Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Reiseberichte

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Von unserer Kundin Katrin Haller haben wir einen sehr schönen und ausführlichen Reisebericht zur Reise Vielfältiges Südafrika etwas bequemer erhalten, den wir gern veröffentlichen.

Die Route führte von Johannesburg übe die Panoramaroute zum Krüger-Nationalpark. Von dort ging es weiter durch Swasiland und entlang der Wild Coast zum Tsitsikamma-Nationalpark und endete schließlich in der “Mother City” Kapstadt.

Katrin ist begeistert von Südafrika und hatte eine fantastische Zeit. Sie hat tolle Tierfotos geschossen und ist begeistert von der landschaftlichen Vielfalt.

Katrin Haller in Südafrika

Katrin Haller in Südafrika © Foto: privat

In ihrem Reisebericht zeigt sie wunderschöne Fotos, die Lust auf Südafrika machen!

Lesen Sie selbst! Katrins ausführlicher Reisebericht

Vielen Dank für das schöne Feedback, liebe Katrin!

PS: Wenn auch Sie so einen schönen Bericht von Ihren Reiseabenteuern verfasst haben, würden wir uns freuen, diesen hier veröffentlichen zu dürfen.

Schnurgerade Pisten, auf denen jedes Fahrzeug eine kilometerweit sichtbare Staubfahne hinter sich her zieht – das ist das Bild, das jeder Namibiareisende sofort beim Stichwort Straßen in Namibia vor Augen hat.

Rund 65.000 Kilometer Straßennetz durchzieht das riesige Land, davon sind nur 7.000 Kilometer asphaltiert. Der Rest sind Sand- oder Schotterpisten, meist ohne Kurven, dafür aber mit gewaltigen Bodenwellen. Jede Kurve wird mit einem Schild angekündigt, so selten sind sie.

In einem Land, in dem pro Quadratkilometer nur zwei bis drei Menschen leben (zum Vergleich: in Deutschland sind es rund 228), sind Straßen mehr als nur befestigte Wege – sie sind die Lebensadern Namibias, die auch entlegene Gebiete erreichen und helfen, die Menschen dort zu versorgen und zu verbinden. Viele Menschen leben auch von den Straßen, sei es als Straßenbauer, der sein Zelt direkt am Bauabschnitt aufstellt, als Zäunebauer, um die Latifundien der Farmer von den Straßen abzugrenzen oder als Straßenhändler mit einer kleinen, aus Ästen gezimmerten Bude an den Touristenrouten.

Eine Karosse im Wüstensand von Solitaire  © Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Eine Karosse im Wüstensand von Solitaire © Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Straßen verbinden aber nicht nur Ortschaften, sondern auch Namibias vielfältige Landschaften. Hinter jedem Hügel, hinter jeder der seltenen Biegungen eröffnen sich neue, faszinierende Ausblicke auf wechselnde Wüstenfarben, weite Ebenen und Bergmassive, gelbes Savannengras, grüne Bäume am Fluss und rote Sanddünen. Unvermittelt stehen Giraffen am Straßenrand, biegt sich ein Baum mit einem riesigen Webervogelnest unter der Last oder rennt eine Herde Strauße mit dem Auto um die Wette.

Verlassene Fahrzeugkarossen, die sich überall an Namibias Straßen finden, rosten malerisch vor sich hin. Sie bewahren das Geheimnis, wie sie an diesem Ort gestrandet und wie ihre Besitzer den Weg nach Hause angetreten haben. Die karge Natur erobert sich die Wracks als Lebensraum und gibt den leeren Hüllen eine neue Seele.

Außerhalb der größeren Ortschaften in den weiten Landschaften der Namib oder des Kaokovelds ist die Fahrt auf einer der Pisten fast meditativ – man ist allein, nur begleitet vom knirschenden Geräusch der Steine unter den Reifen und vom Wind, der beharrlich über die Ebenen streift und die Landschaft immer wieder faszinierend neu gestaltet. Wolkenschatten wandern über die Ebenen, dann und wann taucht ein Springbock oder ein Warzenschwein auf. Der Weg wird zum Ziel.
Für uns gehetzte Mitteleuropäer ist eine namibische Straße eine Herausforderung. Hier regiert die Langsamkeit, 100 Kilometer sind nicht mehr eine Stunde, sondern vielleicht zwei oder drei oder ein ganzer Tag. Die Zeit hat eine andere Form angenommen, nur durch den Sonnenaufgang und –untergang begrenzt.

Reifenpanne © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Reifenpanne © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Und auch das gehört zu Namibias Straßen – Autos mit Reifenpannen. Selbst das widerstandsfähigste Gummi kann den kleinen, spitzen Steinen nicht entrinnen und so gehört ein Reifenwechsel zum Namibiaurlaub wie ein Stück Apfelkuchen in Solitaire, wo rostige Karossen zu faszinierenden Kunstskulpturen geadelt wurden.

Namibia ist schon wegen seiner Straßen eine Reise wert. Wer die meditative Einsamkeit des wenig besuchten Kaokolandes entdecken will, dem sei unsere Campingreise “Abenteuer Kaokoveld” oder eine unserer anderen Campingsafaris empfohlen. Wer bequemer reisen möchte, ist auf unseren vielfältigen Lodgesafaris durch Namibia gut aufgehoben.

Mara House, 15.03.2012 – Die Schnauze des Geländewagens neigt sich tief nach unten. Die Räder plätschern durchs Wasser eines kleinen Flusses. Dann geht es am anderen Ufer den steilen Hang hinauf. Elises erstes River-Crossing. Unsere Tochter ist sechs und sitzt auf dem Schoß unseres Guides Salaash. Wir sind auf Pirschfahrt im Mara North Schutzgebiet am Rande der Massai Mara. Salaash hat Gas- und Bremspedal unter Kontrolle, in Elises Lenkmanöver muss er nur selten eingreifen. “Du fährst viel besser als Dein kleiner Bruder Simon” flüstert Salaash, “aber das verraten wir ihm nicht.” Simon (4) durfte schon öfter auf Salaashs Schoß sitzen und sich wie der Fahrer fühlen. Unser Guide hat ein Gefühl dafür, wenn es den Kleinen langweilig wird und eine Idee gefragt ist, um sie bei Laune zu halten. Und eine Engelsgeduld hat er noch dazu.

Salaash zeigt auf zwei goldgelbe Punkte in einiger Entfernung vor uns im Gras. Es sind zwei Löwen, die sich in der Abendsonne ausruhen. Wir stoppen nicht weit von den beiden Katzen und müssen unsere Pläne für den Sundowner ändern. Eigentlich wollten wir uns ein schönes Plätzchen suchen, wo man aussteigen kann, die Kinder auf den Felsen herumklettern können und wir mit einem kühlen Drink vor dem Sonnenuntergang auf einen gelungenen Tag anstoßen. So wie gestern, als Salaash und Batinga, unser Fährtenleser, den Kindern gezeigt hatten, wie man nur mit zwei Stöckchen und etwas trockenem Gras ein Lagerfeuer entzünden kann.

Nun sind aber die Löwen da. Die Guides verfrachten die Utensilien durch die Luken aufs Dach des Wagens. Wir klettern ebenfalls nach oben. Salaash mixt Gin&Tonic, und unser Sundowner findet in direkter Nachbarschaft zu den Löwen statt. Elise und Simon können nicht still sein, unser Ermahnen hat kaum Wirkung. Immer wieder plappern sie aufgeregt und viel zu laut los. Das scheint die Löwen nicht zu stören, wohl aber die Gäste in einem Pirschfahrzeug, das neben uns gehalten hat. Sie fahren weiter und suchen sich eine andere Location für ihren Sundowner. Bei uns bleibt ein bisschen schlechtes Gewissen zurück. Gleichzeitig sind wir heilfroh, dass dies die einzige Situation auf unserer Safari ist, in der wir als Familie andere Gäste stören.

Denn wir haben nicht nur das Privileg eines eigenen Pirschfahrzeugs mit privatem Guide, sondern als Unterkunft auch noch ein ganzes Haus für uns allein, das Mara House von Nomadic Encounters. Es liegt abgeschieden in den Bergen, eine gute halbe Fahrstunde von den tierreichen Ebenen der Mara North Conservancy entfernt. Doch Tiere kommen bis ganz in die Nähe unseres Hauses. Wir können sie morgens schon vom Bett aus am Wasserloch beobachten. Auf dem gleichen Grundstück, noch etwas näher am Wasserloch, steht das Acacia House, das wie das Mara House drei Schlafzimmer mit eigenem Bad hat und an Familien oder kleine private Gruppen vermietet wird. Beide Häuser teilen sich einen Swimmingpool. Da das Acacia House gerade nicht belegt ist, haben wir auch den Pool für uns allein. Lediglich die beiden Söhne der Vermieterin Rainee springen ab und zu gemeinsam mit unseren Kindern ins kühlende Nass. Simon und Elise besuchen die beiden in deren Kindergarten, einem extra Häuschen, in dem eine nette Vorschullehrerin den Nachwuchs betreut. Simon freut sich über diverse Spielsachen, Elise über die unendlichen Bastelmöglichkeiten. Unsere Kinder sprechen noch kein Englisch. Die Sprachbarriere ist ein kleines, aber kein unüberwindbares Hindernis. Wir übersetzen, wo es nötig ist. Bei Simon ist es nicht immer nötig. Er geht auf jeden zu und redet in Deutsch drauflos. Meistens bekommt er, was er will. So hat es ihm die Limonade angetan, die in einem Glas mit Zuckerrand serviert wird. Die gab es bei unserer Ankunft zur Begrüßung. Simon will sie nun täglich wieder. Er erklärt sein Begehren auf Deutsch, nimmt den Kellner bei der Hand und zieht ihn in die Küche. Nach ein paar Minuten steht die Zuckerrand-Limo auf dem Tisch.

“Was wollt Ihr morgen machen?”, fragt uns Salaash beim Abendessen. Wann wir aufstehen, wo wir frühstücken, wohin wir fahren und wie lange wir unterwegs sein wollen, alles geht nach unseren Wünschen. So entscheiden wir uns einmal für ein spätes Frühstück auf unserer Veranda mit Blick auf das Wasserloch. An den anderen beiden Tagen brechen wir nach Kaffee und ein paar Keksen zeitiger auf. Das Frühstück gibt es dann später als Picknick draußen im Busch. Salaash hält mitten in einer großen, friedlich grasenden Zebra-Herde und parkt den Geländewagen im Schatten einer Akazie. Zuerst nimmt er Elise und Simon bei der Hand und unternimmt mit ihnen einen Spaziergang in Richtung der Zebras. Die Tiere achten auf eine gewisse Fluchtdistanz und bleiben ansonsten unbeeindruckt. Wir stehen mit einem heißen Kaffee da und können gar nicht glauben, dass diese Idylle echt ist. Und wieder haben wir alles für uns allein.

Ein Reisebeispiel für eine Kombination aus Safari und Strand in Kenia mit dem Mara House finden Sie hier.

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