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Reiseberichte

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Island Bush Camp, 04.07.2013

Die Fahrt vom Kafunta zum viel weiter südlich im South Luangwa Nationalpark gelegenen Island Bush Camp dauert etwa drei Stunden. Die Straße, oder besser der Weg, ist nicht besonders gut in Schuss. Das Geschaukel und Geholper ist anstrengend. Dafür entschädigt die Abwechslung in der Landschaft. Wir fahren vorbei an großen Lagunen, die von hohen Palmen gesäumt werden. Im Hintergrund ragt eine Bergkette auf. Bald geht es durch Mopane-Buschland und schließlich durch hohen Wald. Kurz vor dem Ziel passieren wir noch zwei Dörfer. Dann fahren wir wieder in das unbewohnte Nationalparkgebiet hinein. Endlich kommen wir im Bushcamp an und werden mit feuchten Tüchern zur Erfrischung und einem Drink begrüßt. Solche Rituale gibt es in anderen Lodges auch, hier in der Abgeschiedenheit sind die kleinen Annehmlichkeiten aber etwas Besonderes.

Mein Zimmer steht auf Stelzen, die Wände sind aus gebundenem Riedgras. Der kleine Raum mit dem Bett ist überdacht, aber nach vorn zum Fluss hin völlig offen. Dusche und Toilette sind nicht nur nach vorn, sondern auch nach oben offen. Nur das Blätterdach der Bäume spendet Schatten. Es gibt zwei Safaristühle und einen Tisch. Der Platz ist begrenzt, die Aussicht großartig. Direkt vor meinem Zimmer schwimmen die Hippos im Luangwa. In der Nacht und am frühen Morgen begleitet ihr Grunzkonzert meinen Schlaf. Eine Petroleum-Laterne und eine kleine Solartaschenlampe sind die einzigen Lichtquellen. Dieses rustikale Ambiente und der Komfort, den das weiche Bett, die warme Dusche und die vertraute Spültoilette bieten, das alles bildet zusammen mit der Geräuschkulisse des afrikanischen Buschs eine ganz spezielle Mischung, die mich begeistert.

Wir sind spät angekommen, aber zu einem kurzen Besuch auf der vorgelagerten Insel reicht die Zeit noch. Wir selbst, die Safaristühle und die Getränke für den Sundowner werden per Boot ans andere Ufer transportiert. Anke und Ron, die beiden Eigentümer des Camps, und ihr Sohn Luke genießen gemeinsam mit mir den Sonnenuntergang. Anke erzählt, dass ihr Bushcamp einst auf dieser Insel stand und daher auch den Namen hat. Der Luangwa verändert aber bei jeder Regenzeit seinen Lauf, und so waren sie irgendwann gezwungen, das Camp am Festland aufzubauen. Nur der Name erinnert noch an die Geschichte auf der Insel.

In der Nacht stören die Hippos weniger als gedacht. Um 5.45 Uhr, eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, werde ich geweckt. Es gibt Frühstück am Lagerfeuer, bevor wir zu einer Buschwanderung aufbrechen. Für diese Walking-Safaris, die Pioniere wie Norman Carr hier in South Luangwa erfunden haben, ist der Nationalpark berühmt. Sie sind auch die wichtigste Unternehmung im Island Bush Camp. Pirschfahrten sind ebenfalls möglich, aber eher die Ausnahme. „Wenn wir ein Ehepaar zu Gast haben, der eine Partner gern wandern will, der andere aber nicht gut laufen kann“, erklärt Ron, „dann machen wir einen Plan und bieten für den einen Partner eine kleine Pirschfahrt an.“

Wir gehen heute mit Martin auf Tour, einem der erfahrenen Guides von Kafunta. Er kann drei Stunden lang kurzweilige Geschichten über Tiere und Pflanzen erzählen, denen wir begegnen. Da sind Märchen und kleine Anekdoten darunter, aber auch zoologisch fundierte Erklärungen. Viele Pflanzen wissen die Einheimischen zu nutzen, erfahren wir von Martin. Es gibt Samen, die einen blauen Farbstoff liefern, aus bestimmten Wurzeln kann man ein Gegenmittel für Schlangengift herstellen. Gleich mehrere verschiedene Pflanzen, die Martin uns zeigt, haben aphrodisierende Wirkung.

Bei einer Pirschwanderung geht es weniger darum, große Tiere zu sehen, sondern vielmehr um die kleinen, unscheinbareren Details im Busch und um Geräusche, die man im fahrenden Auto oft überhört. Am Ende haben wir aber dennoch eine ganze Menge Tiere gesehen: Wasserböcke, Impala- und Puku-Antilopen, Mangusten, einen Adler, der vor unseren Augen ein Perlhuhn erlegte und in seinen scharfen Fängen davontrug, Giraffen und Paviane. Irgendwann setzen wir uns zu einer kleinen Rast auf einem toten Baumstamm nieder. Rob, ein Assistent des Guides, brüht gerade den Kaffee für uns auf, als es plötzlich im Gebüsch raschelt. Der bewaffnete Nationalpark-Ranger, der alle Wandersafaris begleitet, bedeutet uns, ruhig sitzen zu bleiben. In etwa 30 Meter Entfernung ziehen vier Elefantenbullen langsam an uns vorbei. Für einen Moment bleibt mir der Mund offen stehen. Es ist aufregend zu sehen, wie klein wir doch sind in der großen Natur.


Das Island Bush Camp erleben Sie zum Beispiel auf der Safari Busch-Erlebnis am Luangwa.



Lust auf eine solche Safari? Ich berate Sie gern.
Marco Penzel, Geschäftsführer Outback Africa Erlebnisreisen
Telefon: 037437 538811 | marco@outback-africa.de


Kafunta River Lodge, 03.07.2013
Der Swimmingpool mit Blick zum South Luangwa Nationalpark, das Aussichtsdeck, auf dem die Tische für die Mahlzeiten gedeckt werden und das große Rieddach der Kafunta River Lodge: All das kenne ich von Bildern, die ich Jahr für Jahr in die Seiten unseres Reisekatalogs eingebaut und die Lodge-Beschreibung dazugesetzt habe. Jetzt sehe ich es mit eigenen Augen. Anke Cowan, die deutsche Besitzerin von Kafunta, begrüßt mich mit offenen Armen: „Endlich hast Du es zu uns geschafft, uns einmal selbst zu besuchen.“ Die aus Holz und Stein gebauten Bungalows wirken solide und sind komfortabel eingerichtet. Die Lodge ist nicht mehr brandneu, aber sie macht einen gepflegten Eindruck. Unsere Beschreibung im Katalog und auf der Website trifft also zu. Kafunta ist eines der letzten von den ursprünglichen Eigentümern geführten Safariunternehmen im Luangwa-Tal. Anke und ihr Mann Ron, ein Australier, sind immer wieder selbst vor Ort und ständig bemüht, das eine oder andere Detail zu verbessern.

Ich sitze auf der Veranda meines Bungalows, tippe den Reisebericht in die iPad-Tastatur – und werde dabei immer wieder abgelenkt von diesem Ausblick: Eine zartgrüne Ebene breitet sich vor der Lodge aus. Pukus und Impalas sind zu sehen. Ibisse, Jacanas und andere Wasservögel suchen nach Futter. Dahinter ist die Kante des Luangwa-Flussbetts zu erkennen. Die Ebene vor der Lodge zieht immer Wild an, weil sie auch in der Trockenzeit feucht bleibt. Verantwortlich dafür ist eine Thermalquelle, deren 37,5 Grad heißes Wasser zunächst in einen separaten kleinen Pool fließt, eine warme Badewanne sozusagen. Der Überlauf speist dann die feuchten Wiesen, auf denen die Antilopen grasen.

Um in den Nationalpark zu gelangen, müssen wir nicht die vielbefahrene Brücke am Haupteingang benutzen. Für Kafunta und eine Handvoll anderer kleiner Lodges gibt es eine Ponton-Fähre, auf die gerade ein Auto passt. Zwei Männer ziehen sie wie Ruderer mit hölzernen Griffen, die in ein Stahlseil eingehängt wird, über den Fluss. Zunächst verläuft die Pirschfahrt recht ruhig. Wir sehen ein paar Thornicroft-Giraffen, die es nur im Luangwa-Tal gibt und zu deren Schutz hier schon 1904 das erste Reservat eingerichtet wurde. Nach einer Weile entdecken wir noch drei recht faule Löwen im trockenen Gras. Erst nach dem Sundowner, als die Dunkelheit hereinbricht, wird es spannender. Vor uns sehen wir zwei andere Pirschfahrzeuge, die mit den Suchscheinwerfern in einen Baum leuchten. Sie haben einen Leoparden entdeckt, der ein frisch geschlagenes Impala ins hohe Geäst gezogen hat und nun beginnt, die Beute zu verspeisen. Bald taucht einer der Löwen auf, schleicht um den Baum und blickt immer wieder nach oben. Schließlich muss er einsehen, dass er keine Chance hat. Er zieht von dannen. Zwei große Katzenarten zusammen zu beobachten ist schon etwas Besonderes. Leider wird die Szenerie von den lauten Passagieren der beiden anderen Pirschfahrzeuge gestört. Als noch ein weiteres Auto hinzustößt, wird es uns hier endgültig zuviel. Wir sind in der tierreichen, zentralen Region des Parks, nahe dem Haupteingang. Hier befinden sich auch die meisten Lodges. Ich hoffe auf ein ruhigeres Naturerlebnis, wenn ich in den kommenden Tagen die abgelegenen, kleinen Buschcamps besuche.

Nachtpirschfahrten sind in South Luangwa Standard. Allerdings sind sie zeitlich begrenzt. Bis 20 Uhr müssen die Autos den Nationalpark verlassen haben. Bis am nächsten Morgen um 6 Uhr das Tor wieder geöffnet wird, haben die Tiere ihre Ruhe von den fotografierenden Besuchern, die indirekt ihr Überleben sichern. Häufig haben Wilderer in jenen Gegenden ein leichteres Spiel, in den es keinen Tourismus gibt.


Die Kafunta River Lodge erleben Sie zum Beispiel auf der Safari Busch-Erlebnis am Luangwa.



Lust auf eine solche Safari? Ich berate Sie gern.
Marco Penzel, Geschäftsführer Outback Africa Erlebnisreisen
Telefon: 037437 538811 | marco@outback-africa.de


Dekoration im Flatdogs Camp © Foto: Marco Penzel @Outback Africa Erlebnisreisen
Flatdogs Camp, South Luangwa, 03.07.2013

Kurz vor der Brücke, die den Eingang zum South Luangwa Nationalpark bildet, biegen wir links zum Flatdogs Camp ab. Mit Platz für bis zu 40 Gäste ist es für sambische Verhältnisse eine große Anlage. (In Kenia dagegen gilt eine 20-Zimmer-Lodge als klein.) Zudem verteilen sich die Safari-Zelte und die etwas weiter vom Fluss entfernten gemauerten Häuser auf ein großes Areal. Zu Flatdogs gehört etwa ein Kilometer Luangwa-Ufer. Ich habe nicht den Eindruck von einer Massenveranstaltung. Im Gegenteil, die Atmosphäre ist relaxed und bodenständig. Flatdogs gehört vielleicht nicht in die Luxus-Kategorie, bietet aber guten Komfort. Dabei stehen zwei verschiedene Zimmertypen zur Wahl: Die „Luxury Tents“ sind klassische Safarizelte auf festen Plattformen mit eigenem Badezimmer, das halboffen gestaltet ist. Beim Duschen kann man so Vögel und manchmal sogar Affen in den Bäumen beobachten. Wer es etwas solider mag, bevorzugt vielleicht eines der Chalets. Das sind gemauerte Häuser mit zwei Etagen und zwei Schlafzimmern, eines im Erdgeschoss und eines oben unter dem Dach. Damit sind die Chalets für Familien mit Kindern gut geeignet, zumal die Chalets am nächsten am Swimmingpool liegen. Wer mehr Abgeschiedenheit sucht, kann im Tree-House wohnen. Es ist etwas weiter entfernt, so dass die Gäste im Pirschwagen dorthin gefahren werden. Das Haus ist auf Stelzen errichtet und in eine Baumgruppe hineingebaut. Die Wände bestehen aus getrocknetem Riedgras. Beide Schlafzimmer sind nach vorn hin offen, so dass einen nur das Moskitonetz von der Wildnis trennt. Die Badezimmer liegen im Erdgeschoss und können vom Schlafzimmer aus über eine kleine Treppe erreicht werden, die sich um den Baumstamm herum wendelt. Das Wohnzimmer ist auf einer offenen Terrasse zwischen den beiden Schlafzimmern eingerichtet und wird nur vom Blätterdach der großen Bäume überspannt. Auf Wunsch können sich die Gäste ihre Mahlzeiten hier auch ganz privat servieren lassen.

Leider bin ich nur kurz zu Gast im Flatdogs Camp, dessen Bezeichnung übrigens auf den Spitznamen für Krokodile zurückgeht. Die Echsen werden hier auch „flache Hunde“ genannt. Ich lasse mir einen Salat mit Hähnchenstreifen zu Mittag schmecken und warte dann auf den Fahrer, der mich zur nächsten Lodge bringen soll. Über dem Tresen der Rezeption baumelt ein Krokodil, das ein einheimischer Künstler lebensecht aus Pappmaché geformt hat. Gleich am Eingang des Camps hängt ein Schild mit der Warnung: „All animals are wild. Elephants are dangerous.“ Gerade als ich das lese, entdecke ich unter einem etwa 50 Meter entfernten Baum tatsächlich einen Elefanten. Ein Wachmann der Lodge hat ihn ebenfalls entdeckt. Er behält ihn im Blick, lässt ihn aber gewähren. Schade, dass ich keinen längeren Aufenthalt im Flatdogs Camp gebucht habe.


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Marco Penzel, Geschäftsführer Outback Africa Erlebnisreisen
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