beschlag genommen. Zwei Liegestühle unter Sonnenschirmen sind weiterhin begehrte Plätze für die Gäste, die weniger zum Sonnen als zum Tierbeobachten aus allernächster Nähe hier sitzen. Mit ihren Rüsseln könnten die Elefanten den Leuten unterm Sonnenschirm die Füße kitzeln. Doch die Dickhäuter interessieren sich offensichtlich mehr für das frische Nass. Ich hocke daneben und knipse ein Bild nach dem anderen. Porträts großer Elefanten, Schnappschüsse von kleinen Elefanten, die zwischen den Beinen Ihrer Mütter umher stolpern. Das alles nimmt mich so gefangen, dass ich den High Tea, der oben im Messezelt serviert wird, beinahe verpasse. Eine helfende Hand tippt mir auf die Schulter. Der Kellner hat mir ein Stück Pizzakuchen und ein Glas Eistee neben die Fototasche gestellt. Nachdem ich in dieser Lage kein Tele-, sondern ein Weitwinkelobjektiv benötigte, um Elefanten zu fotografieren, kann die folgende Pirschfahrt das Erlebnis nicht mehr toppen. Sie fällt heute auch nicht so ergiebig aus. Am Abend wärmen wir uns am Lagerfeuer. Ich schleiche mich bald wieder hinunter zum Pool. Die Elefanten sind zurückgekehrt. Da kein Mond die klare Nacht erhellt, sind vor dem Sternenhimmel nur schemenhaft große, schwankende Schatten zu erkennen. Dazu die schnaufenden, saugenden und sprudelnden Geräusche der Elefantenrüssel. Was für eine Nacht!

Zeltchalet des Somalisa Camps, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenZeltchalet des Somalisa Camps, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Am nächsten Morgen ist das kleine wärmende Lagerfeuer das erste Ziel. Jetzt Mitte Mai hält langsam der Winter Einzug. Das Thermometer in meinem Zelt zeigt am nächsten Morgen gerade noch 4 Grad über null.

Eine Safari in den Hwange Nationalpark und nach Somalisa finden Sie hier.

Little Makalolo Camp, Hwange NP – Reisebericht Zimbabwe (4)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Landung auf dem Aistrip von Little Makalolo, Hwange NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Knapp zwei Stunden dauert der Flug in einer Cessna 206 von Sefofane von Mana Pools über den Lake Kariba hinweg zum Makalolo Airstrip im Hwange Nationalpark. Wir kommen kurz vor Sonnenuntergang an. Der Pilot macht die Maschine fertig für die Übernachtung, dann fahren wir zum nahen Little Makalolo Camp. Hier ist eines der insgesamt nur sechs großzügigen Zeltchalets für mich reserviert. Am Lagerfeuer treffe ich endlich Chris. Er ist ebenfalls Reiseveranstalter. Ursprünglich stammt er aus Simbabwe, heute arbeitet er in Vancouver (Kanada). Eigentlich hätten wir schon ab Lusaka zusammen reisen sollen. Doch der Nebel in Johannesburg hatte seinen Flug aufgehalten.

Zeltchalet des Little Makalolo Camps, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenZeltchalet des Little Makalolo Camps, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Pirschfahrt am nächsten Morgen führt uns zunächst durch dichten Busch, bis wir auf große offene Savannenlandschaften treffen. Am Rande einer der grasbewachsenen Senken entdecken wir einen großen Geparden, der im Schatten eines Baumes rastet. Interessiert er sich vielleicht für die Impalas, die in der Nähe grasen? Nach längerer Wartezeit fahren wir erst einmal weiter und halten für eine Kaffeepause. Als wir zurückkehren, liegt der Gepard immer noch im Schatten. Die Jagd lässt er heute wohl ausfallen.

Impalas und Giraffen im Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenImpalas und Giraffen im Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen



Eine Safari in den Hwange Nationalpark und zum Little Makalolo Camp finden Sie hier.

Namibia stellt Uhren von Winter- auf Sommerzeit um

Bloged in Allgemein, Namibia, Safari von Marco Montag August 30, 2010

Namibia - zeitlos schön. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenNamibia – zeitlos schön.

Am Sonntag, 5. September 2010, stellt Namibia auf Sommerzeit um. Dabei werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Man muss also gefühlt eine Stunde früher aufstehen. Von der Zeitumstellung ausgenommen ist die Region Caprivi, die den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit nicht mitmacht. Der Rest des Landes wird am 3. April 2011 zur Winterzeit zurückkehren.

Für Reisende bedeutet die Umstellung eine Verschiebung in ihrem Programmablauf. Während am Samstag die Sonne in Namibia noch gegen 6 Uhr auf- und gegen 17.40 Uhr untergeht, wird sie am Sonntag erst gegen 7 Uhr auf- und gegen 18.40 Uhr untergehen.

Zwischen Deutschland und Namibia gibt es eine Stunde Zeitverschiebung, wenn in Deutschland Sommer- und in Namibia Winterzeit herrscht. In der Übergangsphase im September und Oktober, wenn in beiden Ländern Sommerzeit gilt, gibt es keine Zeitverschiebung. Wenn Deutschland dann Ende Oktober auf Winterzeit umstellt, ist Namibia um eine Stunde voraus.

Kanga Bush Camp, Mana Pools NP – Reisebericht Zimbabwe (3)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Kanga Bush Camp, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenKanga Bush Camp, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Am nächsten Morgen holt mich Ian von African Bush Camps mit einem Allradwagen am Ruckomechi Airstrip ab und fährt mit mir etwa zwei Stunden durch den Mana Pools Nationalpark landeinwärts. Manchmal ist überhaupt keine Spur im hohen Gras mehr zu erkennen, aber der mitfahrende Guide findet immer wieder den richtigen Weg. Die beiden wollen mir Kanga zeigen, ein neues Tented Camp an einer Lagune. Fünf Zelte mit angeschlossenem Badezimmer unter freiem Himmel sind fertig, an der Honeymoon Suite wird noch gearbeitet.

Wohnzelte des Kanga Bush Camps, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenWohnzelte des Kanga Bush Camps, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Im Moment sind keine anderen Gäste im Camp. Der erste Eintrag im Gästebuch stammt von Heiko und Carina, unseren Freunden aus Botswana, die vor wenigen Tagen mit ihren Kindern hier waren. Das Zentrum des Camps bildet ein großes Deck mit Holzfußboden, auf dem bequeme Sessel und Sofas stehen und dem ein großes Zeltdach Schatten spendet. Von hier hat man einen schönen Blick auf das Wasserloch. Langsam wagen sich die ersten Tiere wieder zum Trinken hierher, berichtet Ian. Hoffentlich werden sie sich bald an das Camp gewöhnt haben. Qualität und Geschmack des Lunchs, das aus einem feinen, frischen Pasta-Salat besteht, sind vorzüglich.

Badezimmer unter freiem Himmel im Kanga Bush Camps, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBadezimmer unter freiem Himmel im Kanga Bush Camps, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Vundu Camp, Mana Pools NP – Reisebericht Simbabwe (2)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Wildhunde in der Nähe von Vundu Camp, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenWildhunde in der Nähe von Vundu Camp, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Auf einem Tagesausflug fahre ich zum Vundu Camp. Es liegt etwa eine Fahrstunde flussabwärts von Ruckomechi direkt am Ufer des Sambesi. Ein weitläufiges, auf hölzernen Stelzen gebautes Aussichtsdeck mit einem großen Schatten spendenden Dach und schönem Blick hinunter auf den Fluss bildet das Zentrum. Sieben große Zeltchalets reihen sich am Flussufer aneinander.

Lounge des Vundu Camps mit Blick auf den Sambesi, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenLounge des Vundu Camps mit Blick auf den Sambesi, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Jetzt im Mai sind sie noch von dichter Vegetation umgeben, die sich im Laufe der Trockenzeit aber bald lichten wird. Zu den Chalets gehören rustikale Bäder mit Busch-Dusche unter freiem Himmel. Um den Komfort etwas zu vergrößern, wird in diesem Jahr jedes der Bäder mit fließendem Wasser ausgestattet. Bislang gab es Waschschüsseln und Krüge, wie in alten Zeiten. Der Stil des Camps ist etwas einfacher als in Ruckomechi, doch dafür ist es auch preisgünstiger. „Wir wollen unseren Service ganz individuell auf die Wünsche der Gäste ausrichten, ihnen zum Beispiel private Pirschfahrt ermöglichen und nicht fremde Leute in einem Auto mischen, wenn sie es nicht wünschen“, sagen die Gastgeber Nick und Desiree. Sie sind nicht nur Manager, sondern auch Eigentümer von Vundu. Und sie hängen mit Herz und Seele an diesem Camp, das merkt man ihnen an. Ein Pirschfahrzeug mit Guide zur privaten Verfügung kann man auch in vielen anderen Lodges bekommen. Im Gegensatz zu Vundu sind dort aber meist heftige Aufpreise fällig. Einen ganz persönlichen Wunsch erfüllt mir Nick schon an diesem Nachmittag, als er fast beiläufig erzählt, dass sich wieder einmal eine Gruppe Wildhunde gar nicht weit vom Camp entfernt aufhalte.

Vundu Camp, Familien-Chalet, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenVundu Camp, Familien-Chalet, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Wildhunde?! In zehn Jahren Safari in Afrika war es mir noch nicht einmal vergönnt, die seltenen Tiere zu sehen. Heute ist es endlich soweit. Ich beeile mich, das Stück leckeren, selbstgebackenen Schokoladenkuchen zu verdrücken, den Nicks und Desirees Kinder mir kredenzen, und sitze bald voller Ungeduld im Auto. Mein Guide fährt nach Nicks Beschreibung etwas landeinwärts – und da liegen sie plötzlich. Sind sie nun hässlich oder niedlich? Schwarze, graue und beige Flecken bedecken die schlanken Körper. Ihre großen Lauscher können die Wild Dogs aufstellen oder als Schlappohren herunterhängen lassen. Wie richtige Hunde eben. Insgesamt sind es elf oder zwölf Tiere. Einige dösen im Schatten, andere scheinen etwas nervöser, springen umher und geben seltsame Töne von sich. Es ist kein bellen, eher ein kurzes Heulen in einer hohen Tonlage.

Eine Safari von Hwange via Lake Kariba bis in den Mana Pools Nationalpark finden Sie hier.

Ruckomechi Camp, Mana Pools NP – Reisebericht Zimbabwe (1)

Bloged in Allgemein, Safari, Simbabwe von Marco Montag August 30, 2010

Blick von Mana Pools über den Sambesi nach Sambia. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Blick von Mana Pools über den Sambesi nach Sambia.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Schon auf der Landebahn in Lusaka erwartet mich ein Vertreter von Wilderness Safaris. Unsere Partnerfirma, mit der ich die nächsten Tage unterwegs sein werde, unterhält ein kleines Büro im Flughafengebäude. Dort werde ich auf Chris warten, mit dem ich eine Mini-Reisegruppe bilden soll. Da geht ein Anruf ein: Nebel hat seinen Start in Johannesburg verhindert. Heute kommt Chris nicht mehr an. Also fährt der Wilderness-Mitarbeiter mit mir allein los. Die Fahrt nach Süden von Lusaka zum Grenzort Chirundu dauert etwa zwei Stunden. Bis auf ganz wenige Schlagloch-Abschnitte ist die Straße in gutem Zustand, teils nagelneu. Wer hat’s gebaut? Die Chinesen. Wir fahren über eine der wenigen Brücken, die den langen Strom des Sambesi überspannen. Die sambische und die simbabwische Grenzabfertigung sind neuerdings unter einem Dach in einem großen neuen Gebäude auf der simbabwischen Seite des Flusses untergebracht. Der Beamte am Ausreiseschalter von Sambia will einen Nachweis sehen, dass ich bei der Einreise vor zwei Tagen tatsächlich die 50 US-Dollar Visa-Gebühr bezahlt hatte. Zum Glück habe ich die Quittung aufgehoben. Auf der anderen Seite des Raumes, am simbabwischen Einreiseschalter, werde ich die nächste Visagebühr los: 30 US-Dollar kostet der Eintritt nach Simbabwe.

Ruckomechi Camp am Sambesi, Mana Pools NP © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenRuckomechi Camp am Sambesi, Mana Pools NP
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Ruckomechi Camp, Mana Pools NP

Gleich hinter dem Grenzübergang biegt der Fahrer rechts ab. Wir laufen hinunter zum Fluss, wo schon das Boot des Ruckomechi Camps auf uns wartet. Graeme, der Lodge-Manager, sitzt am Steuer. Die Fahrt im Motorboot soll bei vollem Tempo etwa eine Dreiviertelstunde dauern. Am Ende werden über zwei daraus. Grame hat schnell erkannt, dass mich die Fotomotive im Nachmittagslicht begeistern. So bremst er bei jedem Elefanten, der zum Trinken ans Ufer kommt, und als wir die Bienenfresser-Kolonien am Steilufer entdecken, versucht er immer wieder, das Boot in eine gute Position zu bringen. Für perfekte Vogel-Aufnahmen fehlt mir ein Objektiv mit ausreichend langer Brennweite. Aber ein paar mittelgute Bilder werden am Ende schon herauskommen. Erst nach Sonnenuntergang legen wir am Camp an. Das Lagerfeuer ist bereits entfacht, die meisten Gäste sind aber noch auf Pirschfahrt. Ich beziehe erst einmal mein Zelt-Chalet mit Blick auf den Fluss und die dahinterliegende Bergkette in Sambia. Zur Wahl stehen zwei Duschen, eine drinnen und eine draußen unter dem Sternenhimmel. Um den Insekten keine Einfluggelegenheit zu geben, entscheide ich mich an diesem Abend für die Innendusche. Am Ufer gegenüber sieht man die Lichter eines Dorfes und hört, wenn es abends still wird, auch Stimmen und Musik. Das entspricht also nicht ganz dem Wilnderness-Motto „far from all the lights“. Dafür hat Ruckomechi einen anderen großen Vorteil. Es liegt direkt an der Grenze des Mana Pools Nationalparks. Innerhalb des Reservats ist ein bestimmtes Areal als Konzessionsgebiet nur für die Pirschfahrzeuge des Camps reserviert. Hier begegnet man also keinen anderen Auto. Und während in Simbabwes Nationalparks normalerweise keine Nachtpirschfahrten erlaubt sind, können die Ruckomechi-Gäste in der Konzession auch nach Einbruch der Dunkelheit auf die Suche nach nachtaktiven Tieren gehen. Um die Tiere dabei so wenig wie möglich zu stören, verwendet Wilderness rote statt die helleren weißen Suchscheinwerfer.

Ruckomechi Camp, Zeltchalet. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenRuckomechi Camp, Zeltchalet. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Nach dem Abendessen fragen die Guides, was die Gäste denn am nächsten Morgen gern unternehmen möchten: Bootsfahrten, Kanu-Exkursionen, Pirschfahrten und Wanderungen stehen zur Auswahl. Gemeinsam mit einem englischen Paar, das auf Hochzeitsreise in Ruckomechi ist, entscheide ich mich für eine Kombination aus Fahrt und Pirsch zu Fuß. Wir sind nur mit einem Guide unterwegs, der selbst eine Waffe trägt. Das ist ein Unterschied zu Pirschwanderungen in Sambia. Dort ist neben dem Guide, der die Gäste führt und ihnen die großen und kleinen Dinge im Busch erklärt, immer noch ein Ranger in Uniform der Nationalparkverwaltung dabei, der das Gewehr trägt. Ich habe mehrere Safari-Experten gefragt, welches System ihrer Meinung nach das bessere ist. Die Antwort hängt davon ab, von welcher Seite der Grenze der Gefragte kommt. Fest steht, dass die Guide-Ausbildung in Simbabwe schon immer einen ausgesprochen guten Ruf hatte. Es sind mehrere aufeinander aufbauende Prüfungen abzulegen. Nur wer die höchste Ausbildungsstufe erfolgreich absolviert hat, darf Gäste zu Fuß durch die Wildnis führen – und die Verantwortung für die geladene Waffe tragen. Die Flinte liegt, in ein Futteral verpackt, auch bei Pirschfahrten immer im Auto. Ihr Platz ist am hinteren Ende der Motorhaube, wo normalerweise die Windschutzscheibe ansetzt, auf die hier aus Gründen der besseren Sicht aber verzichtet wird. Selbst wenn mich einer der Guides abends auf dem Weg vom Lagerfeuer bis zu meinem Zelt-Chalet begleitet, holt er zunächst das Gewehr und lädt es mit ein paar Patronen.

Eine Safari nach Mana Pools und zum Ruckomechi Camp finden Sie hier.

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